29.April 2026 Streifzug durch Parma
Vom Stellplatz im Westen Parmas konnten wir mit dem Bus ins Zentrum fahren.





Wir überquerten den Fluss Parma und erreichten bald den Domplatz, das Herz der Stadt und wir sind beeindruckt.
Zuerst besichtigen wir die Kathedrale von Parma. Sie ist seit 900 Jahren ein Ort der Kunst, der Geschichte und der Spiritualität. Sie zu betreten bedeutet Staunen und sich der Kunst zu öffnen zu einem der wertvollsten Schätze der Stadt.

Der Bau der Kathedrale begann 1074, nachdem die vorherige frühchristliche Basilika durch einen verheerenden Brand zerstört worden war.

Die Kuppel „Mariä Himmelfahrt“ ist etwas ganz Besonderes, ein grandioses Werk der Perspektive, in dem Licht, Komposition und Bewegung zu einem Meisterwerk des verschmelzen. Man kann eine Münze einwerfen und sie sich extra beleuchten lassen. So etwas habe ich in noch keiner Kirche erlebt.




Ein beeindruckender Freskenzyklus zieht sich durch das gesamte Mittelschiff: Es ist die gemalte Geschichte des Lebens Christi und Episoden aus dem Alten Testament.



Die rechte und linke Wand sind ebenfalls vollständig mit Fresken bedeckt. Es ist alles sehr beeindruckend, aber für uns als Laien nicht zu verstehen.

An der anderen Seite des Platzes steht das Baptisterium von Parma. Es ist ein architektonisches Juwel und eine der bedeutendsten Taufkapellen Italiens, da es den Übergang von der Romanik zur Gotik markiert. Es wurde ab 1196 aus rosa Veroneser Marmor errichtete. Der achteckige Bau symbolisiert durch seine Form das ewige Leben und die Wiedergeburt Christis. Es wurde zwischen 1196 und 1216 als achteckige Bau errichtet mit vier Loggienreihen innen.

Die Kuppel des Baptisteriums wurde 13. Jahrhunderts mit Fresken bemalt.
Das Gewölbe ist in sechs konzentrische horizontale Bänder unterteilt : Das erste Band (von unten beginnend) zeigt Episoden aus dem Leben Abrahams, das zweite das Leben Johannes des Täufers; das dritte den glorreichen Christus mit der Jungfrau Maria und dem Täufer, umgeben von einer Prozession von Propheten und Königen; das vierte die Apostel und Evangelisten; das fünfte das himmlische Jerusalem mit seinen Mauern, gefolgt vom Himmel mit den Fixsternen. Die Kuppel ist der bedeutendste Teil des Baptisteriums und ein besonderes Beispiel einer Schirmkuppel: Sechzehn Rippen strahlen vom Scheitelpunkt im Schlussstein aus.

In der unteren Galerie befinden sich Steinfiguren, die die zwölf Monate und zwei Jahreszeiten symbolisieren.

Die Skulpturen wurden in den 1340er Jahren an ihrem heutigen Platz aufgestellt. Die Figuren zeigen die für jeden Monat charakteristische Arbeit mit eleganten Zügen, Leichtigkeit und anmutiger Kleidung, die trotz ihrer Anstrengung eine Allegorie zu der von Christus erlösten Arbeit darstellen.

Im, dem Platz angegliederten Museum sind antike Ausgrabungsstücke zu sehen. Die Stadt war also schon lange vor dem Mittelalter ein berühmter Standort.
Unser Bedarf an Besichtigungen ist für heute gedeckt.



Wir genießen nun das Fluidum der Stadt und was da in Parma nicht fehlen darf, der Besuch eines Delikatessengeschäftes für Parmaschinken und Parmakäse bis zu 60 Monaten gereift.


Ein ganz kleines bisschen nehmen wir mit als Kostprobe.
Dann treten wir den Rückzug an und suchen den Bus, der uns zu unserem Stellplatz zurück bringt. Lustig ist, wenn man an der Haltestelle steht, muss man dem passenden Bus winken, damit nicht alle umsonst anhalten müssen.