Dietmar und Geli Unterwegs

2008 / März: Libyen mit dem Geländewagen (LRR) – 2. Reise

Auch 2007 fahren wir wieder zur Messe „Abenteuer Allrad“ nach Bad Kissingen. Wie immer steuern wir den Rallyebereich an. Inzwischen kennen wir viele engagierte Leute auf diesem Gebiet, die wir natürlich treffen wollen und mit denen es immer etwas Interessantes zu plaudern gibt. Dabei stellen wir fest, dass einige unserer Bekannten, die bei der ersten LDC Rallye 2005 dabei waren, eine neue Rallye mit dem Namen 1. LRR „Libya-Rally-Raid“ gegründet haben. Die neue Rallye soll 2008 starten, mit ähnlicher Strecke sowie Profil und das Beste ist, das Akkakus Gebirge ist fest mit im Plan. Auch gibt es wieder eine „Touristic Raid“, an der wir teilnehmen könnten. Den verantwortlichen Guide dieser Klasse, Achim, lernen wir auch gleich kennen und wir finden uns sehr sympathisch. Es wird gebucht und wir werden uns in Genua im Hafen am 15.03.2008 zum Beginn der Rallye wiedersehen! So haben wir noch genügend Zeit alle Vorbereitungen und Formalitäten zu erledigen.

Der Mitsubishi „Pajero“ wird wieder unser Fahrzeug sein, nur werden wir ein leichtes Dachzelt zum Schlafen verwenden. Schwere Teile, die 2005 bei der LDC noch auf dem Dach waren, können nun im Fahrzeug verstaut werden. Ein Problem müssen wir noch lösen. Da wir schon geplant haben mit Freunden 2008 nach Norwegen zu fahren, reicht der Urlaub bei Angelika für diese Libyen-Aktion nicht. Also frage ich meinen Freund Johannes, er sagt sofort zu und damit ist die „Besatzung“ vollständig.

Am 14.März 2008 starteten wir Richtung Genua. Um 19.30 Uhr nach 1265 km erreichen wir unser gebuchtes Hotel, 60 km vor Genua, in Gavi etwas abseits der Autobahn in den Bergen.

Am nächsten Tag, am 15.März, treffen wir um 09.45 Uhr im Hafen von Genua ein, um 14.00 Uhr kommt die Fähre in den Hafen aber erst um 19.30 Uhr dürfen wir endlich auf die Fähre fahren. Die Beladung dauerten bis 21.00 Uhr und um 21.30 Uhr setzt sie sich in Bewegung Richtung Tunis.

Nach 21 Stunden Überfahrt erreichen wir den Hafen in La Goulette um 18.30 Uhr. Das Verlassen der Fähre, die Formalitäten und das Sammeln aller Teilnehmer dauert bis 21.00 Uhr. Unser Ziel für die Übernachtung ist ein Hotel in Gabes, das wir nach 400 km um 03.00 Uhr morgens erreichen. Noch etwas essen und somit kommen wir erst um 03.45 Uhr ins Bett. Bald darauf ist Frühstück und um 07.50 Uhr geht es weiter, die libysche Grenze bei Ras Jadir passieren wir nach 3 Stunden. In Zuwara, an der Küste in Libyen, erfolgte der Prolog für das Rennen bevor es weiter über Nalut zu unserem ersten Camp in Libyen geht, das wir nach 535 km um 22.30 Uhr erreichten.

Am Morgen geht es weiter über Ghadames in die gleiche Richtung wie 2005, in die großen Dünen des Erg Ubari, zu den Mandara Seen, die uns immer wieder durch ihre Schönheit und Einzigartigkeit faszinieren. Das grün blaue Wasser, eingebettet in den gelb roten Dünensand, umgeben von Dattelpalmen, die Sonne,der leise Wind……. einfach traumhaft ! Wir gehen baden, das stark salzhaltige Wasser lässt uns nicht untergehen. Übrigens, die Oberfläche des Wassers ist angenehm und wenn man tiefer kommt wird es immer wärmer. Die Sonne trocknet den Körper sehr schnell und durch das Salz sehen alle aus wie die „Bäcker“. Wir waren natürlich an den zwei schönsten Seen, einige sind leider ausgetrocknet, es gibt ca. 15 Seen! Am Tag hatten wir hier am 21. März, 42 Grad.

Weiter fahren wir nach Al Awaynat, einer Oasenstadt inmitten der Sahara, die vom Stamm der Tuareg bewohnt wird. Nun sind wir am Tor zum Akkakus Gebirge, endlich. Leider trübt sich der Himmel zusehends mehr ein, der Wind wird immer stärker und die Rennleitung berät ständig wie der weitere Ablauf erfolgen soll. Unser Camp ist durch Palmenhütten geschützt und daher fahren immer wieder Autos außerhalb des Ortes, um zu schauen wie die Sicht in der freien Landsschaft ist, die Erkenntnisse sind deprimierend! Spät in der Nacht fällt die Entscheidung, wir brechen ab und damit kommen wir ein weiteres mal nicht in das Akkakus Gebiet!In der Nacht schlafen wir im Auto, im Sitzen, es ist sehr warm, das Auto aufgeheizt und wegen des Sandsturmes können wir die Fenster am Auto nicht öffnen. Wir sehen auch keine Möglichkeit das Dachzelt bei diesem Sturm aufzurichten.  Von Vorteil ist, das wir Skibrillen mit haben,so ist das Bewegen im Freien besser möglich. 

Am Morgen geht es off-road durch die grossen Dünenfelder zurück nach Ghadames, das wir am 25. März nach 680 km “ Sandschlachten“ erreichen! Auf dem Weg nach Ghadames, als wir über die Steinwüste „ düsen“, bekomme ich den 4. Reifenschaden bei dieser Rallye. Ich kann mich aber durch immer wieder Aufpumpen bis in das Camp retten! Nun habe ich schon 2 defekte Reifen dabei. Matthias Krüger vom Servicefahrzeug DAKTEC, wir kennen uns schon von der letzten Rallye, repariert einen Reifen und den anderen dichten wir mit unserem eigenen Reparaturset und der Ahle gleich am Fahrzeug ab.

Am 26.03. verlassen wir Ghadames, weiter über Nalut, Zuwara und der Grenzpassage nach Tunesien.   Im Norden von Tunesien, in Hammamet im Hotel „La Sultan“ kommen wir am späten Nachmittag des 27.März an. Es ist eine sehr schöne Hotelanlage und für uns zum Entspannen ideal!

Unsere Fähre legt am nächsten Tag, um 17.00 Uhr bei kräftigen Seegang, in Tunis ab. Wir merken das diese große und schwere Fähre sehr unruhig unterwegs ist.  Um 14.30 Uhr, nach 19,5 Stunden Überfahrt, legen wir in Genua an. Als wir noch in der Fähre sind und vor dem Auto stehen, stellen wir den 5. Reifenschaden fest. Schnell den Kompressor angeschlossen……. doch es bewegt sich nichts, der Reifen bleibt platt und flach ! So muß ganz schnell das Rad gewechselt werden, denn die ersten Motoren der Autos sind schon gestartet. Problem, auf der Fähre stehen alle Autos so dicht, dass man selbst als Fußgänger kaum dazwischen laufen kann. Doch wir schaffen es.

Bereits nach 1 Stunde verlassen wir den Hafen in Genua und erreichen um 20.00 Uhr in Südtirol den Ort Klausen, wo wir übernachten.

Nach insgesamt 7.030 km beenden wir am 30.März 2008 zu Hause mit sehr vielen Eindrücken unsere Abenteuer Reise nach Libyen.

Und ………. wieder haben wir das Akkakus Gebirge nicht erreicht !!!

Flyer der LRR
Bei Nalut
Reste eines „ versteinerten“ Baumes
Wir „ lüften“ das Auto
gleich gibt es Frühstück
Wir müssen uns frei „ schaufeln“
Auf dem Weg zu den Mandara Seen
Fahrt in den Dünen
Pause im Schatten an den Mandara Seen
Mandara See
„Sicher“ auf dem Dünenkamm 
Das Auto „ arbeitet“ im Sand
In den Dünen
Felgenschaden
Morgenstimmung im Camp
Abendstimmung
In den Dünen
Im Sandsturm
Der 5. Reifenschaden auf der Fähre

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