Dietmar und Geli Unterwegs

1.Mai 2026   Mit dem Zug zu den Cinque Terre

Auch die Italiener haben durch den Feiertag heute ein langes Wochenende und genießen das herrliche Wetter.  Der Strand ist schon dicht bevölkert als wir zum Bahnhof gehen. 

In der Information bekommen wir ein kompliziertes Fahrkartenpaket für die Cinque Terre und die Strecke davor. Zwischen den Dörfern dürfen wir hin und her fahren so oft wir wollen, davor nur einmal am Tag hin und zurück fahren. Wir verstehen alles, entwerten die Fahrkarten und warten auf den Zug, der wie in Deutschland natürlich Verspätung hat. Es ist ein sehr moderner und sauberer Zug, also ist die Fahrt durch die endlosen Tunnel sehr angenehm. Wir fahren bis zum letzten Dorf bis nach Riomaggiore.
Der Ort ist voller Menschen. Alles ist eng und steil. Wir steigen auf eine Terrasse und haben einen herrlichen Blick aufs Meer.  Von hier könnte man über einen Wanderweg, dem „Via dell amore“ direkt an den Klippen entlang nach Manarola wandern. Der als einer der romantischsten Wanderwege der Welt geltende Pfad entstand ursprünglich in den 1920er Jahren während des Baus einer Eisenbahnstrecke. Nach jahrelanger Sperrung wegen eines Erdrutsches ist der spektakuläre Felsenweg, der für seine atemberaubenden Meerblicke bekannt ist, seit 2024 wieder geöffnet. Die Benutzung des Weges muss bezahlt werden und wird mit Zeit festgelegt. Für heute gibt es nur noch sieben Tickets am späten Nachmittag. Schade. Also wandern wir durch einen Nebentunnel der Bahn ins Centrum des Ortes.

Die Hauptstraße führt steil nach oben. Wir kommen an Gärten mit schwer behangenen Zitronenbäumen vorbei und können von oben über das Meer und den anderen Hang des Ortes blicken. 

Mit dem Zug fahren wir nach Manarola, steigen über Treppen zum Meer und beobachten junge Burschen, die sich halsbrecherisch von hohen Klippen ins Meer stürzen.  


Dann wandern wir noch ein ganzes Stück höher und haben den Blick auf den auf den steilen Klippen gebauten Ort in der Nachmittagssonne – zauberhaft. Da stören die unendlich vielen Menschen, die alle diese traumhafte Kulisse genießen wollen, überhaupt nicht. 
Mit dem Zug geht’s zurück nach Deiva Marina.

Hier gönnen wir uns gegrillten Fisch und eine Pizza und staunen dann, dass der Campingplatz noch voller geworden ist.