Dietmar und Geli Unterwegs

4.Mai 2026   Es geht weiter nach Süden

Für die nächsten Tage ist in Nord- und Mittelitalien Regen angesagt. Deshalb wollen wir bis Neapel.  Also heißt es für unsere Verhältnisse zeitig  loszufahren. Das gelingt uns 10.45 Uhr. Durch die steilen, dichten Wälder des ligurischen Apennin geht es wieder zur Autobahn A12 Genua – Pisa. 

Wir kommen zügig voran. Vor Pisa sehen wir in der Ferne die riesigen Abbruchstellen des weißen Carraramarmors. 

Der Abbau von Carrara-Marmor ist ein uralter, hochtechnisierter Prozess, bei dem jährlich rund eine Million Tonnen des berühmten weißen Gesteins gewonnen werden. Die Gewinnung erfolgt heute hauptsächlich durch moderne Methoden wie Diamantseilsägen, die sich von oben nach unten durch die Berge arbeiten. Carrara-Marmor wird bereits seit dem Ende der Römischen Republik abgebaut. Erst der Renaissance-Bildhauer Michelangelo verschaffte diesem Marmor Berühmtheit. 

Wir fahren dann über Florenz nach Süden durch die Berge. 

An Rom vorbei sehen wir in der Ferne das Bergdorf Rocca de Papa, wo wir schon waren. 

Die Vegetation wird immer südlicher, die Schirm- oder Steinkiefern bestimmen das Bild. 

Nach 659 km kommt der Vesuv in Sicht. Wir erreichen Neapel. Die Durchfahrt ist auf der Autobahn problemlos bis zu dem Punkt, wo wir die Autobahn verlassen.

Die Strässchen zu dem Campingplatz, den wir ausgesucht haben, werden immer enger und steiler. Dann ist der Weg versperrt. Wir müssen wenden. Nur mit Hilfe eines Passanten gelingt uns das Wendemanöver knapp an einer Wasserrinne vorbei. Der nächste Weg ist noch enger, aber mehr befahren. Die Ausweichversuche klappen zum Glück ohne Schrammen. An einer engen Kreuzung haben selbst die Italiener Probleme sich zu entwirren. Dort angekommen, müssen wir wieder wenden, werden aber dann ins „Schlepptau“ genommen und zu unserem Zielort geführt. 

Dort angekommen ist es inzwischen 20 Uhr und 659 km mehr auf dem Tacho !

Aber als Begrüßung gibt es gleich leckeren Limoncello und das lässt den Stress der Anfahrt vergessen.

Wir wählen einen Platz mit direktem Blick zum Vesuv und werden nun erst einmal entspannen. 

Auf der Karte sehen wir später, dass wir direkt über den Ausgrabungsstätten von Pompeji angekommen sind. Morgen gibt es aber erst einmal Ruhetag bevor wir dann in die römische Geschichte eintauchen.