5.und 6. Mai 2026 In Pompaji
Nachdem wir uns am Dienstag erholt haben, starten wir am Mittwoch unsere Roller und begeben uns in das Getümmel des modernen Pompaji. Wir kommen unbeschadet bis zu den Ausgrabungstätten, erhalten ein Orientierungsbuch und eine Karte und können unsere Roller bei der der Touristeninformation bis 18 Uhr unterstellen. Nach dem Ticketkauf geht das Abenteuer Pompeji los.

Wir haben ständig den Vesuv vor uns und die Ereignisse von 79 n. Chr. im Kopf. Die Stadt blühte damals gerade wieder auf nach dem verheerenden Erdbeben von 62 n. Chr., das vieles zerstört hatte. Nun traf das Schicksal erneut die Menschen und die Stadt. Aber diesmal unwiderbringlich. Alles wurde sechs Meter dick unter Bimsstein und Asche begraben, alles Leben wurde ausgelöst. Die Asche verhärtete, alles organische Material darunter, auch die Leichen der Bewohner wurden zersetzt und es bildeten sich Hohlräume.

Als die Archäologen auf diese stießen, kam man auf die Idee, diese mit flüssigem Gips zu füllen. Als dieser getrocknet war, hatte man eine Nachbildung des dort gestorbenen Menschen.
In seiner etwa siebenhundertjährigen Geschichte wurde Pompeji von verschiedenen Völkern bewohnt, zum Schluss von Römern. Mit der Wiederentdeckung im 17. Jahrhundert begann die zweite Geschichte der Stadt, in deren Verlauf Pompeji zu einem zentralen Objekt der Archäologie und der Erforschung der antiken Welt wurde. Pompeji ist eine der am besten erhaltenen Ruinenstädte der Antike.







Uns interessierte zuerst die Villa der Mysterien, die vom Haupteingang am weitesten entfernt liegt. Der Weg durch die rechtwinklig angeordneten Strassen in der ganzen Stadt fiel uns nicht leicht, da die Straßennamen oft fehlen und die Wohnkomplexe (Regio) nur mit römischen Zahlen markiert sind. Nach mehrmaligem Fragen war die Villa gefunden. Sie ist ein sehr großes Gebäude mit vielen Zimmern und wunderbaren, gut erhaltenen Wandmalereien.


Auf dem Weg zurück kamen wir noch an anderen grossen Anwesen vorbei.

Vorn im Atrium war die Decke geöffnet, im Boden befand sich ein Wasserbecken, dass das Regenwasser auffing und in eine Zisterne leitete. Der


Der Eingangsbereich war mit Mosaiken geschmückt, das oft auch eine Hundedarstellung enthielt.

Im hinteren Bereich der Grundstücke lagen große Gärten.



In den Hauptstrassen gab es viele Tavernen.

Die Bäder waren große Anstalten getrennt für Männer und Frauen mit zum Teil beheizten Becken und Sporträumen.

Die mit Basalt gepflasterten Strassen zeigen noch die Spuren der tausenden von Rädern, die über Jahrhunderte über sie rollten. An den Seiten gab es Fusswege.



Zum überqueren der Straßen waren große Steine über die Fahrbahn gelegt.

Die Stadt war ein wohlhabendes, funktionierendes, gut durchdachtes urbanes Gefüge bis zum Tag der Katastrophe, die alles auslöschte.

Inzwischen ist wieder Leben eingezogen in die alten Mauern. Nicht nur das täglich Tausende Touristen durch die Straßen pilgern, es gibt sesshafte Katzenwächter.
Wir sind nach 11 000 Schritten durch die Vergangenheit erschöpft und sind froh, mit unseren Rollern zum Camp zurück fahren zu können.