7.und 8. Mai 2026 Der Papst kommt nach Pompaji
Am Donnerstag ist wieder Ruhetag. Wir erholen uns vom gestrigen Trip durch die Ausgrabungsstätte.

Dafür wird der 8. Mai spannend, denn der Papst kommt nach Pompaji.

Hier gibt es eine Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau vom Rosenkranz“, die im Mai 1891 fertiggestellt und der Heiligen Mutter Gottes geweiht wurde.

Der Bau der Kirche wurde von Bartolo Longo ermöglicht, der zu Spendenaktionen aufrief.

In der Kirche gibt es ein Bild der Madonna mit dem Rosenkranz. Da eine Frau nach der Anbetung der Madonna von ihrer Krankheit geheilt wurde, kamen in der Folge Pilger aus aller Welt.


Am 8. Mai und am ersten Sonntag im Oktober wird jedes Jahr ein besonderes Gebet nur für diese Madonna gebetet. Bartolo Longo schrieb dieses Gebet. Er tat viel Gutes für die Region und vermachte in seinem Testament alles der Kirche.

Seitdem ist die Wallfahrtskirche eine päpstliche Basilika. B. Longo starb am 5. Oktober 1926. Nun jährt sich sein Todesjahr zum 100. Mal.


Deshalb kommt dieses Jahr zum fünften Mal ein Papst nach Pompaji und wir können morgen dabei sein. Der jetzige Papst Leo XIV. wurde genau vor einem Jahr, am 8. Mai 2025 zum Papst geweiht. Diesen Jahrestag nimmt er zum Anlass zur Madonna mit dem Rosenkranz zu beten.

Um 8.30 Uhr kam der erste Hubschrauber. 30 Minuten später ein großer, weisser. Dieser kreiste
mehrmals über der Stadt. Da muss der Papst drin sein.
Er setzte zur Landung an.

Wir machen uns auf den Weg zur Kirche. Die Strassen sind für den Autoverkehr gesperrt.



Um die Kirche wird das Menschengedränge immer enger. Es gibt fast kein Vor und Zurück mehr.

Im Kirchengelände gibt es eine großen Videowand, auch auf der Straße auf der wir die Messe verfolgen können.


Der Papst segnet alle Anwesenden. 10 Gläubige durften direkt zu ihm treten.
Neben mir fallen eine Frau, später ein Mann um. Die Sanitäter sind schnell zur Stelle. Es ist alles perfekt organisiert. Zur Verhinderung weiterer Zusammenbrüche wird großzügig Wasser ausgeteilt.

Am Ende der Predigt gehen Priester zu den Gläubigen und verteilen die Hostien und die Gläubigen wünschen sich „Pace“ – „Friede“.

Die Menge löst sich friedlich auf. Wir gehen einen Kaffee trinken und schlemmen ein Stück Kuchen.

Als wir aus dem Laden kommen entleert sich eine dicke Wolke. Wir finden eine überdachte Bank und bleiben so lange sitzen bis der Regen vorbei ist.

Der Hubschrauber des Papstes verlässt wieder die Stadt und wird in Neapel landen.
Als wir wieder am Camp sind, beginnt die Sonne zu scheinen und es wird schwül warm.