Dietmar und Geli Unterwegs

24.und 25. 06.2026 Nach Bijelijna zwischen Save und Drina

Von Banja Luka aus geht es immer östlich in der Tiefebene am  Fluss Save und damit nahe der kroatischen Grenze entlang bis ins Dreieck Save- Drina fast bis an die serbische Grenze nach Bijeljina.  

Die Save ist ein 946 km langer Fluss in Südosteuropa und der wasserreichste Nebenfluss der Donau. Ihr Lauf verbindet die Hauptstädte Ljubljana, Zagreb und Belgrad und verläuft durch Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Serbien, bevor sie in die Donau mündet. 

Die Drina entspringt in Montenegro (durch den Zusammenfluss von Tara und Piva), fließt dann weiter durch Bosnien und Herzegowina – wo sie streckenweise die Grenze zu Serbien bildet – und mündet schließlich  in die Save. 

Am Abend kommen wir in Bijeljina an , der nach Banja Luka  zweitgrößte Stadt in der RS.

Hier besuchen wir einen Bekannten aus unserem Haus in Hoyerswerda, der hier in seiner Heimat ist. Da wir zur gleichen Zeit in BiH sind, beschließen wir, ihn zu besuchen. Er begrüßt uns herzlich und wir freuen uns, seine Heimat kennen zu lernen. 

Zum Abendessen bestellt er eine traditionelle Grillplatte. Wir genießen, können aber bei weitem nicht alles aufessen. 

Am nächsten Tag  will uns Gavor vieles in seiner Stadt zeigen. 

Zuerst fahren wir mit der Taxe zum Etno Selo Stanišići ausserhalb von Bijeljina.

Es ist eine Mischung aus Freizeitkomplex und Freilandmuseum mit alten Häusern, Kirchen, Restaurants, Tieren, Seen, einfach eine schöne Oase, in der wir und sogar bei der aktuellen Hitze (36 Grad) wohlfühlen.

Der Park wurde 2003 von  gegründet. Auf einer Fläche von rund 15 Hektar wurden etwa 20 traditionelle Holz- und Steinbauten aus Bosnien versetzt.

Über die Jahre kamen Luxushotels, Ferienhäuser und Sportangebote hinzu. Heute zieht es rund 600.000 Besucher pro Jahr an. 

In den Jahren 2010 und 2014 setzten schwere Hochwasser das ganze Gelände unter Wasser. 

Zuvor sehen wir noch eine Nilgans!

Wir essen und trinken etwas und fahren dann wieder mit einer Taxe in die Stadt. 

Die Stadt trägt ihren Namen nach einem alten slawischen Wort für weißes Wasser und liegt in einer Region, die für ihre Landwirtschaft und ländlichen Traditionen bekannt ist.

Lokale Bräuche zeigen sich in den Marktständen, wo Bauern aus der Umgebung ihre Erzeugnisse verkaufen. Der Markt ist täglich bis zum Abend geöffnet. Wir schlendern trotz Hitze über den Markt, kaufen natürlich gereifte Erdbeeren und luftgetrockneten Käse.

Die Bauern sind im Moment nicht zu beneiden bei diesen irren Temperaturen. 

Die extrem hohen Temperaturen werden durch eine Hitzeglocke verursacht – ein riesiges Gebiet mit stagnierendem Hochdruck, das sich über weite Teile Europas legt und wie ein Deckel auf einem Topf wirkt, der die Hitze hartnäckig einschließt. 

Dann schlendern wir Mitten im Zentrum von Bijeljina durch den Stadtpark, die älteste grüne Oase der Stadt, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Heute ist er ein beliebter Rückzugsort für Familienspaziergänge und Entspannung Suchende. 

Von dort besuchen wir ein sehr sehenswertes Kloster und beschließen unseren Rundgang auf dem großen Platz vor dem Rathaus.