26.und 29. 06.2026 An der Save entlang und über Kroatien nach Ungarn
Nach dem Frühstück bei Gavor, packen wir die Sauerkirschen aus seinem Garten ein, verabschieden uns und danken für die Gastfreundschaft. Wir fanden, es war eine tolle Idee, unseren Hausnachbarn in seiner Heimat zu besuchen. Wir haben so viel gelernt über die Folgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, die unterschiedlichen Volksgruppen, die in Bosnien und Herzegowina leben und die unterschiedliche Natur.


Zurück an der dicht umwucherten Save, entlang an der Kroatischen Grenze fahren wir nach Nordwesten.

Unterwegs stellen wir fest, dass ein Luftbalg wieder keine Luft hält. In Brčko fragen wir in einer Vulcanowerkstatt nach, ob sie sich das Problem mal ansehen können. Sie verweisen uns an eine Individualwerkstatt im Hinterland, rufen den Besitzer an und er verspricht, an einer Kreuzung auf uns zu warten. Wir fahren auf die Umgehungsstraße bei Brčko bis zur Kreuzung nach Grbavica. Dort wartet in einem PKW ein junger Mann auf uns und bringt uns zu seiner Werkstatt.


Er kann ein wenig deutsch und so können sich die Männer verständigen. Nachdem das Problem erkannt ist fährt er weg, um einen Luftbalg zu holen. Aber Herzegowina ist nicht Kalabrien.
Wir werden von der Oma erst einmal gefüttert und mit Translator
klären wir die Familienverhältnisse. Wer ist Kind, wer Enkelkind usw.
Als der Meister wiederkommt, muss er uns mit großem Bedauern mitteilen, dass seine Suche nach einem passenden Luftbalg erfolglos war.

Also wird alles wieder zusammengebaut, den Balg hat er geflickt, aber das hielt nicht und nach fünf Stunden verlassen wir erfolglos
die nette Familie.


Nach wenigen Kilometern sind wir in Orasje und fahren über die Grenze nach Kroatien. Erst auf der A3, dann auf der A5 sind wir nach 125 km und 2 Stunden Fahrzeit an der ungarischen Grenze.


Immer in Richtung Abendsonne fahren wir durch das ungarische Tiefland nach Pecs. Schon von weitem sehen wir die Mecsek Berge mit einem Turm.

Der Fernsehturm von Pécs steht auf dem Gipfel des 535 Meter hohen Misina-Berges im Mecsek-Gebirge. Der markante, 197 Meter hohe Turm liegt im Norden der Stadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Aussichtsplattform und Restaurant.

Wir können und bei der Hitze (37 Grad) aber zu nichts entschließen und bleiben am Samstag lieber im dicht bewachsenen Camp im Schatten sitzen. Wir lesen, schreiben, bearbeiten Fotos. So ertragen wir die Temperatur.
Am nächsten Tag, am Sonntag, entscheiden wir uns nach Kecskemet zu fahren.

Da soll eine Vertragswerkstatt von Goldschmitt sein, die unsere Luftfedern vertreiben.

Wir finden das Grundstück. Es ist, da Sonntag ist, verschlossen. Dietmar nimmt per Handy mit dem Besitzer Kontakt auf. Er antwortet und öffnet uns das Tor. Nach einem Espresso beginnt er zu arbeiten.
Er baut zu erst an seinem Auto den intakten Balg aus, weil er hofft, der passe bei uns. Aber leider nicht.



Ich sitze bei 39 Grad Außentemperatur in der vollklimatisierten Küche und warte, was passiert.


Der Meister ist wieder so ein Engel. Sonntagnachmittag findet er dann in seiner Werkstatt einen Balg, der annähernd passt.

Er macht ihn passend und nach drei Stunden können wir fahren. Wir sind so dankbar.

Von der Werkstatt fahren wir zu einem nagelneuen Camp am Rande der Stadt.

Die Mitarbeiterin wartet auf uns, weil wir angemeldet sind und erklärt uns alles und sie würde uns gern dazu bewegen, länger in ihrer Stadt zu bleiben. Doch wir wollen nach Mesteri zum Thermalwasser.

Morgens vor 4.00 Uhr spaziere ich zum nahen See und sehe die Sonne aufgehen. Es sind nur 27 Grad.

Nach 12 Uhr fahren wir los. Es ist schon wieder rappelheiss.


Vom Balaton sehen wir nichts, er liegt südlich der Strasse N. 8, die wir fahren.

Dann sehen wir einen Berg und denken, es ist der Badacsony. Aber nein, es handelt sich um einen 431 Meter hohen, erloschenen Vulkan, den Somlo. Der Berg liegt im Landschafts- und Naturschutzgebiet „Somló Tájvédelmi Körzet“ und ist ein Inselberg im umgebenden Flachland der Kleinen Ungarischen Tiefebene. Während die Bergkuppe dicht bewaldet ist, liegen weiter unten ausgedehnte Weinberge.

Wir nähern uns Mesteri, diesmal von Südosten und sehen schon von Weitem den Hausvulkan, den Sag-Hegy.

Endlich im Thermalbad angekommen, erhalten wir einen gemischten Sonne-Schatten-Platz und richten uns ein.

Dann eilen wir ins relativ kühle Kinderbecken mit 32 – 34 Grad Wassertemperatur – für uns genau die richtige Mischung.

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