22. Juni 2026 Bei den Wassermühlen von Mlinčići und weiter bis Banja Luka
Wir starten in Jajce wie immer um 12 Uhr. Auf diese Zeit sind wir einjustiert.
Es ist schon sehr heiß – 33 Grad.

Da sind die alten Wassermühlen von Mlinčići wenige Kilometer nach Jajce ein märchenhafter kühlender Ort.

Die durch kleine Stege verbundenen Holzhütten stammen noch aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Herrschaft und wurden direkt an einem Wasserfall aus kleinen Flüsschen gebaut.

Die hier lebenden Bauern stellten darin aus Weizen Mehl her. Heute sind die Mühlen nicht mehr in Betrieb, dafür hat man mit dem angrenzenden Wald und dem Plivsko-See das Gefühl, mitten im Land der Trolle angekommen zu sein.


Wer sich an so einem heißen Tag wie heute abkühlen will, kann sich vom nahe gelegenen Steg direkt in den glasklaren See stürzen. Hier auf den Wiesen haben in den vergangenen Tage die vielen Biker gelagert. Die letzten Bierautos werden noch weg gefahren.
Nach einem Eis machen wir uns auf den weiteren Weg nach Banja Luka.



Am Straßenrand wurden wir durch ein großes Schild gegrüßt, dass wir jetzt in der Republika Srpska angekommen sind!
Wir steuern den Ort Mrkonjić Grad an.


Hier entdecken wir eine wunderbare serbisch orthodoxe Kirche deren goldene Dächer in der Sonne glänzen.




Wir sind die einzigen Besucher und bestaunen die prunkvolle Innenausstattung.


Die Kirche wurde von Grund auf wiederaufgebaut, nachdem sie während der Konflikte zerstört worden war, und steht heute als Zeichen der Wiederherstellung, Erneuerung und Widerstandsfähigkeit.



Dann führt die Straße durch den Canyon des Flusses Vrbas, dessen Schlucht links und rechts von steilen Felswänden gesäumt ist.

Der Canyon öffnet sich und wir erreichen die Vororte von Banja Luka, kommen in den Nachmittagsverkehr und damit in heftigen Stau.
Banja Luka ist eine serbisch geprägte Großstadt und die faktische Hauptstadt der Republika Srpska, eine Entitate von Bosnien und Herzegowina.

Die Bevölkerung besteht mehrheitlich aus Serben, und die dortige Hauptsprache ist Serbisch. Politisch gehört die Stadt jedoch zum Gesamtstaat Bosnien und Herzegowina und ist die 2. grösste Stadt des Landes.
Als wir in der Stadt angekommen sind, waren inzwischen 36 Grad, es wirft uns fast um.



Auf dem kleinen privaten Camp von Vlado werden wir herzlich begrüßt und bei einem Bier und Kaffee in alles eingewiesen.

Vlado, der Besitzer des Grundstücks war selbst Camper und freut sich über Kontakt mit Menschen. Deshalb hat er einen Teil seiner Freifläche zu einem Camp ausgebaut, mit allem was ein Camper braucht.
Da Vlado seit 47 Jahren in Deutschland arbeitet und teilweise lebt, können wir über Vieles lange schwatzen.

Zum Essen gehen wir noch in ein typisch serbisches Grillrestaurant.
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