Dietmar und Geli Unterwegs

11.und 12. Oktober 2026 Triest und das Schloss Miamare

Von Velden starten wir weiter nach Süden durch die Alpen über die Grenze nach Italien. Die Strasse führt immer an einem der letzten Wildflüsse der Alpen entlang mit schneeweißem Kieselbett, dass sich nach jedem Hochwasser verändert. 

Vor Udine haben sich die Alpen verabschiedet und nun fahren wir durch flaches Land bis in die Nähe von Triest.

Die Stadt erstrecken  sich vom Abhang einer hohen Küstenstufe bis ans  Meer. Die Stufe wird gebildet aus Karstgestein, die zum Binnenland hin in eine steinige, kalkhaltige und wasserarme Hochlandschaft übergeht. Die hoch gelegenen Landschaftsbereiche sind für ihre Höhlen und andere Karstformen bekannt. Das Stadtgebiet von Triest dehnt sich dabei südwärts aus, das in Form einer Doppelmulde über das Stadtgebiet hinaus reicht, in der sich der Hafen befindet. 

Triest ist mit seinem Tiefwasserhafen heute wie vor 1918 ein maritimes Tor für Norditalien, Deutschland, Österreich und Mitteleuropa und gilt als Endpunkt der maritimen Seidenstrasse (Maritim Silk Road mit ihren Verbindungen über den Suezkanal oder die Türkei und damit dem Landweg nach China, Japan und viele Länder Asiens.

Wir bekommen mit unserem großen WOMO einen Schock als wir von der oberen Schwelle hinabblicken zum Meer und in enge, steile Gassen zum Stellplatz einbiegen müssen. Zu den parkenden Autos sind es oft nur wenige Zentimeter.

Wir erreichen den Stellplatz inmitten eines engen Wohngebiets. Der Platz selbst sieht aus wie ein Abbruchgebiet, aber es gibt Strom und Wasser, das ist doch schon was. Und die Bushaltestelle für die Innenstadt ist wenige Meter entfernt.

Was will man mehr.  Mit dem Bus fahren wir für 1.50€ in die Innenstadt und staunen hier über die breiten Straßen und weiten Plätze.

Die Altstadt von Triest verbindet österreichische Habsburger-Prachtbauten mit mediterranem Flair. 

Am nächsten Tag suchen wir das weiße Schloss Miramare, das auf einer Klippe über der Adria ausserhalb der Stadt liegt.

Das weiße Märchenschloss von Erzherzog Maximilian von Habsburg thront direkt auf einem Felsvorsprung über dem blauen Meer. Es wurde von 1855 bis 1860 erbaut.

Die gut erhaltenen Innenräume, Möbel und Gemälde versetzen Besucher direkt in die k.u.k.-Monarchie des 19. Jahrhunderts.

Der weitläufige Park mit mediterraner Vegetation ist frei zugänglich und bietet herrliche Blicke über das Meer. 

Erzherzog Maximilian und seine Frau konnten das herrliche Anwesen nur wenige Jahre genieße, denn das Schicksal von Erzherzog Maximilian von Österreich (Kaiser von Mexiko) und seiner Frau Charlotte von Belgien war von dem gescheiterten Versuch geprägt, ab 1864 in Mexiko ein Kaiserreich zu errichten.

Die Kaiserreiche sind Geschichte aber die Schlösser stehen noch. So können wir sie heute bewundern und uns daran erfreuen. 

Der Bus Nummer 6 bringt uns wieder nach Triest. Wir bummeln noch eine Weile durch die Stadt, schauen einem Polizisten zu, wie er den Verkehr regelt – eine nur noch selten zu sehende Amtshandlung

und landen dann wieder in einer Pizzeria. 

Bus 29 bringt uns dann wieder zu unserem Stellplatz. Wir staunen was für ein dichtes Busnetz es in der Stadt gibt – mindestens 65 Linien – die im 5 – 6 Minutentakt pünktlich verkehren. 

Eine 60-minütige Einzelfahrkarte kostet 1,50 €, das Tagesticket liegt bei 3,65 €. 

Wir verlassen Triest

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