14.Oktober 2026 Der zweiten Tag in Padua
Erneut fahren wir mit der Tram in die Innenstadt

und gehen zur Kathedralbasilika Mariä Himmelfahrt (Basilica Cattedrale di Santa Maria Assunta oder Duomo di Padova) am Piazza Duomo.

Sie ist die Hauptkirche von Padua. Der Bau aus dem 16. bis 18. Jahrhundert geht auf einen Entwurf von Michelangelo zurück und besticht durch eine markante, unverputzte Ziegelfassade und einen lichtdurchfluteten Innenraum.
Die Bischofskirche steht an der Stelle früherer Sakralbauten aus dem 4. Jahrhundert und nachfolgender mittelalterlicher Kirchen, die unter anderem durch das schwere

Erdbeben von 1117 zerstört wurden. Das heutige Erscheinungsbild entstand zwischen 1551 und 1754 nach Plänen, die auf Ideen von Michelangelo Buonarroti beruhen. Die Fassade blieb unvollendet und zeigt sich bis heute als monumentale, rohe Backsteinmauer.




Der Altarraum beeindruckt mit modernen Skulpturen und einem großen Kruzifix.


Auf dem Vorplatz lassen wir uns zu einem Campari-Spritz nieder.

Wir schlendern weiter durch die Straßen

und sehen eine reizende Bata-Schuh-Werbung. Dann kommen wir zu den wichtigsten Kirchen in Padua, die in unmittelbarer Nähe römischer Ausgrabungen und antiker Stätten liegen. Das ist für uns zuerst die Kirche der Eremitani (Chiesa degli Eremitani).

Sie liegt direkt an der Piazza Eremitani, nur wenige Schritte vom antiken römischen Amphitheater entfernt.


Das Gotteshaus wurde ab 1276 erbaut. Auf seiner Romreise 1510 hielt sich Martin Luther in dem Kloster auf. Im Zuge der napolionischen Säkularisation (staatliche Einziehung kirchlichen Besitzes) wurde das Kloster aufgelöst und ist heute eine Pfarrkirche. Am 11. März 1944 wurde die Kirche durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Nur der untere Teil der Fassade und die Nordwände des Langhauses und Chores blieben stehen. 1946–1950 erfolgte der Wiederaufbau, wobei die südliche Außenmauer unter Verwendung der alten Backsteine errichtet wurde.

Nur wenige Meter entfernt ist der Eingang zur Scrovegni-Kapelle. Die gotisch-romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist berühmt für die Fresken von Andrea Mantegna.
Erbauer und Auftraggeber für die Kapelle warEnrico Scrovegni, ein reicher Bankier und Patrizier. Er erwarb das Gelände im Jahr 1300.


Die Kapelle wurde am 25. März1305 als Santa Maria della Carità geweiht. Das Hauptwerk der Kapelle ist der weltberühmte Freskenzyklus von Giotto di Bondone, den er zwischen 1303 und 1305.



Die Malereien zeigen Szenen aus dem Leben von Anna und Joachim, das Leben der Jungfrau Maria sowie das Leben und Leiden Christi, ergänzt durch die Personifikationen der Tugenden und Laster sowie das Jüngste Gericht an der Westwand. Seit 2021 gehört die Kapelle zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir sind beeindruckt vom guten Zustand der Fresken und von der uralten hölzernen Bestuhlung (die antiken Bänke an den Seitenwänden), die ungefähr 700 Jahre alt sind.
Nun reicht uns für heute die Geschichte Paduas. Wir wenden uns wieder der Gegenwart zu, steigen in die Tram und fahren zu unserer Katze, die im WOMO auf uns wartet.



An der Endhaltestelle sehen wir einen großen Supermarkt, in dem wir lecker gebratene Hähnchenteile und gegrillte Rippchen kaufen!
Schreibe einen Kommentar