Dietmar und Geli Unterwegs

12.Mai 2026 Mit dem Schiff nach Capri

Das Wetter ist traumhaft. Strahlend  blauer Himmel. Nur über dem Vesuv beginnen sich Wolken aufzutürmen. 

Wir können heute zwei Stunden länger schlafen. Das Schiff startet erst um 10 Uhr. Wir werden  mit einem Shuttlebus vom Camp zum Hafen gebracht, da der planmäßige Bus nicht durch den Stau kommt. Die Überfahrt nach Capri dauert 90 Minuten rund um die Insel

Zuerst erreichen wir die drei berühmten Felsen vor der Küste von Capri. Sie heißen Stella, Faraglione di Mezzo und Faraglione di Fuori. Sie sind als die Faraglioni bekannt und gelten als das Wahrzeichen der Insel Capri. Diese massiven Kalksteinklippen ragen bis zu über 100 Meter aus dem Meer und sind ein beliebtes Fotomotiv. 

Dann kommen wir an der Grotta Bianca, also der Weißen Grotte vorbei. Sie liegt an der Ostküste von Capri und ist bekannt für ihre weißen Kalksteinformationen und Stalaktiten. Das Wasser schimmert türkis.

Die Insel an sich ist nur sechs Kilometer lang und 2,7 Kilometer breit. Doch seit Jahrhunderten zieht das kleine Eiland im Golf von Neapel Kaiser und Künstler, Abenteurer,  Autoren und Promis an.

Heute ist Capri Luxus- und Traumreiseziel für Reiche und Allerweltstouristen. Als ehemalige Residenz des Kaisers Tiberius, späterer Künstlerkolonie und heutigem Treffpunkt des internationalen Jetsets vereint die Insel Mythos, Geschichte und luxuriösen Tourismus. 

Dann legen wir in dem kleinen Hafen in Capri an und sind jetzt auch ein Teil der Touristenmasse. 

Kleine Shuttlebusse bringen uns auf die obere Plattform der Insel und wir gehen mit unserem Reiseführer durch den Ort.

Der Massentourismus kommt dazu und nimmt der Insel heute diesen ehemaligen Flair. 

Ein bedeutender Gast der Insel war Friedrich Krupp (1854–1902), ein deutscher Industrieller, war um die Jahrhundertwende ein wichtiger Förderer der Insel Capri. Er verbrachte hier viel Zeit, finanzierte naturwissenschaftliche Forschungen, baute die berühmte „Via Krupp“ und war wegen seines exzentrischen Lebensstils bekannt.

Er ließ auch einen wunderschönen Park anlegen, den wir heute besuchen.

Wir haben herrliche Blicke von hier oben. 

Die Villa Malaparte ist wohl heute der teuerste Bau auf der Insel. Sie wird oft als eines der schönsten Häuser der Welt bezeichnet. Sie steht als großes, rotes Haus auf einer Klippe. Wir können es vom Schiff aus sehen. 

Die hoteleigene Katze hat gerade die Lobby verlassen

Der Luxus ist noch an einigen Geschäften und großen Taxis mit offenem Verdeck und rosa Polsterung zu sehen. Aber ansonsten überwiegt auch hier der Massentourismus.

Unser Reiseleiter hält seine „Schäfchen“ mit den Rufen „Familie“ für alle englisch Sprechenden und uns zwei Deutsche mit „Schatzilein“ zusammen. 

Dann fährt er mit uns nach Anakapri

Der Name Anacapri leitet sich aus dem Griechischen ab und beschreibt die geografische Lage des Ortes im Vergleich zum Hauptort Capri. 

Das Präfix „Ana-“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „oben“ oder „auf“. 

Anacapri liegt auf einer Hochebene im westlichen, höher gelegenen Teil der Insel (ca. 275 m über dem Meeresspiegel), während der Hauptort Capri niedriger liegt. 

Früher war Anacapri nur über die sogenannte „phönizische Treppe“  mit über 777 Stufen vom Hafen Marina Grande aus erreichbar.

Oben angekommen, ging man dann durch ein kleines Tor. 

Die Straße nach Anacapri wurde erst 

 im späten 19. Jahrhundert gebaut, um 1877 um die bis dahin einzige Verbindung über die Scala Fenicia (phönizische Treppe) abzulösen.

Während Capri (der östliche Teil) als mondäner und schicker gilt, ist Anacapri der ruhigere, ländlichere Teil der Insel.

Hier gönnen wir uns vom Ende der phönizischen Treppe einen Traumblick auf das Meer bis nach Sorrent und genießen dann in einem Gartenlokal Aperol Spritz und Bruschetta. 

An einer Mauer finden wir ein offizielles Schild, dass es Katzen erlaubt, in Anacapri unbehelligt zu leben. 

Unser Giovanni bringt uns dann wieder zum Schiff und singt noch einige italienische Lieder für alle. 

Die Rückfahrt ist in 20 Minuten erledigt, so nahe liegt Capri am Festland. 

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