11. Mai 2026 Mit einem Boot an der Amalfiküste entlang
Wir haben einen Bootsausflug an der Amalfiküste entlang mit Stop in Positano und Amalfi gebucht.
Schlimm ist, dass wir 5.30 Uhr aufstehen mussten, denn 7.20 Uhr sollen wir schon an der Rezeption stehen. Von dort holt uns der Shuttlebus ab, der uns an den Hafen bringt. Der Weg vom UFO zur Rezeption dauert 15 Minuten. Wir gehen rechtzeitig los und sind 7 Uhr am Stellplatz. Bloß gut, der Bus ist schon 7.10 Uhr da.

Am Hafen angekommen, erwartete uns ein kleines Schiffchen. Kein Problem im Hafen. Als wir den Golf erreichen, wird es bewegt. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt.

Besonders im Hafen von Positano ist der Ausstieg eine heftige Übung. Wir verlassen alle unversehrt das Schiff und begeben uns auf einen kleinen Stadtbummel mit Staunen über die an die Hänge gebauten Häuser. Die engen Gassen sind voller Souvenirläden. Alles dreht sich um Zitronen.

Besonders auffallend sind die vielen Geschäfte mit Kleidern, Blusen, Hemden und Mützen mit Zitronendekor. Das scheint diese Saison der Hit zu sein. Es bleibt kaum ein Eindruck von der Stadt.
Der Wiedereinstieg ins Boot ist nicht minder schauklig.
Das Meer ist noch immer bewegt, der Himmel sehr diesig und wolkig.
An den Hängen kleben Luxushotels, in denen eine Nacht weit über 1000 € und bis 5000 € kosten kann.
In Amalfi ist der Ausstieg aus dem Boot wieder sehr trickig. Die kleine Brücke, über die wir das Boot verlassen, rutscht hin und her. Wir sind froh, dass sich niemand verletzt hat.
In Amalfi erwartet uns das gleiche Bild. Unendlich viele Souvenirläden und Unmengen Touristen und wir mittendrin. Da ist die prunkvolle St. Andreas Kathedrale eine wohltuende Oase. Im Kreuzgang befindet sich der alte Friedhof der Adligen von Amalfi, der 1266 bis 1268 errichtet wurde. In der Basilika ist seit 1996 ein Museum eingerichtet mit bedeutenden Heiligtümern des Domschatzes. In den Altarnieschen gibt es Reste wunderbarer Fresken aus dem 15.Jh.
Die Krypta ist reich verziert. Hier liegen bedeutende Reliquien, die Gebeine des Heiligen Andreas, der ein Jünger Jesus war. Die Reliquien erreichten Amalfi am 8. Mai 1208. Amalfi war in den Jahrhunderten davor schon eine der vier mächtigsten Seerepubliken, die im Mittelalter bedeutende Beziehungen zu vielen Ländern pflegte. So brachte ein bedeutender Adelsmann die riesige Bronzetür für die Kathedrale als Geschenk mit die 1057 in Konstantinopel gefertigt wurde mit feinen Silberfiguren. Ich stehe nun vor dieser Tür, oben auf der imposanten, breiten Treppe mit Blick auf die steilen Berge und das Menschengewimmel unten in der Stadt. Und dann sehe ich auf der Treppe ein Brautpaar und bin wieder in der Gegenwart.
Aber noch ein bisschen Geschichte: Sophia Loren ist eng mit dem Glamour der Amalfiküste und Kampaniens verbunden, besonders durch den Film „Es begann in Neapel“ (1960) mit Clark Gable, der das Flair der Region widerspiegelte.
Zurück zum Schiff und das Meer ist noch immer wild. Zwei andere Schiffe kommen uns beim Anlegen verdächtig nahe. Aber dank unseres erfahrenen Kapitäns geht alles gut.
Auf dem Rückweg kommen wir wieder an den Li Galli Inseln vorbei. Sie sind ein privates Archipel in der Nähe von Positano. Bekannt sind sie durch Mythen von Sirenen.
ScreenshotNach 12 Stunden sind wir reichlich durchgerüttelt wieder am Camp.
Morgen lassen wir uns nach Capri schippern.

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