13.-16. Mai 2026 Von Sorrent bis in das Stiefelgewölbe von Italien
Wie die Wetterfrösche es versprochen haben, gibt es heute wechselndes Wetter mit Regen, Gewittern und Sonne.
Wir verlassen pünktlich um 12 Uhr das Camp „Fortuna“ und stürzen uns in den brodelnden Verkehr von Sorrent.

Bis zu dem Entlastungstunnel haben uns gefühlt 500 Mopeds links und rechts überholt. Im Tunnel wird es ruhiger. Hier überholt niemand mehr. Endlich auf der Autobahn nach Salerno, sind wir erst 30 km gefahren, aber 90 Minuten unterwegs.


Jetzt geht es zügig nach Süden bei ständig wechselndem dramatischem Wolkenspiel. Ab und an gab es kurze Schauer, dann lugte die Sonne wieder hervor, ein gewaltiges Wechselspiel.

Im südlichen Appennin stiegen wir dann im Nebel bis in 1000 m Höhe.


Die Wolken um uns wurden schwarz und gewittrig.

Vor uns öffnete sich das Tal zum Meer Dort gab es noch ein paar vereinzelte Sonnenstrahlen.
Hier bei Castrovillari teilt sich der Appennin in einen östlichen Ausläufer das Polinogebirge, das sich bis Matera zieht. Darüber türmen sich gerade dicke, schwarze Wolken.
Am westlichen Ausläufer, dem Silagebirge, regnete es schon heftig.


Als wir auf unserem Camp „Caravan Park di Franco Pacino“ in Salicetti ankamen, gab es nur eine kurze freundliche Begrüssung und Einweisung, dann öffnete das Gewitter die Schleusen und wir blieben im Auto sitzen. In einer kurzen Regenpause schlossen wir den Strom an und öffneten unser UFO. Das ist nun Sommer in Süditalien. Wir sind gespannt, wie das weitergeht?
Wir sind jetzt im Fussgewölbe des italienischen „Stiefels“, das zur Fußspitze hin, in die Stiefelspitze (Kalabrien) und den Absatz (Apulien) mündet.
Am Donnerstag bleiben wir in unserem Bau. Es stürmt immer noch wie verrückt und würde uns von unseren Rollern werfen.
So können wir uns theoretisch mit unserer Umgebung beschäftigen.

Die beiden Gebirgsketten in der Ferne, über denen wir immer noch gewaltige Wolkenschauspiele beobachten können.

Wir lesen, dass der Nationalpark Pollino eine wertvolle Fundgrube für Artenvielfalt sowie landschaftliche und architektonische Schönheit ist. Der 1993 gegründete Park umfasst die Gebiete der Massive des Pollino und des Orsomarso an der Grenze zwischen der Basilikata und Kalabrien und ist das größte Schutzgebiet in Italien.

Der Nationalpark Sila liegt im Herzen Kalabriens in Süditalien. Die als „grüne Lunge Kalabriens“ bekannte Region erstreckt sich über etwa 150.000 Hektar. Die unberührte Hochebenen sind ein Paradies für Naturliebhaber und bieten dichte Wälder, malerische Bergseen und eine artenreiche Tierwelt.
In jüngeren Jahren wären wir hier sicher wandern gegangen. Heute begnügen wir uns mit kleinen Rollerfahrten, denn am Freitag hat der Sturm endlich Ruhetag.
Die Gegend um Salicetti ist wenig einladend. Der Weg zum Strand ist mit riesigen Pfützen versperrt, also fahren wir durch das Industriegebiet zu einem riesigen Einkaufscenter, das Centro Commerciale l Portali.


Es ist riesig und fast ohne Kunden.

An der Annahme der Schnellreinigung sehen wir ein Bild, wie schwer die Frauen früher arbeiten mussten, um Wäsche zu waschen.
Wir fragen uns, wie hält sich so ein riesiger Einkaufskomplex bei so wenigen Kunden?
Wir genießen ein Eis, kaufen einige Lebensmittel ein und fahren zurück.
Heute können wir draußen sitzen und essen.
Am Sonnabend kommen der angekündigte Regen, Sturm und Gewitter. Um Mittag klart es auf, wir packen zusammen und verlassen den angenehmen Platz mit seinem netten Betreiber Franco!
Der Sturm bleibt und beutelt die Bäume.


Mich weht es am Strand bei einem Stopp fast ins Wasser, denn es ist ablandiger Wind, der aus den Bergen kommt.

Wir fahren an der „Fusssohle“ entlang bis Marina di Calopezzati wo wir den Platz Campeggio-Villaggio Riva del Mare finden und von Bruno, dem Chef, ganz reizend begrüßt werden.



Er weist uns einen perfekten Platz zu, erklärt uns alles und zieht sich diskret zurück.
Der Sturm verhindert, dass wir das Dach hochklappen und auch Wäsche waschen halten wir für keine gute Idee. Also gehen wir ein Eis essen und einen Kaffee trinken bei einem eben so netten Kellner wie Bruno.




Dann genießen wir aus unserer Hütte den Blick auf das tiefblaue Meer während der Sturm noch immer um uns tobt.

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