22. Mai 2016 Der Sonntagsmarkt in Chiva
Nach dem Sandsturm gestern Abend kam nachts der Regen. Eine willkommene Abkühlung. Am Morgen begrüßte uns schon wieder die strahlende Sonne. Heute gab es kein geplantes Programm, deshalb beschlossen wir, uns gemeinsam in den Sonntagsmarkttrubel zu stützen. Schon am Eingang hatten wir uns in dem Menschentrubel verloren. Heute waren noch viel mehr Händler und Käufer unterwegs. Auf dem Parkplatz standen Hunderte/Tausende Minikleinbusse die die zufriedenen Käufer wieder nach Hause bringen wollen und später sicher auch die meisten zufriedenen Händler mit ihren Resten. In Europa haben wir diese Kleinstbusse für 7 Passagiere noch nie gesehen. Hier sichern Sie ganz vielen Menschen die Existenz und sie sind für die Menschen ein schnelles und preiswertes Nahverkehrsmittel,weil sie in alle Winkel der Stadt fahren, wo der O-Bus nicht hinkommt.
Aber wieder zum Markt: Heute waren auch die Schuster und Kleintierhändler da. Wer kaputte Schuhe hatte, konnte sie vor Ort reparieren lassen.
Wer Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen brauchte, hier war alles zu haben.
Wir probierten alles, kauften lecker Kirschen und Aprikosen und Gemüse und trafen uns danach wieder in einer Garküche. Und für den Wirt waren wir die willkommene Attraktion. In einem Kleiderladen schloss ich gleich mit der Chefin Freundschaft und wir tauschten die Adressen. Alle freuen sich über meine Mini-Russischkenntnisse.
Mit einem echt usbekischen Baumwollkleid verließen wir das Geschäft.
Und hier hatten wir trotz der vielen Menschen und keiner Polizeipräsenz nicht einen Augenblick Angst um uns oder unser Hab und Gut.
Zurück vom Markt bezogen wir unsere hübschen, traditionellen eingerichteten Zimmer. Jetzt war der Innenhof unserer. Die Berliner, die wir hier kennengelernt haben, reisen heute nach Taschkent zurück. Dort sollen wir sie besuchen. Also an neuen Kontakten fehlt es uns nirgendwo.
Heute Abend kochen unsere jungen Hotelbetreiber für uns nachdem sie vorher mit uns einkaufen waren.
Sie sind ein reizendes junges Team, die glücklich über die deutsche Tourismusentwicklungshilfe sind.
Es riecht lecker, bald beginnt das Prastnik und ganz ohne Wodka.
Hier haben wir noch keinen Betrunkenen gesehen.
Heut war es etwas angenehmer, 30 Grad.

















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