21.Mai 2016 Chiva – die Stadt der Wissenschaften
Chiva war im Mittelalter eine der wichtigsten Städte an der Seidenstraße und deshalb lebten hier bedeutende Wissenschaftler, so auch Al Choresmie , der die Null in das arabische und europäische Rechensystem einführte. Der Begriff „Algorithmus “ ist aus der lateinischen Form seines Namens gebildet. Heute ist die Altstadt mit ihren über 50 Baudenkmälern UNESCO-Weltkulturerbe.
Unser deutsch sprechender Stadtführer holte uns pünktlich um 9 Uhr an unseren Fahrzeugen ab und erklärte uns 6 Stunden lang die bedeutendsten Bauwerke der Stadt – Medresen (Koranschulen), Moscheen, Paläste, den Harem, das Gefängnis, die Minarette.
Ich klettere noch auf ein 40 Meter hohes Minarett über halsbrecherische Stufen nur um die Stadt von oben zu sehen.
Alles war heute überwältigend, aber es bleibt nur einiges im Gedächtnis.
Hier in Chiva werden als Gebäudeschmuck überwiegend blaue Kachel verwendet und kunstvoll zusammen gesetzt. Die Stützsäulen sind aus Ebenholz und mit kunstvollen Schnitzereien verziert. Zwischen Säulenfuss und Säule wird eine Schicht aus Baumwolle und Kamelhaar eingebracht als Schutz gegen Holzwürmer, Nässe und Erdbeben.
Die alten Handwerke werden immer noch gepflegt, so die Holzschnitzerei, die Seidenweberei, die Kachelherstellung.
Wir sind sehr beeindruckt.
Unser Stadtführer erzählt uns viel über die Seidenraupenzucht und das Futter für die Raupen, die Blätter der Maulbeerbäume. Und die haben Früchte, die ganz lecker schmecken. Günter hatte sie uns in Kosika auf dem Campingplatz gepflückt.
Am Nachmittag sind wir um vieles klüger, aber auch mehr als geschafft, denn inzwischen sind 35 Grad.
Wir sind froh, wieder an unseren Autos zu sein und fallen im Hotelhof auf die Kissen – bitte Tee, Kaffee, Wasser 😜😜😜
Als wir noch mal zum Abendessen aufbrechen wollen kommt ein Sandsturm aus der Karakumwüste. So bleiben wir hier, es reicht für heute.














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