Dietmar und Geli Unterwegs

20. Mai 2016 Chiwa – ein bunter Mix aus Moderne und Tradition

Als ich heute morgen aus dem UFO stieg, war mir, als sei ich in Libyen. Erst als ich die UZ-Nummernschilder sah, wurde ich wieder nach Zentralasien gebeemt. Ein kleiner Pillendreher-Käfer begrüßt uns noch und wird von mir an den sicheren Wegesrand gebracht. Auch der rote Kater will noch seine Streicheleinheiten. Dann kann es bei bereits 25 Grad und wolkenlosem Himmel losgehen.

Wir verlassen die Burgruine und damit das Gebiet der Karakalpaken, der „Schwarzmützen“ und machen uns auf Richtung Xiva, der Region Choresmien, wie sie seit der Antike genannt wird.

Die Amu Darja-Ebene ist dicht besiedelten und Landwirtschaft ist der Haupterwerbszweig.

Die Feldarbeit wird noch überwiegend in Handarbeit von den Frauen mit sehr einfachen Werkzeugen erledigt. Und vor den Wohnhäusern in den Städten wird jede freie Fläche zum Gemüseanbau genutzt. Vor einer Tankstelle machte das sogar der Tankwart. Die Arbeitsgeräte waren auf dem Basar zu erwerben. Wir kennen solche Geräte nur aus dem Museum.

13 Uhr sind wir in Chiva, in dem Hotel, in dem wir in 2 Tagen schlafen werden, dessen Service wir aber schon heute nutzen können.

Da wir hungrig sind steuern wir den Basar an und tauchen ein in die tausend Düfte und bunten Bilder. Gleich in der ersten Garküche bestellen wir Suppe, Kebab, Tee und Kaffee. Alles schmeckt wunderbar nur der Kaffee ist selbst für mich ungenießbar. Dann machen wir einen Schwatz mit der Köchin und Fotos. An einem Stand werden Aprikosen gekauft, so lecker wie die türkischen, mit europäischen nicht zu vergleichen. Die sind geschmacklos. An einem Kuchenstand konnten wir nicht widerstehen und ließen uns einige Leckereien einpacken. Hier kamen wir mit einer Frau ins Gespräch, die in der Schule deutsch gelernt hat und noch einiges wusste so wie russisch. Sie gab uns ihre Adresse und will unbedingt das Foto,welches wir mit ihr gemacht haben. Den kleinen Printer hatten wir nicht in der Tasche. Der muss zukünftig auch immer dabei sein.

Auch Jugendliche sprechen uns oft an, wollen wissen woher wir kommen und erzählen uns stolz welche Sprachen Sie lernen. Heute erzählte uns eine junge Frau, dass sie im Business schon in Korea gearbeitet habe.

Usbekistan scheint viel für die Bildung zu tun. Die Kinder gehen in Ganztagsschule bis zum späten Nachmittag. Die Analphabetenrate ist niedriger als in Deutschland.

Die Kinder haben regional unterschiedliche, reizende Schuluniformen an. Wir freuen uns jeden Tag wenn wir durch die Orte fahren und die Kinder aus der Schule kommen sehen.

Der Tag war heute sehr heiß, 34 Grad und die Nacht wird nicht viel kühler werden. Also bleiben wir noch eine Weile im kühlen Hotelhof sitzen hier und freuen uns auf morgen.


4 Kommentare

  1. Meine liebe „Chefin“ ich lese nun regelmäßig eure Reiseberichte. Ich freue mich, dass alles so gut läuft und es Dir gut geht. Ich wünsche Dir viele unvergessliche Erlebnisse und eine schöne Zeit ! Fühl dich gedrück, deine Manu !

  2. Eure Reise Beschreibungen über das einfache Leben begeistert
    uns sehr,aber vor allen Dingen Günter. Er wünscht sich weiterhin
    solche realistische Berichte.Für euch weiterhin viele neue Erlebnisse,
    wir wünschen weiterhin viel Erfolg.GLG Gü&Ga

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