Dietmar und Geli Unterwegs

25. Mai 2016 Der weite Weg nach Buchara

Nun schreibe ich diesen Text zum 3. Male weil nicht nur der Weg nach Buchara weit war, sonder auch die Wege der Technik manchmal unergründlich sind. Gester morgen begannen wir unsere 400 km lange Fahrt euch die Kisilkumwüste ziemlich unausgeschlafen, weil Jugendliche die ganze Nacht vor unseren Autos gefeiert haben. Trotzdem starten wir 8 Uhr denn keiner weiß, welche Überraschungen die Strecke bringen wird und Golam, unser Begleiter will am gleichen Tag zurück.

Noch mitten in Chiva kommt uns ein völlig duchgeknallter Reiter auf der Autostrasse im Galopp entgegen.

An den Ausfallstrasse saßen über Frauen und Männer, die auf ein Sammeltaxi warten. Von den Feldern winkten die Arbeiterinnen. Das Leben hier ist nicht von unserer europäischen Hektik geprägt.

Bis zu Fernverkehrsstrasse Buchara – Nukus waren die Wege wieder holprig. Dann begann eine neue Betonpiste durch die Wüste. Die Kisilkumwüste reicht hier von Amu Darja bis weit in den Norden von Kasachstan. Sie ist wie die Karakumwüste keine reine Sandwüste sondern mit Hartgrasgewächsen überzogen. Da es aber keine Süßwasserreserven gibt, ist sie nicht bewohnbar und für die Landwirtschaft nicht nutzbar.

Zwischendurch öffnet sich für uns noch einmal der Blick auf den Amu Darja breit und flach und rundherum geht grün. Esther wird jetzt lange unseren Weg nicht begleiten, erst in Tadschikistan im Pamir werden wir wieder auf ihn stoßen.

Immer wieder während der Fahrt kommen wir an Baustellen vorbei mit riesigen Maschinen. Hier wird Straßenbau im großen Stil betrieben. Aber in der Mittagshitze bei inzwischen 39 Grad können auch die Hitze gewohnten Männer nicht weiter arbeiten. Sie liegen unter ihren Autos und warten auf die kühlere Tageszeit.

Etwas 50 km vor Buchara beginnt wieder Landwirtschaft. Die Bäche aus den weit entfernten Bergen bringen das lebensnotwendig Wasser. Hier ist die Vegetation weiter als im Norden Usbekistans. Die Aprikosen sind reif und sicher vieles andere.

Endlich nach 9 Stunden sind wir in Buchara. Wir verabschieden Golam, ab morgen begleitet uns ein anderer Führer


Ein Kommentar

  1. Ihr unerschrockenen Weltenbummler,
    endlich möchte auch ich mich mal melden, und Euch weiterhin anhaltende große Neugier, starkes Durchhaltevermögen und stabilen Humor wünschen.
    Deine Berichte, liebe Geli, erinnern mich an gelesene Bücher (z.B. Assad und die brennenden Steine) und bringen allerhand Wissensbruchstücke in Zusammenhänge. Danke herzlichst!! Und ich reise mit dem Finger auf meiner großen alten Sowjetunionkarte beeindruckt mit.
    Für mich ist es unvorstellbar, so viele Stunden auf dem Autositz zuzubringen und mit dem Fahrrad wären diese Weiten total entmutigend.
    Fragen habe ich auch. Du schreibst viel über Gemüse und Obst, und die Basare belegen auch das Vorhandensein, aber wo wächst das? So üppig sieht die Gegend ja nun wirklich nicht aus.
    Wie haltet Ihr Euch fit? Die Wirbelsäule muss doch schon Protest schreien, bei der vielen Autositzerei und den Pisten? Erstaunt bin ich, dass Dein Rest-Schulrussisch scheinbar gut ankommt. Wie erlebt Ihr die Stimmung gegenüber den Russen?
    Die altmodischen Gartengeräte übrigens wären in meinem schweren Luchgarten übrigens auch gut zu gebrauchen und stehen in Deutschland bei den Kleingärtnern teilweise jedenfalls hoch im Kurs und nicht im Museum.
    Das Wunderbarste für mich ist aber die Bestätigung, dass die Menschen so erfreulich beeindrucken und jenseits aller politischen Querelen einander offen und neugierig begegnen können. Das war also nicht nur im eingezäunten „Ostblock“ so, sondern ist Realität auch übern Gartenzaun. Wir selbst haben das ja auch auf unseren kleinen Expeditionen erlebt. Schön, das macht doch Mut für die Perspektive der Menschheit!
    Gute Reise weiterhin und pflegt nicht nur die Autos, sondern auch Euern Körper!
    Herzlichst Bettina und Harald

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