Dietmar und Geli Unterwegs

17. September 2016 Weißrussland im Schnelldurchlauf 

Der Rastplatz an der Tankstelle im Scheinwerferlicht war kameraüberwacht, also sicher und ruhig. Bevor wir los fahren pumpen wir die Reifen voll auf. Das Strässlein von der Grenze zur M 10 lässt im Hinterland nie so einen wichtigen Grenzpunkt vermuten. Es gibt auch keine wirklich erkennbaren Hinweise. Und die Karten stimmen mit der tatsächlichen Straßenführung auch nicht mehr ganz überein. Jedenfalls verfranzen wir uns und geraten auf die M 8 Richtung Ukraine.

Das hat den Nutzen, wir kommen an einem Reifendienst vorbei, der kann das Hinterrad wechseln und den Vorderreifen flicken. Als D. bezahlen will, meint der Monteur, dass Geld sei nicht mehr gültig. Am 1.7.2016 hat man vier Nullen gestrichen und neues Geld eingeführt. Also nichts mehr mit Millionär für 50€. Doch in einer Übergangszeit sind noch alle Scheine verwendbar.

Mit unseren aufgemöbelten Reifen kommen wir über die Wellblechstrasse im Höchsttempo.

In den kleinen Dörfern in Weißrussland abseits der großen Straßen ist alles noch ein bisschen verspielter gestaltet als in Russland, die Gartenzäune, die Fensterläden, die Buswartehäuschen, Papierkörbe, die Brunnenhäuschen,große Steine am Straßenrand, Hinweistafeln, Strohballentiere und Storchennestmasten unten mit kleinen bunten Zäunen darum. Doch in den Dörfer und Städten wird überall gebaut. Das Land ist im Aufbruch, überall entstehen Eigenheimsiedlungen und Neubaugebiete. Das ist selbst im Schnelldurchlauf nicht zu übersehen. In einer modernen Tankstelle essen wir und geben das ganze alte Geld aus.

In Kubrin haben wir noch Kontakt mit bewaffneter Polizei, die hinter uns her fuhr, uns dann überholte und uns stoppt. Der junge Mann machte den Eindruck als hielt er uns wirklich für ein UFO. Er wirkte echt erstaunt, als wir uns als ganz normale Menschen entpuppten. Nach der Kontrolle der Pässe verabschiedeten sie sich.

20 Uhr sind wir an der Grenze, verstehen das System der Registrierung des Autos nicht ganz und werden zurück geschickt, aber alle helfen uns. Nach zwei Stunden sind alle Kontrollen und Besichtigungen überstanden und wir stehen in Polen.

Wir fahren nur noch wenige km, stellen uns auf einem supersauberen Rastplatz neben piekfeine LKW und sehen mit unserem verdreckten UFO richtig peinlich aus. Das nagelneue Fernfahrercafe macht jedem Citycafe Konkurrenz, wir kommen aus dem Staunen nicht raus. Wenn morgen alles gut läuft, sind wir abends schon bei Oma und die Eile war nicht umsonst.

Unsere „Vier Standhaften“ teilten uns noch folgendes mit:
„Hi, wieder mal ein Lebenszeichen von uns. Sind in Tjumen, die Stadt des Oles und Gases. Es ist eine gigantische Stadt historisch und super modern. Es ist alles da, selbst METRO und riesige Einkaufstempel. Weiter nach Ekaterinburg dann über den Ural und nur noch ca. 5000 Km nach Hause. Denken in der ersten Oktoberwoche wieder in Arnstadt zu sein.

LG Kerstin & Bernd E&F“


2 Kommentare

  1. Hallo Ihr schnellen Heimkehrer,
    dass Ihr die letzten 1000, de km so zügig geschafft habt!!!
    Ich war paar Tage in Hannover u. hatte Nachholebedarf im lesen,
    Freue mich für Euch , dass Ihr dann wieder glücklich bei der Oma sein könnt!!!
    Und natürlich sind wir gespannt auf unseren ersten Treff, wenn wir uns auch wieder, liebe Angelika, in die Arme schließen können,
    Alles Gute für Eure letzten Kilometer,
    liebe Grüße und bis bald
    Ilse

  2. Hallo,
    vielen Dank für eure täglichen Berichte und Bilder. Es war interessant und gut geschrieben.
    Für Hoyerswerda wünsche ich euch eine glückliche Ankunft.
    Bleibt gesund. Für ein Treffen in der „Rinnmühle“ gebe ich noch den Termin bekannt.
    LG Horst

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