Dietmar und Geli Unterwegs

01.01.2017 Moskau, wir begrüßen das neue Jahr

Mit einer Piccolosektflasche in der Manteltasche zogen wir Richtung „Rotem Platz“. Schon an der ersten Straßensperre wurden wir freundlich lächelnd zurück geschickt und wir beschlossen im Puschkinpark schon vor 24 Uhr das alte Jahr zu verabschieden .Nachdem wir sektflaschenfrei waren, durften wir die Sperre passieren und auf der jetzt autofreien Tverskaja ulica Richtung „Rotem Platz“ laufen.

Lichter über Lichter säumten die Straße. Eine sehr angenehme, friedliche Stimmung für den Jahreswechsel trotz der vielen Menschen, da es weder Knaller noch Raketen im Zentrum gab. Wir genossen diese Atmosphäre und begrüßte gemeinsam mit Wunderkerzen 2017.

Im Hotel liessen wir das neue Jahr noch hoch leben.
Am Nachmittag fuhren wir nach Sergejev Posad, zu dem wichtigsten und bedeutendsten Kloster Russlands. Es gehört zum Goldenen Ring Moskaus.

Das Kloster, auf einem Hügel gelegen, ist ein Kleinod altrussischer Baukunst und selbst bei diesem nasskalten, nebligen Wetter bezaubernd und für viele Gläubige ein Ort zum Beten, wo sie geduldig im Regen warten bis sie zu dem Heiligtum kommen.

Der russisch orthodoxe Glauben ist tief im russischen Volk verankert und wird auch von vielen jungen Menschen gelebt.

Das Kloster beherbergt ein Pristerseminar mit 500 Seminaristen, das wachsenden Zulauf hat, da viele Gemeinden heute wieder ihren eigenen Geistlichen haben wollen.
Da es Russland zunehmend besser geht, können Traditionen aus allen Epochen wieder aufleben. Russen lieben ihre Geschichte. Das spüren wir von Sibirien bis Moskau. So wie Kirchen, Klöster, Häuser, Straßen wirklich von Grund auf saniert oder modernisiert werden, so ist auch die Allunionsausstellung wieder zum Leben erweckt worden, jetzt als Allrussisches Ausstellungszentrum. Auch die riesige Skulptur „Arbeiter und Kolchosbäuerin“mit der jeder Mosfilm begann, ist wieder aus der Versenkung geholt worden. Sie repräsentiert wie keine andere den Kunststil der Sowjetunion.

Ein weiterer Besuch Moskaus und seiner Umgebung im Sommer würde sich lohnen.

Die Touristenzahl aus aller Welt in Russland steigt wohl zur Zeit rasant. Wir können das verstehen und werden wohl bald dazu gehören.

Am 2.1. wird unsere jetzige Reise zu Ende gehen, danach soll es hier in Moskau bis minus 25 Grad kalt werden.

  1. Auch von mir die besten Wünsche für ein gutes und gesundes Neues Jahr. Möge es für Euch noch weitere schöne Reisen bereithalten.

    Angeregt durch einen Hinweis von G habe ich nun das Buch „Der stille Don“ zu Weihnachten geschenkt bekommen. In der hiesigen Bibliothek steht es zwar im Bestandsverzeichnis, konnte aber nicht gefunden werden. Der Chef erklärte mir, das habe noch nie jemand verlangt und sah mich dabei am. als wäre ich nicht richtig bei Troste. Nun ja, die waren eben nicht in der DSF! (Lächel) Dafür hat er mir „Ernte am Don“ gegeben. Auch von Scholochow. Hat auch noch nie jemand verlangt, konnte aber gefunden werden.

    Ich muss sagen, das war ein guter Hinweis, obwohl ich mich beim Lesen erinnere, dass ich den Stillen Don schon einmal gelesen und auch den Film gesehen habe. Aber das war eine Zeit, in der das alles nach Kampagne „geschmeckt“ hat, da hat man das nicht so an sich heran gelassen.
    Aber Eure Reise hat mich sensibilisiert für das Thema Russland. Nun lese ich das mit Begeisterung!
    Vielleicht sollte Frau Merkel mal reingucken, damit sie die richtige Orientierung bekommt und erkennen kann wohin wir uns wenden sollten, zur patriotischen Bescheidenheit oder zur monetären Gier.
    Nun haben wir auch noch die zweiteilige Reportage „Väterchen Don“ von Fritz Pleitgen auf YouTube gesehen. Auch sehr interessant.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Aufenthalt in Moskau.

  2. Danke, danke, danke für die wunderbaren Bilder aus Moskau. Ich bin fasziniert von den weihnachtlichen Impressionen dieser Stadt und seiner Menschen. Etwas von deren Stolz würde auch uns gut tun!
    Alles Gute für das neue Jahr wünscht Ihnen
    Heidi K.

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