Dietmar und Geli Unterwegs
Offroad-Reise mit dem Pickup Truck auf dem Sibirischen Trakt in den Fernen Osten Russlands

24. Mai 2018 Im Westsibirischen Tiefland

Die Zeitverschiebung scheint uns doch zu beeinflussen – wir schlafen immer länger, trotz lautem LKW- und Zugverkehr. Dann brauchen wir unsere obligatorischen 2 Stunden bis wir startklar sind.

Nach einer Stunde fahren wir mit unserem Pick-up an Tscheljabinsk vorbei, der bekannten Millionenstadt am Ostrand des Ural. Hier wurde im 2. Weltkrieg der legendäre Panzer T34 gebaut. Deshalb wird sie auch als Panzerstadt bezeichnet.

Jetzt beginnt das riesige Westsibirische Tiefland, dass sich von hier bis ans Nordmeer und nach Osten bis an die Angara erstreckt. Dimensionen, die für uns unvorstellbar sind. Wir werden noch Tage bis an die Angara unterwegs sein. Es ist schon mittags angenehm warm, gegen 14.30 Uhr zeigt uns das Thermometer dann 30 Grad an. Bald werden die Mücken in diesen Seen und Sümpfen, die uns jetzt umgeben, zu Millionen schlüpfen.

Da wir inzwischen nördlicher als zu Hause sind, ist noch etwas Zeit, hier beginnen die Birken erst Blätter zu treiben. Rund um uns entwickeln sich Gewitter und wir bekommen eine Wetterwarnung für Kurgan. An der Stadt mit 327.000 Einwohnern fahren wir gerade vorbei. Doch wir sind schneller als die Unwetter. Die Gewitter bleiben auf der Strecke, zaubern aber herrliche

Wolkenbilder an den Himmel, die sich dann in der Abendsonne leuchtend färben. Die Temperatur ist auf 17 Grad gesunken. Wir sind nun nördlicher und erleben eine lange Dämmerzeit.

Um 21.30 Uhr sind wir nach 640 km an einer kleinen Raststätte, an der wir schon vor zwei Jahren geschlafen haben.

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