Dietmar und Geli Unterwegs
Reisetagebuch unserer Offroad-Reise mit dem Pickup Truck durch Lettland, Littauen und Polen

18. August 2018 Die erste Erkundungstour durch Lettland

Nachdem Bettina bei einem Bad die Wasserqualität des See geprüft hat, machen wir uns auf den Weg zum Gauja Nationalpark, dem größten Lettland. Abseits der Hauptstraße, in dem kleinen Städtchen Barkava, suchen wir ein Lebensmittelgeschäft und finden dabei eine eigenwillig schöne Kirche und besonders arrangierte Blumenbeete.

Die Umgebung ist flach und überall stehen übervolle Apfelbäume. Die Natur ist im Reifemodus. Je zentraler wir nach Lettland kommen, um so größer werden die Supermärkte. In Madona finden wir gleich drei nebeneinander. Das ist in Russland sehr selten gewesen. Deshalb schauen wir auch hier noch einmal, ob wir für Bettinas Töpfe etwas Leckeres finden.

Abseits von Madona führt ein Sandweg zu einer alten Wassermühle, die heute überwiegend für Hochzeiten genutzt wird.

Wir sind sofort verliebt in die Anlage. Die Chefin bedauert, dass sie uns keinen Kaffee und Kuchen anbieten kann, da sie alles für eine Hochzeitsgesellschaft vorbereiten. Wir dürfen ein wenig zuschauen und uns dann unseren eigenen Kaffee kochen um ihn dann unter den vollen Apfelbäumen zu trinken.

Hier wäre schon ein idyllisches Nachtquartier. Doch wir wollen weiter zum Nationalpark.

Die Dörfer hier sind völlig anders als in Russland, die Häuser stehen nicht so dicht und die Grundstücke sind nicht durch hohe Bretterzäune voneinander getrennt. Es ist alles lichter und offener. Hier gibt es auch viele Einzelgehöfte inmitten der sanften Landschaft, die ohne jede Einzäunung auf der Wiese stehen.

Bevor wir auf die Livländischen Höhen fahren, begegnen wir schon einmal der Gauja, Lettlands zweitlängsten Fluss, als ganz junges Flüsschen.

Die Gauja legt mit etwa 452 Kilometern von allen Flüssen die längste Strecke auf lettischem Territorium zurück und wird in vielen Liedern besungen.

Nahe dem Ursprung fließt die Gauja durch mehrere Seen. Der Fluss fließt in einem großen Bogen um die Livländischen Höhen, bildet für einige Kilometer die Grenze zwischen Lettland und Estland und wendet sich dann in südwestliche Richtung.

In einem sandigen Flussbett fließt der Fluss durch den Gauja-Nationalpark und mündet bei Carnicava in den Rigaischen Meerbusen.

Touristische Anziehungspunkte sind die Felsformationen an den Ufern und die vielen Höhlen. Auch Bootsfahrten sind beliebt.

Der Name Gauja soll Birkenfluss bedeuten., was Sinn macht, denn an ihren Ufern stehen viele Birken.

Wenig später erreichen wir den

Nationalpark Gauja, der Lettlands

ältester und mit etwa 920 km² zugleich größte Nationalpark ist. Er wurde 1973 gegründet.

Unser Campingplatz, den wir ansteuern liegt nahe der Stadt Cêsis (Wenden)

Die historische deutsche Bezeichnung des Gebietes ist „Livländische Schweiz“ – sie leitet sich ab von den rotgelb leuchtenden Sandsteinfelsen.

Laut einer Erhebung der Parkverwaltung gibt es rund 900 Pflanzenarten sowie 149 Vogel-, 40 Fisch- und 48 Säugetierarten zu entdecken, die das Gebiet ständig oder als Rastplatz nutzen. Etwa 47 % des Nationalparks sind mit Wald bedeckt. Der Nationalpark dient somit dem Landschafts- und Artenschutz im gesamteuropäischen Raum.

Der Nationalpark ist in fünf Zonen unterteilt, die unterschiedliche touristische Ziele, Erlebnis- und Bildungsangebote bieten. Neben den beiden Städten Sigulda und Cēsis mit ihren Burgen, Schlössern, Parks und Sportanlagen besteht die Möglichkeit, in einem Freilichtmuseum in Āraiši den Nachbau einer mittelalterlichen hölzernen Wasserburg und dem dazugehörigen Dorf zu besichtigen.

So wie wir ankommen sehen wir gleich die Wochenendtouristen mit wackligen Hausboot auf der Gauja schippern.

Als erstes wird der Fluß von den Männern mit Bier begrüßt und Bettina dankt den Fahrern mit einem Wiesensträusschen.

Dann testen die Beiden gleich die

Flusstiefe und Wasserqualität beim Baden im Fluß und sind sehr angetan.

Da stehe ich nur bewundernd am Ufer.

Die Temperatur ist mild genug um trotz der Luftfeuchtigkeit lange am Abend draußen zu sitzen.

Unsere bisheriger Streckenverlauf !

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