31. März 2019 Im Ebrodelta
Nur 75 Km vom Camp Oasis Mare entfernt ergießt sich das Schwemmland-Delta des Ebro ins Mittelmeer. Es bildet sich seit etwa 6000 Jahren und hat heute Ausmaße von 25 x 25 Km.
Der Ebro ist 930 km lang, entspringt im Nordwesten Spaniens und er ist nach dem Tejo der zweitlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Im Delta sind wir 1 m ü.NN und wir sehen überall vorbereitete Feldflächen für den Reisanbau wie in Italien in der Poebene.
Im April werden die Felder geflutet, dann wird der Reis ausgebracht und Ende Mai ist das Delta ein grüner Teppich. Im September werden dann bis zu 90.000 t Reis geerntet. Der Reisanbau ist hier schon seit 1697 urkundlich verbrieft, soll aber schon im 8. Jh. durch die Mauren in der Region eingeführt worden sein.
Am Ende des Deltas bei Riumar gibt es einen Stellplatz, der sehr naturbelassen ist. Wir fahren drauf und stecken mit den Vorderrädern plötzlich ganz tief im Sand. Auweia, Wie konnte das passieren? Nachdem uns der Hausherr mit seinem Jeep rausgezogen hatte, erklärt er uns, dass er am Vortag an der Stelle einen Baum gerodet und über den weichen Boden dann Splitt gestreut hatte, was zu der Falle für unser WOMO wurde. Und ohne Allrad hatten wir keine Chance uns selbst zu befreien.
Danach brauchten wir erst mal einen Kaffee ☕️ zur Erholung von dem Schrecken. Anschließend brachen wir zu einem Fußmarsch auf .Wir beobachteten die Kite-Surfer und wanderten auf einem nagelneuen Uferwandersteg entlang Richtung Ebro. Der Steg soll die fragilen Sanddünen vor unbedachten Touristen schützen.
Im Delta befindet sich ein riesiges Vogelschutzgebiet und über zwei Aussichtsplattformen kann man die Vögel beobachten. Ein weiterer Aussichtspunkt ermöglicht uns dann einen tollen Rundblick über das Delta und den Zufluss zum Meer.
Schade, dass uns Petrus neben einer kräftigen Brise ,auch noch von oben Wasser sendet.
Doch im WOMO können wir uns anschließend trocknen und aufwärmen und am abend noch gemeinsam den Gundermannfilm auf DVD anschauen.












Schreibe einen Kommentar