Dietmar und Geli Unterwegs

11. Mai 2016 Am Wolgadelta

An einem Nebenarm der Wolga frühstücken wir. Die Wasserfläche scheint endlos, die Inselchen und Baumflächen stehen alle im Wasser – Frühjahrshochwasser. Hinter dem Steilufer beginnt sofort die Steppe. Anfangs ist noch Landwirtschaft möglich, scheinbar beginnt die Selbstversorgung zu greifen nach Putins Aufruf, etwas gegen das Embargo zu tun. Die Anlagen um die Felder sehen noch sehr neu aus. Später ist der Boden unter dem Gras Sand. Ab jetzt ist keine Landwirtschaft mehr möglich. Vor Astrachan gibt es wieder mal eine Polizeikontrolle, sehr nett und ohne Folgen.

In einem großen Supermarkt füllen wir wieder Lebensmittel auf. Ich frage mich, über welche Wege das deutsche Ausfuhrembargo umgangen wird. Hier gibt es alle Westprodukte, sogar Westkatzenfutter.

Dann fahren wir durch einen Ort „Soljanka“, lustig!!!

Nun queren wir wieder die Wolga, die erste Brücke nach Wolgograd – nach 479 km. Dazwischen gab es nur eine Fähre.

Die Wasserflächen werden immer größer, wir sind im Wolgadelta. 5 Flüsse ergießen sich in dieses Delta. Als wir über den“ Busan“ fahren wollen, einen dieser 5 Flüsse, stehen wir vor einer Pontonbrücke. Gebühren bezahlen und die Schranke öffnet sich. Das war ein irres Erlebnis zumal sich die Brücke im Gang der Wellen bewegte und dabei gab es noch Gegenverkehr. Zu einer letzten Übernachtung in Russland biegen wir gleich rechts an einen Wasserarm ab. Wir sind bis hierher 3686 km unterwegs.

Die Suppe kocht, das Feuer brennt, drei kleine wilde Hunde schleichen um uns herum.

Morgen geht es nach Kasachstan.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.