Dietmar und Geli Unterwegs

13. Mai 2016 Straßenbericht aus Kasachstan

Bevor ich heute den kasachischen Straßenbericht melde, erst einmal vielen Dank an alle die uns einen Kommentar zu unserem Blog von der Heimat bis Südafrika gesendet haben.Wir lesen genauso interessiert eure Kommentare und fühlen uns dadurch mit euch verbunden. Da das Internet hier sehr dünn ist, können wir nicht mit jedem Kontakt aufnehmen. Heute Nacht kam ab Mitternacht heftige Wind auf und es regnete.

Unser erster Blick heute morgen aus dem Fenster unendliche Weite und wir sehen frei laufenden Pferde durch den Sand toben. Hier laufen alle Tiere, ob Pferde, Kühe, Kamele, Ziegen, Schafe frei, ohne Fesseln und ohne Hirten durch die Steppe nur mit einer Ohrmarke oder einem Brandmal gekennzeichnet. Ich finde, eine sehr ökologische Tierhaltung.

Bevor wir alle weiterfahren, lenken wir unser UFO noch bis direkt ans Wasser. Hier ist nun der Kaspisee, der größte See Zentralasiens,etwa so groß wie Deutschland.

Doch nun zum Strassenbericht:

Nach 3 km butterweicher Seesandpiste, sind wir wieder auf der A 27 oder Europastraße 40, Europas bester Schlaglochpiste. Die Schlaglöcher im Schotterseitenstreifen sind weicher als die im Asphalt aber heute mit Wasser gefüllt. Vor uns ein Verkehrsschild „Querrinne“, darunter das Zusatzschild: 30 km. Kein Witz – die Straße, oder das, was von ihr noch übrig ist, wird noch „besser“.

An einer Bushaltestelle standen ein paar Kühe. Vielleicht wollen sie mit dem Bus zum Melkstand.

Nach 2 Stunden heute und 200 km seit gestern auf dieser Straße sagt Klaus:“Vielleicht sind wir schon auf dem Pamirhighway und es weiß nur keiner.

Wir staunen, dass bei diesem Schlaglochballett so wenige Pannenautos (auf 250 km nur 3 gesehen) am Straßenrand stehen. Geschwindigkeitskontrollen erübrigen sich hier. Am allerschlimmsten wird es durch einen völlig neu aufgebauten Ort, neue Wohnhäuser, Sportplatz, Poliklinik-alles vom Feinsten, aber um jedes Haus eine Schlammwüste und die zentrale Straße kaum noch passierbar. Die Zufahrten zu den Tankstellen sind nicht asphaltiert und damit total verschlammt. Hier werden einfach andere Prioritäten gesetzt, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Ehe uns jemand mühsam den Weg erklärt, fährt er einfach vorne weg und zeigt uns den Weg. Nach 300 km löst sich alles in Wohlgefallen auf, die Straße wird gut befahrbar und wir kommen schnell Richtung Usbekistan voran. Wir schlagen unser Quartier an einem See in Qulsary auf.

 

  1. Erst einmal einen schönen PfingstenSonnabend, und wieder haben wir uns eure Erlebnisse reingezogen und freuen uns über die anschauliche Berichte.Manche Sachen köñnen wir uns gar nicht vorstellen. Das muss man erlebt haben und könnt das alles.Also weiterhin viel Spaß. Seit ganz herzlich gegrüßt von Gü und Ga

  2. Ich lese sehr gespannt Eure Berichte und reise in Internet mit Euch mit.
    Viel Spass noch und berichtet weiter von Euren Erlebnissen und Eindrücken.
    Viele Grüße an alle
    Lutz Günther

  3. Gerd und Mutter. Offroad ist dagegen wohl eher harmlos. Wünschen euch , das ihr und Technik durchaltet. Grüße aus Tschernitz verfolgen eure Berichte und sind gespannt was eich in Usbekistan erwartet. Grüße Mutter und Gerd

  4. Danke schön Geli für Deine anschaulichen Berichte. Hoffentlich habt Ihr den Straßenzustand bei der Bestimmung des Reisetemposund der Wegstrecken eingerechnet. Ansonsten ist ja von Eurem geplanten Rücktermin bis Weihnachten noch etwas Zeit. Das Ihr die Reisestrapazen durchhaltet, steht außer Zweifel. Ob die Technik durchhält? Zur Not kommt Ihr ja auch per Zugpferd (laufen ja frei umher) mit eben 2 PS weiter.
    Bleibt schön gesund, der nächste Arzt ist mit Sicherheit nicht gleich um die Ecke.
    Genießt die Blicke über die unendlichen Weiten, unberührte Natur, Grassteppe sooweit das Auge reicht: ursprügliche Natur ohne Windräder.
    Alles Gute auf Euren Wegen.
    Gabi und Jürgen

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