Dietmar und Geli Unterwegs

16. Mai 2016 Usbekistan heißt uns willkommen

Der Plan ist, 9 Uhr wollen wir an der Grenze stehen. Aber was heißt stehen? Wo ist eine Warteschlange? Es beginnt zu regnen und sofort ist alles ringsum eine Schlammwüste. Ein Grenzer weißt uns einen Platz zu und dort stehen wir dann im Regen ohne dass was passiert. Aber wir sind wenigstens im Auto. Viele Kasachen oder Usbeken harren mit ihrem Gepäck draußen im Regen aus. Zufällig interessiert sich ein Grenzer für uns und wir fragen, warum es nicht vorwärts geht. Er begreift, dass wir Deutsche sind und plötzlich sollen wir nach vorn kommen und die Grenzprozedur beginnt – freundlich, geordnet und in angemessener Zeit auf kasachischer wie auf usbekischer Seite. Ohne die 2 Stunden Wartezeit in der Schlang dauert die Abfertigung nur 3 Stunden und 15 Minuten. Alles viel angenehmer als im Internet beschrieben.

Noch eine lustige Begebenheit: Weil ich einige Brocken Russisch spreche, wollte mich der Passkontrolleur als Dolmetscher an der Seite haben. Ich habe die Fragen verstanden und konnte ihm dann zeigen, was er wissen wollte.

Von den Zollkontrolleuren wurden wir mit Handschlag verabschiedet.

Als sich das letzte Tor öffnete, stand schon unser usbekischer Begleiter auf der Straße und wartete auf uns, ein netter junger Mann. Er half uns beim Geldtausch und beim Abschluss der Autoversicherung. So schnell wie wir 100 000 Sum (20 Dollar) hatten, waren 65 000 wieder weg.

Nun sollten wir noch 400 km fahren. Nach 80 km Katastrophenpiste in Kasachstan und Schlammgrenzpassage hofften wir nun auf gute Straßen in Usbekistan. Anfangs ließ sich alles auch gut an, aber dann wechselten gute und entsetzliche Strecken wieder ab.

Aber unseren Fahrer entging bei ihrer Konzentration auf die Piste nur der Ausblick auf die unendliche, völlig ebene Grassteppe und die kleinen Erdnager am Straßenrand. Man stelle sich vor , von Frankfurt/Oder bis Magdeburg nur flache Hartgrassteppe und das im Quadrat dazu eine Straße, eine Eisenbahnlinie, daneben Lichtmasten, ab und an ein Hinweis auf eine Bahnstation und eine Piste dorthin und sonst nichts. Die erste Ortschaft nach 150 km abseits von der Straße. Nach 160 km eine Teestube.

Wir waren reif für Tee und Essen, denn alle hatten seit dem Frühstück nicht gegessen.

Das hatte zur Folge, dass wir das geplante Ziel nicht erreichten, weil es dunkel wurde und wir auf der Holperpiste nicht fahren wollten. So stehen wir jetzt bei Bauarbeitern auf einer Baustelle und fahren morgen früh weiter. Die Bauarbeiter, die hier übernachten, freuten sich über die Abwechslung und machten einen Schwatz mit uns. Jetzt sind wir über Familie, Arbeit und vieles mehr mit Handybildern informiert worden. Auch eine kleine Katze lebt hier auf der Baustelle in der Steppe.

Grenze,Ausreise Kasachstan
Grenze Einreise Usbekistan

unser Führer begrüsst uns in Usbekistan
Übernachtung,bei den Bauarbeitern
Blick in die Steppe aus der Ufo Tür

Geli bei „Ihren“Bauarbeitern

Geli “ füllt“das Gästebuch

Ein Kommentar

  1. Hallo Geli und Diddi,
    es gehört schon eine gehörige Portion Mut und Verrücktheit dazu, diese Reise durchzuführen und dabei auch noch Freude zu empfinden. Aber so seid Ihr. Schön, dass wir Eure Fahrt und auch Eindrücke mit gehörigem Abstand verfolgen können. In Gedanken sind wir bei Euch. Bleibt schön gesund und bis bald in alter Freundschaft Hannelore & Lutz

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