Dietmar und Geli Unterwegs

29. Mai 2016 Durch die Kisilkumwüste zum Aydarkolsee

Das morgendliche Frühstück in unserem Karawansereiinnenhof war sehr lecker – frische Kirschen und Aprikosen gab es bisher auf keinem Frühstücksbüffet. Alle Darmkranken scheinen wieder genesen, Bernds Auto ist wieder spurtreu.

Unserer Weiterfahrt Richtung Nordosten zum Aydarkol See steht nichts mehr im Wege. Bye, bye Buchara, du hast uns verzaubert.

Noch tanken und für das Outdoorleben einkaufen und es kann losgehen.

Bei Vobkent erster Halt – hier steht ein wunderschönes Minarett, dass ein verliebter Herrscher für eine unerreichbar Prinzessin bauen ließ.

Weiter auf der E 40 vor Karmana stehen die Überreste einer sehr großen Karawanserei aus dem 11. Jh. Sie hatte 190 Zimmer, ein Hamam und in der Mitte soll eine riesige Jurte für Nomadengäste gestanden haben. Etwas entfernt befindet sich eine riesige überdachte Grundwasseranlage. Hier ist noch der Oasenbereich mit ausreichend Grundwasser.

Unser Weg führt uns jetzt nördlich Richtung Nurata.

Am Horizont tauchen Berge auf, die ersten, seit wir Deutschland verlassen haben. Der höchste Gipfel ist 1993m hoch.

Die Straße steigt schnell bergan. Ab und an queren Ziegenherden unseren Weg. Wir sind wieder mitten in der Kisilkumwüste. Nur wenige kleine Oasenstellen laden zum Rasten ein.

Unterwegs ragt ein schwarzer Schieferberg aus dem roten Sand. Wir halten an und können 14.000 Jahre alte Felszeichnungen bewundern. Passhöhe ist bei 678 m. Dann haben wir wieder unbegrenzten Blick auf die Wüstenebene.

In Nurata ist die nächste Sehenswürdigkeit – wieder eine heilige Quelle, in der ganz viele Karpfen schwimmen, die auch heilig sind und nicht geangelt werden dürfen.

Von Nurata führt die Straße weiter nördlich zum Aydarkolsee unweit der kasachischen Grenze. Der 4000 Quadrat km große See ist in den 1960iger Jahren durch Zufall entstanden. 1969 führte der Syrdarya so viel Wasser, dass die Notdämme des Speicherbeckens geöffnet werden mussten. Das Wasser ergoss sich in eine unbewohnte Senke nördlich der Nurataberge. Dieser plötzliche Wasserreichtum in der Wüste versickert nicht und hat sich für die Region zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt und in der ihn umgebenden Steppe hat sich ein enormer Tier- und Pflanzenreichtum entwickelt.

Wir erreichen das nördliche Ufer am späten Nachmittag und wir sind von dem Platz sofort begeistert.

Nach der Hitzeschlacht des Tages, wieder 38 Grad, gönnen wir uns als erstes ein kühles Bad im See.

Dann beginnt die Abendessenzubereitung. In einem großen Kessel werden über offenem Feuer Nudeln gekocht und im Schnellkochtopf wird ebenfalls über offenem Feuer eine Rindfleisch-Gemüse- Mischung gegart.

Die Abendsonne taucht den See in ein ganz eigenartiges blauviolettes Licht und am Horizont verschmelzen die Berge mit dem See, eine Stimmung, die man im Foto nicht einfangen kann. Alle beschließen, morgen noch hier zu bleiben.

Langsam breitet sich der Nachthimmel über uns aus und wenn die Insekten nicht so lästig wären, könnte man die ganze Nacht draußen verbringen.

Bilder zu diesem Bericht kommen später,das mobile Datennetz schafft es nicht sie Hochzuladen.

 

  1. Hallo Reisende
    Mit großer Aufmerksamkeit lesen wir, wenn es die dünne Leitung am Stausee zulässt, eure tollen Reiseberichte. Insgesamt habt ihr bis dato. ein umfangreiches und bildlich sehr schönes Gesamtprogramm erlebt. Wir wünschen euch weiterhin nur gute und schöne Erlebnisse. Wir genießen zur Zeit die schönen Blüten, das Wachstum der Grünpflanzen und den herlichen Vogelgesang am Bungalow. Die Temperaturen sind bei angenehmen 27 Grad und somit gut bekömmlich!
    Übersteht in Weiterfolge mit Tapferkeit und guter Kondition die große Hitze!!

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