Dietmar und Geli Unterwegs

02. Juni 2016 Der Gegensatz kann nicht größer sein – von den Nurotabergen nach Samarkand

Der Himmel ist bedeckt, trotzdem sind am Morgen schon 31 Grad. Wir packen alles zusammen und verlassen unseren Bergziegen-Tränke-Bach. 7 km führt ein steiniger Holperpfad nach unter, erst dann beginnt wieder Asphalt. So nach 3 km werden die Häuser massiver und sind kombinierte Sommer-Winter-Häuser. Unser Gastgeber aus dem Sommerquartier steht vor seinem Winterhaus und winkt uns zu. Gegenüber unten am Fluss steht die Schule, ein moderner, großer Bau. An einer Kurve wäre beinahe ein Unfall passiert. Eckhard sieht ein Motorrad kommen und hält zum Glück an. Auf dem Motorrad die ganz Familie, Vater, Mutter, zwei Kinder. In der Kurve spitze Steine und die ganze Familie kippt um. Schrecksekunde, alle stehen auf, lachen, steigen wieder auf und fahren weiter.

Nach 10 km ist das Tal zu Ende und das Wasser des Baches aufgebracht. Wir sind wieder in der Steppenebene. Am Horizont der Aydarkolsee im dichten Nebel, für diese Jahreszeit nicht typisch, sagt Dilshod. Der Nebel begleitet uns noch lange. Plötzlich klatschen große Tiere ans Auto. Als wir anhalten sehen wir, dass wir durch einen Heuschreckenschwarm gefahren sind. Die Steppenlandschaft ändert sich erst als wir die Nurotaberge verlassen und uns südlich, Richtung Samarkand wenden. Jetzt gibt es wieder eine üppige Vegetation. Die Berge südlich und östlich von Samarkand sind über 2000 m hoch. Heute brauen sich dort Gewitter zusammen, auch nicht typisch für diese Jahreszeit. Die Landschaft ist hier so fruchtbar, weil es ausreichend Wasser aus den Bergen gibt und ein mildes Klima vorherrscht. Die Stadt liegt etwa 700 m hoch.

13 Uhr erreichen wir Samarkand, eine moderne, pulsierende Großstadt mit vielen Parks und Springbrunnen, es sind 25 Grad. Ein Gegensatz vom Morgen zum Nachmittag wie er nicht größer sein kann – vom vorigen Jahrhundert in die Moderne.

Im Hotel wird gründlich relaxt und geduscht – eine Wohltat nach den letzten Tagen. Am späten Nachmittag treffen wir uns mit Diyor,unserem usbekischen Reiseplaner. Wir besprechen mit ihm die weitere Route und er begleitet uns zu einem traditionellen Restaurant.

Unterwegs sehen wir noch 3 Hochzeitspaare. Viele junge Paare heiraten jetzt, weil bald der Ramadan beginnt und in dieser Zeit darf nicht geheiratet werden.

Nach dem leckeren Abendessen unternehmen wir noch einen Stadtbummel, beeilen uns aber dann, weil erste große Tropfen das Gewitter ankündigen. Wir sind noch nicht lange im Hotel, da trommelt der Regen los. Auf der Hoteltreppe unter einem Vordach kann ich das Gewitterschauspiel beobachten. Jetzt hat sich alles wieder beruhigt und es wetterleuchtet nur noch aus der Ferne. An unserem Gebirgsbach gestern wäre das gruseliger gewesen.



2 Kommentare

  1. Liebe Geli, lieber Dietmar,

    es ist eine große Freude, zumindest virtuell mit Euch zu reisen.
    Lieber wären wir natürlich mit dabei 🙂
    Weiterhin alles Gute
    liebe Grüße aus Linz
    Lisi & Martin

  2. Euch einen guten Morgen, mit Begeisterung haben wir
    Eure Berichte gelesen.Und man euch Bewunderung aussprechen.
    Ihr werdet sicher sehr,noch sehr viel zuerzählen haben.Euch weiterhin
    eine schöne Reise mit vielen Erlebnissen.
    GLG Günti und Gabi

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