Dietmar und Geli Unterwegs

16. Juni 2016 Dushanbe, die Montagsstadt

Wir sitzen in (im) „Hollywood“ in der 19. Etage warten auf das Abendessen und lassen den Tag Revue passieren. Heute sind nur angenehme 26 Grad – ein Traum, sonst sind 40. Der Tag begann bei unseren Gastgebern im Hof. Jeder bereitete selbst sein Frühstück und zum Schluss setzten wir uns noch einmal zusammen. Unsere Gastgeberin erzählte mir sehr persönliche Dinge. Sie fühlte sich von mir verstanden. Als es an den Abschied ging meinte sie, ich solle als Mama da bleiben. Bei acht Geschwistern hatte sie sicher nicht viel Aufmerksamkeit. Trotzdem gab es den Abschied.

Ihr Mann fuhr uns bis zum Hotel, dann auch von ihm die Verabschiedung – vielen, vielen Dank für alles.

Das Hotel „Lotus“ hat einen großen Innenhof, unsere Autos sind bestens gesichert.

Das Hotel selbst bester Standard, zur Begrüßung bekommen wir Kaffee serviert, wir können mit Karte bezahlen, die Zimmer sind sehr gut, unsere Wäsche wird gewaschen also alles, was wir mal wieder brauchen.

Jeder verbringt den Tag individuelle.

Wir lesen ein bisschen in der Geschichte. Dushanbe war bis 1917 ein unbedeutender Marktflecken, wo jeden Montag (duschanbe) Wochenmarkt abgehalten wurde. 1923 etablierte sich hier die Sowjetmacht und 1925 wurde der Ort zur Stadt erklärt. 1929 wurde sie Hauptstadt der Tadschikischen Sowjetrepublik. Damit setzte ein enormer Bauboom ein. Heute hat Dushanbe über 538000 Ew.
Dann gehen wir selbst auf Entdeckungstour. Die Stadt hat keine historischen Baudenkmäler. Trotzdem gibt es viel Sehenswertes. Wir kommen an 2 eigenwilligen Hochhäusern (Staatlichen Wissenschftshäusern) vorbei, die in der 19. Etage das Restaurant haben, in dem wir jetzt sitzen. Dann stehen wir vor dem beeindruckenden „Ismail Somani Monument“, dem Reichsgründer eines Zentralasiatischen Reiches im 10 Jh., den Tadschikistan heute als seinen Stammvater ansieht und nach dem auch das Geld benannt wurde. In der Abendsonne wandern wir weiter durch den zentralen Park, der mit vielen Springbrunnen angelegt ist und erfreuen uns am Blick in die Berge. Dort sieht es noch immer nach Regen aus.

Die Lichter gehen an und wir fahren nach „Hollywood“ in die 19. Etage in einem der Hochhäuser . Hier scheint ein Nachtclub zu sein. Wir werden als erste Gäste begrüßt und wir bestellen erst mal. Dann genießen wir den Blick über die nächtliche Stadt von hier oben. Nach dem Essen bekommen wir noch ein Tanzprogramm von drei reizenden Mädchen geboten. Was werden wir nicht alles noch erleben? Zurück durch die nächtliche belebte Stadt, Angst – kein Thema. Unser Hotelinnenhof wunderschön erleuchtet. Eigentlich müsste man hier noch lange sitzen und den Abend genießen.



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