Dietmar und Geli Unterwegs

10. Juli 2016 Frunse – in Pischpek geboren 

Frunse war ein sowjetischer Heerführerund Vertrauter Lenins während des Bürgerkrieges der Rotgardisten gegen die Weissgardisten. Da er hier in dieser Stadt 1885 geboren wurde, ist eine Straße nach ihm benannt und es gibt ein Frunsemuseum. Dieses Besuchen wir .Zu Sowjetzeiten hieß die Stadt sogar Frunse.

Wir kennen viel zu wenige geschichtliche Daten über diese Zeit. Vielleicht sollte man wieder mal den „Stillen Don“ lesen. So gebildet und beeindruckt suchen wir auf dem Stadtplan das ZUM, das Zentrale Univermag oder Kaufhaus. Doch wir brauchen es nicht mehr, Dietmars Handykarte hat sich automatisch verlängert. Erstaunlich, wie diese Technik hier funktioniert, unser Draht zu Familie und Blog.

Wir verabreden uns mit Bernd bei der „Red Cow“ und genießen ein super Steakabendesses zum Abschluss mit Tequila. Sind wir in Mexiko oder Kirgisien? Unsere zweite Gruppe ließ sich auch noch einmal von den Steaks anlocken, so waren wir am Ende alle bei der roten Kuh.

Den Tag hatte jeder individuell verbracht. Bernd hat die Stadt zu Fuß und mit Trolleybus erkundet. Die andere Gruppe war auf dem Osh-Markt. Jeder hatte andere Erlebnisse. Aber alle konnten erleben, Bishkek entwickelt sich zu einer modernen, weltoffenen Stadt.

Deutlich merkt man das als Ausländer am Auftreten und der Kleiderordnung der Frauen. Hier in Bishkek finden wir wenig Unterschiede zu Europa. Im Turkmenistan war die Kleiderordnung für Frauen noch am strengsten, selbst kleine Mädchen waren dieser unterworfen. Die Frauen dort sahen mit ihren langen Gewändern dafür besonders elegant und schön aus.

In Usbekistan war der Kleidersaum schon bedeutend höher gerückt . Die Hosen unter dem Kleid wurden aber immer getragen, was mir in dieser Wärme und bei der Sitzhaltung auch zweckmäßig erscheint. Hier legen die Frauen auch im Alltag großen Wert auf Chic und Eleganz.

In Tadschikistan wird die tradidionelle Kleidung der Frau wesentlich praktischer bei dem schweren Leben im Gebirge. Hier kommt es auf Wärme und Gebrauchsfähigkeit an, die traditionellen Elementen bleiben erhalten, der Chic geht aber verloren, die Zweckmäßigkeit überwiegt.

Und hier in Kirgisien siegt in den Städten die Moderne und in den Bergen, in den Jurten lebt auch hier noch die traditionelle Zweckmäßigkeit der weiblichen Kleidung. Sie ist Spiegelbild der Emanzipation der Frau.

Erleben muss man auch den innerstädtischen Nahverkehr. Ab 21 Uhr verkehren keine Trolleybusse mehr, jetzt übernehmen die unzähligen Kleinbusse mit genau so unzählige Linien die Sicherung des Nahverkehrs im vielleicht 5-Minuten-Takt. Jede Fahrt kostet, egal wie weit, 10 Som, das sind 14 Cent.

Inzwischen haben wir den Stadtplan ganz gut verinnerlicht und finden sicher unser Hotel.

  1. Hallo Familie M., hier ist wieder der Fan aus HY.
    Da ich ja, wie bereits gesagt, suechtig nach Ihren täglichen Berichten und Fotos bin, schicke ich jetzt meinen Kommentar vom Tablet los. Mein Mann meint naemlich, ich wäre verrückt. Ich lese ja nicht nur den aktuellen Bericht, sondern blaettere auch immer mal wieder zu den vergangenen Tagen zurück. Ich bin einfach fasziniert von Ihrem Vorhaben. Frau M., woher haben Sie nur dieses geschichtliche Hintergrundwissen ? Erstaunlich, wie gut Sie das alles mit einfliessen lassen.
    Nun wünsche ich Ihnen für die 2. Halbzeit weiterhin schöne und interessante Erlebnisse und lese auch täglich weiter in Ihrem Blog.
    Heidi K.

  2. Gerade eben habe ich Euren letzten Bericht gelesen,
    ich bin immerwieder beeindruckt, was ihr alles erleben dürft.
    Aber irgendwie sind wir immer dabei.Es freut uns, dass alle
    Gesund sind und alle Fahrzeuge alles mitmachen.Wir wünschen
    weiterhin viele tolle Erlebnisse, und seit herzlich gegrüßt aus
    der Heimat. GÜNTI&GABI

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