Dietmar und Geli Unterwegs

11. Juli 2016 Zum Issyk Kul See, dem kirgisischen Meer, dem See der Tränen

Bevor wir Bishkek, das uns in kürzester Zeit irgendwie ans Herz gewachsen ist, vielleicht, weil es nicht so fremdartig wie die orientalischeren Grossstädte unserer Reise ist, verlassen, noch einige Massnahmen für zwei Autos. Der Tacho eines Autos muss repariert werden und funktioniert jetzt wieder und die Kardanwelle des zweiten Autos wurde geschmiert .Noch ein Einkauf in einer modernen Kaufhalle und weiter geht’s, diesmal auf der Landstraße, wo fast in jedem Ort geblitzt wurde. Einmal wurde auch ein Auto von uns Opfer der Blitzerkolonne. Für 2000 Som konnte man sich „freikaufen“. Ein Ärgernis, weil es wirklich wie Abzocke aussah. Also noch genauer auf die Geschwindigkeit achten.

Wenig später wird der nächste von uns von einem ehrlichen, freundlichen Polizisten angehalten, der nur darauf hinweist, auf die Geschwindigkeit zu achten.

Wir tauchen wieder in die Bergwelt ein, aber nicht so hoch und weit wie bisher. Schon nach 200 km sehen wir den Issyk Kul vor uns nördlich und südlich eingebettet in schneeweiße 4000er und 5000er. Als wir nachmittags ankommen, sind sie alle noch in Wolkenkränze gewickelt.

Wir finden direkt am Sandstrand mit allen vier Autos einen Platz mit einer Traumkulisse. Bei uns undenkbar.

Der Issyk Kul ist Kirgisiens beliebtes Urlaubsmeer, das 1600m hoch liegt. Der See ist flächenmässig 11x so groß wie der Bodensee und hat 36x so viel Wasser. Seine tiefste Stelle ist 692 m, im Durchschnitt ist er 270 m tief und er zählt damit zu den tiefsten Seen der Erde. Er ist leicht salzhaltig, weil er keinen natürlichen Abfluss hat. Über seine Entstehung gibt es nur Hypothesen. Aber Nachweise von Besiedlung gibt es seit 100 000!!! Jahren sicher wegen des ausgezeichneten Mikroklimas.

Um den See ranken sich viele Legenden und Geschichten. Er wird in uralten Reisebüchern schon erwähnt. Wir streifen nur vorbei und erleben einen Wimpernschlag seiner Geschichte.

Über das Schilfbecken hinter uns schwirren Millionen Mücken zum Glück wenig aggressiv. In der Abendsonne werden sie alle sichtbar.

Das Abendlicht taucht die inzwischen wolkenfreie Gebirgsketten in ein rosarotes Licht. Wenig später ist am frühen Nachthimmel nur ein milchig weißes Schneeband des Haupkamms des Tien Tschans zu sehen.


  1. Hallo, ihr Wanderfalken,
    weit, weit seid ihr schon über die unglaublichsten Bergwelten gekommen. Ja, einige der Hügel sehen tatsächlich wie Abraumhalden aus. Wir Menschen ahmen letztendlich immer die Natur nach, aus ihr kommt alles! Was auch sonst; schließlich sind wir ja auch ein Teil davon. Auch wenn es uns oft widerstrebt, uns da einfach einzuordnen.
    Die Pflanzen, die ich auf den duftenden Wiesenbildern erkennen kann, die gibt es auch bei uns, auch in den Alpen usw. Doch was da so duftet, ist mir nicht ganz klar?
    Die blaublühenden Stengel dürften der gemeine Natternkopf sein und die gelbblühenden Büschel könnten Echtes Labkraut sein und die ungewöhnliche „Pusteblume“ eine Form des Habichtskrautes. Aber die Namen sind ja auch nicht so entscheidend, es ist ja die wunderbare Wiese, die in diesem Fall wie ein Gesamtkunstwerk im Panorama und zusätzlich mit Duft und Frische eure Sinne so betört. Wobei der Blick, auch der Fotoblick auf die einzelne Pflanze lohnt!
    Das Foto vom taubentragenden Volksheld fand ich wunderbar. Mir fiel komischerweise gleich das Lied von der kleinen weißen Friedenstaube ein, die auf die Reise in alle Länder geschickt wird. In diesem Sinne sehe ich euch auch: Als fröhliche Friedensbotschafter durch die so beeindruckend verschiedenen Landschaften und Länder, die doch auch so viel Ähnliches haben.
    Weiterhin ausreichend Luft auf den Reifen und Neugier im Kopf! Gute Fahrt wünschen Bettina und Harald

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