Dietmar und Geli Unterwegs

25. Juli 2016 Abschied vom wunderschönen Kirgisien und Spannung auf ein neues Abenteuer 

Die Morgenstimmung ist noch gezeichnet von unserem Verlust. Nichts kann uns aufheitern, nicht die tröstenden Worte und Hilfsangebote der Freunde, noch die lieben Kommentar der Kinder. Die Welt kann so grau sein. Auch die letzten km über Kirgisiens Hochplateausstrassen und der Blick auf die schneebedeckten Gipfel waren nur wenig Trost. Wir verlassen das 4. zentralasiatische Land unserer Reise und wir finden, landschaftlich bisher das schönste. Kirgisien ist zu 90% ein Gebirgsland mit einer Höhe über 1500 m Höhe, doch es ist überwiegend grün und nur in den Lagen über 3500 m schroff und vegetationslose. Die Menschen sind etwas zurückhaltender aber genau so herzlich und freundlich bei näherem Kontakt. Hilfe wird selbstverständlich angenommen und gegeben. Auch hier haben wir 21 Tage voller interessanter Erlebnisse, überaus netter Begegnungen mit den Menschen ,aber auch die schweren Lebensbedingungen gesehen. Und nun sind wir an der Grenze, mitten auf freiem Feld, wie immer die Straßen vor und nachher ca. 20 km nur Piste.

In 50 Minuten ist für alle 4 Fahrzeuge alles erledigt und wir stehen in Kasachstan. Diese Grenzpassage hat nun wirklich Platz Nummer 1 verdient.

In Kegen ,der ersten Kleinstadt gibt es Geld, gebratene Broiler und sonstige Lebensmittel. Also auch in Kasachstan werden wir nicht verhungern und verdursten. Wir haben alle viel zu viel mitgeschleppt aus der Heimat.

Die Landschaft nach Kegen ist abwechslungsreich und wird heiß.

Wir haben 32 Grad.Es sind riesige Hochflächen von Horizont zu Horizont und Canyons mit Abbrüchen. Dabei fließt der Sharyn aus den Gebirgen von Almaty kommend, sich in die roten Felsen eingrabend bis in die Ebenen des Ile.

Dann gibt es einen 10 km langen Pistenweg bis zu einem Naturschutzgebiet. Hier ist ein Traumcanyon ohne Wasser. Diesen Durchfluss muss irgend wann ein Naturereignis verschlossen haben und der Fluss musste sich einen neuen Weg suchen. Wir sind begeistert von den Felsen, der Naturfärbung und den kleinen Nagern, die hier zu Hunderten oder mehr wohnen. Hier scheint noch ein perfektes Ökosystem zu funktionieren. Mehr Eindrücke haben wir von Kasachstan noch nicht. Doch auch hier kommen die Menschen auf uns zu und sprechen mit uns.

Nachdem es dunkel wir sind wir allein mit den Mücken und dem Wind. Endlich wieder ein Abend, an dem wir ohne zu frieren draußen sitzen können und den Abend mit ein wenig Vermummung genießen und uns an dem Wetterleuchten erfreuen. Wir sind nur noch 1100 m hoch.

Die erste Nacht in Kasachstan liegt vor uns.


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