01. August 2016 Ein schöner Abschied von Almaty
Sonne über Almaty und Berge sind zu sehen. Ab 10 Uhr fährt die nagelneues Seilbahn auf das Plateau des Fernsehturms in 1170 m Höhe. Von hier oben hat man einen herrlichen Rundblick über die Stadt und die Berge. Das ganze Plateau ist ein Vergnügungspark, der noch vor dem Mittag gut gefüllt ist. Am Ende des Parks ist ein wunderschönes Restaurant, etwas für abendliche, romantische Stunden.In einem Café rasten wir und genießen das angenehme Bergklima, da fällt neben uns ein riesiger Sonnenschirm um, einfach so, ohne Wind. Keinen stört das sonderlich. Nach einigen Minuten kommen zwei Männer, richten ihn wieder auf, Steine werden auf den Standfuß gelegt, fertig! Und irgend wann wird er wieder umfallen. Unser deutsches Sicherheitsdenken gewinnt in solchen Momenten mal wieder für kurze Zeit die Oberhand. Doch inzwischen können auch wir weitergehen und uns anderen Dingen zuwenden.
Die Stadt ist einen zweiten Besuch wert im Frühling wenn die Berge noch weiß, die Luft klarer ist und die Apfelbäume blühen.
Irgendwie fällt der Abschied schwer. Die Zeit zum Kennen lernen war zu kurz Auf Wiedersehen Alma Ata.
In einem großen Supermarkt am Rande der Stadt füllen wir unsere Vorräte auf.
Die Gipfel des Tienschanendes stecken schon wieder in dicksten Wolken und der Abschied wird damit leichter.
Auf der A 3 geht es wieder nach Norden. Bald erreichen wir den Ile-Stausee und an seinem Ufer Klein-Las-Vegas von Kasachstan. 17 riesige Casinokomplexe hintereinander in noch ziemlich mafiös wirkender Umgebung. Wer hier wohl Abend für Abend sein Geld verzockt?🤔
Am Nordufer suchen wir uns ein Schlafplätzchen und geraten dabei an einen Jachtclub. Wir dürfen kostenlos bleiben, was auch angemessen ist bei dem „Campingcharme“ des Platzes.
Das Wasser des Sees ist noch ungetrübt klar und spiegelglatt, so dass wir die kleinsten Fischlein um unsere Beine schwimmen sehen können.
Die Abendsonne zaubert eine zyklamrote Farbe auf das Wasser, das Ufergrün bekommt ein wunderbares Leuchten und der Talghar mit seinen 4973 m lugt im Abendlicht aus den Wolken. Ein letzter Abschied.
über uns queren wieder die Satelliten ihre Bahnen. Eine wunderbare kasachische Sommernacht bis von einem entfernt liegenden Hotel ohrenbedeubende Musik herüberschallt.
Nachts wird dann die Musik von einem anderen Geräusch überboten, der Sturm setzt ein, rüttelt an den Autos und treibt die Wellen bis an die Räder. Bloß gut, dass wir nicht dichter ans Wasser gefahren sind.















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