02. August 2016 Durch das 7-Strom-Land
Die Wellen peitschen noch immer ans Ufer obwohl schon lange die Sonne aufgegangen ist. An baden ist nicht mehr zu denken. Wir winken den Urlaubern der charmanten Wohnwagen und sind nach 4 km wieder auf der A 3, die hier fertig ausgebaut ist. Bald beginnen die Baustellen und damit die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Irgendwann vergessen wir das und sind statt mit 50 km/h mit 98km/h unterwegs. Da ist für 2 Autos eine Strafe fällig. Die ersten beiden hatten Glück, da war der Polizist abgelenkt. Heute ist eine traumhafte Fernsicht. Von den Shaghyray Bergen, die 150 km von Almaty entfernt sind haben wir einen letzten Blick zu den nördlichsten Gipfeln des Tien Schans. Nun ist auch dieses Gebirge für unsere Reise Geschichte. Es brachte uns viele schöne und beeindruckende Erlebnisse und der Berggott war uns immer gewogen. Leb wohl, Tien Schan, wir behalten dich in unseren Herzen.❤
Dann begann die Dieselsuche. Entweder es gab keinen oder man fragte uns nach Talons. Ein netter Tankstellenchef gab jedem 30 Liter. Da kamen wir erst mal weiter. Auf die Frage, warum dieser Engpass bestehe, bekamen wir nur ein Achselzucken und eine Andeutung, dass viel Diesel für die Ernte gebraucht wird.
Nachdem wir den Pass der Shaghyray Berge in 1036 m Höhe gequert haben beginnt links Steppenlandschaft in 1000m Höhe, dass sich als 7-Strom-Land von Bischkek bis Almaty und von hier bis zum Balchaschsee erstreckt. Zu den 7 Flüssen gehören mit allen Nebenflüssen
der Ile
der Karatal
der Lepsi
der Aksu
der Chuy
der Koksu
der Tentek
Auf der rechten Seite nach Norden begleitet uns ein bis 4000 m hohes unbekanntes Gebirge, das Zhonghar Alatau, das bis nach China reicht. Solche 4000er Berge rufen bei uns schon keinen besonderen Eindruck mehr hervor.
Die Steppensonne und der Steppenwind bescheren uns einen angenehmen Fahrtag bei 27 bis 32 Grad.
Nachdem die Ausbaustrecke der Straße zu Ende war nahmen die Schlaglöcher und Aufwerfungen des Asphalt erhebliche Ausmaße an.
Am Straßenrand gibt es immer wieder bergeweise Melonen zu kaufen, die später von Eimerpyramiden frisch gereifter Äpfel abgelöst werden. Hier hat also schon die Äpfel-,Pflaumen- und Birnenernte begonnen.
Wir schaffen heute 378 km. Am Ende stehen wir oberhalb eines Stauwehres des Lepsi und genießen den ruhigen Grillenabend.



















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