Dietmar und Geli Unterwegs

6. August 2016 Kasachstan ade, Russland hallo!

Wie schnell die Zeit vergeht. Die 100. Nacht unserer Reise und die letzte Nacht in Kasachstan sind Geschichte. Die letzten Tenge werden vertankt. Jetzt brechen wir auf nach Russland, noch reichlich 100 km gen Norden, die Sonnenblumenfelder begleiten uns bis zur Grenze. Zwischendurch immer Kiefernwälder wie an der Autobahn nach Berlin. Eigentlich müsste man Pilze suchen gehen, es hat jede Nacht geregnet.

Aber wir haben die Grenzpassage vor uns und keiner weiß, was da auf uns wartet. Also schweren Herzens weiter.

In reichlich 2 Stunden haben wir die 119 km geschafft, wir stehen vor dem kasachischen Grenzposten.

2075 km haben wir in 12 Tagen von Süd nach Nord in Kasachstan zurück gelegt und viel Neues erfahren. Dazu kommen noch 866 km im Mai in Kasachstan.Insgesamt sind wir bisher 14303 km unterwegs davon 2941 in Kasachstan.

In 30 Minuten ist auf kasachischer Seite alles mit freundlichen Fragen erledigt, wir sind eine Runde weiter.

Und nun stehen wir wieder vor russischen Toren. Sie öffnen sich 12.45 Uhr. Die Migrationskarten werden für uns gleich ausgefüllt und gedruckt.Der Zollbeamte ist ein bisschen lustig, ich muss auf einem Extraplatz warten. Nach einer Stunde ist auch hier alles problemlos erledigt. Auch hier gibt es eine glatte Eins oder Sechs nach russischen Zensuren.

Die russischen Straßen sind ab der Grenze vom Feinsten. Trotzdem erst einmal eine Stärkung. Auch hier gleich wieder Hilfe, ein junges Mädchen übersetzt beim Bestellen. Alles sehr lecker und preiswert. In Rubtsovsk wird uns ein Bankautomat empfohlen. Die Straße bis zur Stadt war ausgezeichnet, aber dann in die Stadt und durch diese, solche Schlaglöcher und Pfützen kann sich keiner vorstellen, die Furten in Island sind da sicher berechenbarer, denn hier weiß man nicht, ob noch ein offener Gully drunter ist. Aber diese Strassenbedingungen tun der Freundlichkeit der Menschen keinen Abbruch. Sie winken, wollen uns fotografieren und mit uns sprechen.

Wir finden intakte Geldautomaten, das funktioniert also auch in Sibirien in kleinen Städten.

Unsere Sorge ist, dass die Straßen jetzt weiter so extrem schlecht sind. Aber nein, als wir aus der Stadt heraus sind lacht die Sonne wieder und es sind beste Strassenbedingungen. So kommen wir zwischen Gewitterwolken, Sonnenblumen und allen anderen Feldern gut 190 km voran bis kurz vor Aleysk. Auf einem Seitenweg fahren wir bis zum Aley, einem Flüsschen, das zum Ob fließt und freuen uns auf die Mücken. Die Wolkenbildung ist gigantisch in der Abendsonne. Dann zieht sich der Gewitterring immer enger, es wetterleuchtet überall bis der Regen über uns hereinbricht. Das kann ja was werden in Sibirien.

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