Dietmar und Geli Unterwegs

2. September 2016 Der angekündigte Regen umhüllt Irkutsk

Der Blick aus dem Fenster bestätigt den Wetterbericht – Regen🌧🌧☹️Zeit für Sicherungsarbeiten am PC und sonstigen Schreibkram.

Nur gut, dass wir gestern den Tag für viele schöne Stadteindrücke genutzt haben.

Wenn wir hier auch wegen der Kupplung warten müssen, so haben die Tage doch etwas Gutes für uns, wir kommen zur Ruhe, können die Situation unserer plötzlichen, unvermittelten Rückreise verarbeiten und sehen die Situation nicht mehr so schwarz. Da der Gesundheitszustand unserer Mutter schon seit zwei Jahren latent ist, haben wir bereits im vergangenen Jahr die Reise verschoben. Anfang des Jahres schien sie sich ein bisschen stabilisiert zu haben. Wir wagten das Risiko und fuhren los. Bis Ende August waren die Berichte aus der Heimat positiv. Wir sind Ihr dankbar, dass ihre Kräfte so lange gereicht haben, um über vier Monate, 18 000 km und 8 Länder unser Ziel, den Baikalsee, ansteuern zu können und vor allem zu erreichen.

Wir haben an seinen Ufern gestanden, seine Weite und seine Aura gespürt und sind tief bewegt. Ein bisschen mehr eintauchen in seine Ruhe und Schönheit wäre wunderbar gewesen, aber Wunder sind selten.

Jetzt ruft ein ganz lieber Mensch nach uns, da heißt es, so schnell wie möglich umkehren. Wir hatten auf unserer Reise schon so ein Erlebnis, deshalb war K. vier Wochen zu Hause und kam dann mit dem Flieger nach Almaty. Das wäre für uns aber keine Option, da D. nicht ohne Auto ausreisen darf.

Russland und seine Schönheiten bleiben uns für die Zukunft. Wir fahren wehmütig aber nicht unglücklich. Und auf den kommenden 7000 km werden wir auch im Schnelldurchlauf einiges erleben und zu berichten haben.
Inzwischen sind unsere Reisefreunde im Hotel eingetroffen. Wieso so zeitig?

Nach einer herzlichen Umarmung erzählen sie uns das Zug-Abenteuer.

Nach fünf Stunden Fahrt am See entlang ,Ankunft in Port Baikal. Keine Stolovaja, kein Magasin, alles schon geschlossen. Und kein Hotel, nur ein privates Holzhäuschen mit einem Zimmer und sechs Betten. Hätte auch für uns mit gereicht. Nachdem die vier erfuhren, das der Zug schon 2.30 Uhr zurück fährt, war dieses Zimmer kein Problem mehr. Zu Essen und Trinken hatten sie vorsorglich mit. Also stand einem netten Abend am Strand nichts im Wege, bis, auch dort der Sturm ankam und alle ins Haus flüchteten.

Bei der Rückfahrt gab es einen Schlafwagen aus vergangenen Zeiten, welch ein Luxus. Doch die ruckartigen Bremsbewegungen an jedem Bahnhof unterbrachen das Schlaferlebnis ständig. Zeitig wieder in Sljudjanka, fuhren sie nach einem kräftigen Frühstück los Richtung Irkutsk und kamen deshalb so zeitig hier an.
Inzwischen wissen wir, dass unsere Kupplung heute nicht angekommen ist.

Dafür bekam E. einen Termin in einer Toyota Werkstatt für das Scheinwerfer- Relais. Das kann er morgen erledigen.

Draußen gießt es inzwischen und es sind nur noch 8 Grad, grauslich. Aber wir haben ein warmes, trockenes Hotel.

Abends treffen wir uns alle zum Essen im Hotelrestaurant und erzählen unsere Erlebnisse.

die nächsten 7 Bilder von den Freunden bei der Bahnfahrt, hier ihr Schlafraum
ohhhh Schreck, in diesem Haus sollen wir wohnen☹️😥

in Irkutsk trübes Regenwetter

wir bleiben im Hotel

Freude beim Wiedersehen und ein gemeinsames Abendbrot

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