Dietmar und Geli Unterwegs
Offroad-Reise mit dem Pickup Truck auf dem Sibirischen Trakt in den Fernen Osten Russlands

02. Juni 2018 Tschita und die Berge

Den ganzen Tag begleiten uns links und rechts Mittelgebirge um die 1300 m hoch und wir in der Mitte auf einem breiten Hochplateau in 700 bis 900 m Höhe. Die Wälder sind teilweise sehr mitgenommen durch Sturmschäden und Waldbrände. In den gesunden Wäldern sind an manchen Stellen wilde Azaleenbüsche als Unterholz, die gerade blühen. Ein schwarzer Specht klopft eifrig an einem toten Baum.

Das Wetter wird gruselig, 10 Grad und Regen. Die Straße ist größtenteils gut ausgebaut, aber wie jeden Tag mit heftigen Baustellenstücken. Dort, wo alles neu ist, gibt es an gefährlichen Stellen großzügige Beleuchtung mit Sonnen- und Windenergie. Sogar die Kurvenschilder sind machmal beleuchtet. Die Bushaltestellen haben meistens eine Toilette daneben. Was uns aber immer wieder auffällt ist das Müllproblem, verstärkt durch den vielen Plastikabfall, der bei Wind in alle Richtungen geweht wird.

Vor Tschita stellt sich zum 7. Mal für uns die Zeit um. Nach 500 km Gebirgsfahrt sind wir in Tschita, einer Garnisonstadt, die bis Ende der 80iger Jahre auch für Ausländer gesperrt war. Tschita entstand, wie sicher alle Städte auf dem Weg in den Osten in der Zeit, als die Kosaken für den Zaren Sibirien eroberten und Winterlager anlegten, also um 1553. Später erlangte die Stadt im 19. Jh. traurige Berühmtheit als Verbannungsort. 1899 wurde der Ort an die Trassib angebunden und die Bevölkerungszahl wuchs auf 11.000 Menschen an. Die Stadt boomte danach durch den Goldabbau. Heute leben hier über 300.000 Menschen.

Auf einem Hügel in der Stadt steht eine Kapelle und von dort hat man einen guten Rundblick, vor allem auf das geschäftige Treiben des Güterbahnhofes. Dieser Schienenstrang von Ost nach West, von Europa an den Pazifik ist beeindruckend ausgelastete. Am Ende der Stadt finden wir noch eine Kaufhalle, in der wir Brot und Bier kaufen wollen. Brot 🍞 bekommen wir, aber Bier wird nach 18 Uhr nicht mehr verkauft🤭. Daneben ist einen Gemüseladen, in dem zwei tadschikische Brüder arbeiten. Wir kaufen usbekisches Obst und Gemüse und sie erzählen von ihrer Heimat und Ihren Familien. Auf der Rückreise sollen wir ja wieder vorbei kommen. Dann schenken sie und noch zwei Bananen. Dann kommt eine Frau mit ihrem Enkelchen, das uns zwei Bonbons gibt. Wir sind einfach gerührt von so netten Gesten.

Kurz hinter der Stadt sind wir wieder in 1000 m Höhe. An einer Baustellenampel entdecke ich Schneereste im Wald. Der Winter war dieses Jahr lang, sagen die Leute. Nach 610 km Fahrt um 21.45 Uhr suchen wir uns einen Schlafplatz, den wir an einem Kaffee finden und noch Abendbrot essen.

Offroad-Reise mit dem Pickup Truck auf dem Sibirischen Trakt in den Fernen Osten Russlands

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2 Kommentare

  1. Hallo Ihr zwei!
    wieder ganz toll, Eure Berichterstattung! Erleben wieder alles mit und sind etwas neidisch nicht dabei zu sein.
    Waren am WE in Bad Kissingen, man findet immer mehr Menschen, die sich für RU interessieren, und die immer erstaunt sind über das was wir aus eigener Erfahrung berichten können. Es hat bei vielen offensichtlich ein Erkenntnisprozess eingesetzt. Wenn ich die Begebenheit in der KFZ Werkstadt in Gusinowka erzähle werden alle immer ganz nachdenklich!
    LG Kerstin und Bernd

    1. Danke ihr Zwei, ja das stimmt, die Begegnung war wirklich beeindruckend!
      Wir sprechen auch sehr viel über euch und uns auf der gemeinsamen Reise, es war einfach toll.
      Nicht in Bad Kissingen gewesen zu sein bedaure ich…… aber alles geht leider nicht
      Wir haben gerade den Amur überquert, sind in Chabarovsk eingetroffen und suchen die Hoteleinfahrt
      Stadt hat auch über 500.000 Einw.
      Sonst alles ok, Auto läuft super, war wohl doch gut das ich „ ringsum „ die Federn und die Stoßdämpfer erneut habe!!
      Beste Grüße
      Geli & Dietmar

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