Dietmar und Geli Unterwegs
Reisetagebuch unserer Offroad-Reise mit dem Pickup Truck durch Lettland, Littauen und Polen

28. August 2018 Auf der Kurischen Nehrung

Als wir den Campingplatz bei Klaipeda verlassen, beginnt es wieder einmal zu regnen. Hatten wir ja lange nicht. 😜 Als erstes müssen wir dringend tanken, wir fahren schon auf Reserve. Das ist schnell erledigt, dann fahren wir zum Fährhafen, denn die Kurische Nehrung ist durch einen schmalen Wasserstreifen vom Festland getrennt und hier ist das Haff mit der Ostsee verbunden.

Die Überfahrt dauert keine 10 Minuten mit Ab- und Anlegen. Die 98 km lange Halbinsel beginnt in Lednoja und endet am Memeler Tief. Seit 1945 gehören die nördlichen 52 km zu Litauen und die südlichen 46 km zur Russland. Die Breite beträgt 3,8 km. Die Entstehung dieses Naturgebildes, welches das Haff von der Ostsee trennt, hat u.a. mit der Letzten Eiszeit zu tun.

Wir staunen, dass heute alles wieder bewaldet ist und damit die großen Wanderdünen gestoppt wurden und nur noch Touristenattraktionen sind.

Am Ende des Litauischen Teils liegt Nida – Nidden, der Ort, in dem T. Mann sein Sommerdomizil hatte. Es ist ein reizender Ort am Haff gelegen.

Unweit davon gibt es den einzigen Campingplatz der Nehrung. B&H wandern von dort auf Europas zweitgrößte Düne und haben einen herrlichen Blick auf Haff und Ostsee. Wir fahren mit dem Tuk-Tuk-Taxi ins Dorf und zum Hafen.

Nachdem wir jetzt diese wirklich bezaubernde Gegend sehen, kann ich mir vorstellen welche inspirierende Wirkung sie auf Künstler hat. Aktuell findet hier ein kleines Filmfestival statt. Und auch sonst scheint hier im Sommer einiges an Kulturevents zu laufen.

Die ganze Nehrung ist auch wunderbar mit dem Rad zu erkunden. Wir werden morgen versuchen, welche auszuleihen.

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