Dietmar und Geli Unterwegs

19. April – 15. Mai 2013 Marokko mit 8 Fahrzeugen

Erst heute, Februar 2021, in den Blog gestellt, weil wir ihn 2013 noch nicht hatten und uns Corona jetzt Zeit dafür bietet.

Schon lange hatten wir, einige Freunde die sich locker zusammengefunden haben, den Wunsch, mit unseren Fahrzeugen nach Marokko zu reisen. Wir sind eine Gruppe von etwa 15 Familien, die sich im laufe der Zeit auf unterschiedlichen Wegen getroffen haben. Uns verbindet das gemeinsame Interesse, mit dem Pick Up und einer aufgesetzten Kabine individuell zu reisen. Wenn sich die Vorstellungen treffen, werden Touren auch gemeinsam unternommen.

Jährlich zweimal, im Frühjahr und im Herbst, sehen wir uns an einem Wochenende.

Wir, Dietmar und Geli, waren schon mehrmals allein in Marokko und unsere Begeisterung haben wir auf 7 Familien unserer Gruppe übertragen und es entstand die Idee, eine gemeinsame Reise nach Marokko zu unternehmen.

Gern haben wir die Organisation und die Vorbereitung dafür übernommen. In unserer Gruppe gibt es Halima, sie kommt aus Rabat, der Hauptstadt Marokkos, und sie kann uns ihr Land, besonders durch die Sprache näher bringen.

Wir entschieden uns, mit der Fähre von Genua nach Tanger zu fahren. Die Rückreise sollte von Nador nach Sete/Frankreich erfolgen.

Am 19.04.2013 traf sich der wesentliche Teil der Gruppe in Clausen, Südtirol auf einem Campingplatz, von dem es am nächsten Tag zum Hafen nach Genua ging. Um 18.00 Uhr legte die Fähre ab, der folgende Tag war ein „Seetag“ und die Ankunft war am darauffolgenden Tag um 16.00 Uhr in Tanger/Marokko geplant.

Im Hafen Genua

Zu bemerken ist noch, dass der Pick Up eines Freundes unmittelbar vor Reisebeginn ausgefallen war, so dass von den Beiden spontan ein Wohnmobil angemietet wurde.

Die nächsten 2 Tage verbrachten wir im Raum Rabat und besuchten die Hauptstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Halima und ihr Mann Jochen füllten die 2 Tage mit einem straffen Programm.

Rabat
Im Souk am Gewürzstand

Am Donnerstag, dem 25.04.2013, fuhren wir weiter an der Küste entlang nach Casablanca, schauten uns die Stadt an und legten einen Stopp an der großen Moschee „Hassan II.“ ein.

Casablanca

Ein imposantes Bauwerk, wir dürfen es aber nur von draußen besichtigen. Am 30. August 1993 wurde die Moschee nach 6-jähriger Bauzeit anlässlich des 60. Geburtstages von König Hassan II. eingeweiht. In der Gebetshalle finden 25.000 Menschen Platz. Es ist das zweithöchste religiöse Bauwerk der Welt.

Am frühen Abend ging es weiter nach Marrakech, wo wir um 20.30 Uhr nach einer Tagesetappe von    378 km eintrafen . Auf dem sehr schönen Campingplatz „Camping Le Relais de Marrakech“ mit Pool loggten wir uns ein.

Campingplatz in Marrakech

Am nächsten Tag fuhren wir in die Stadt Marrakech und besuchten wesentliche Höhepunkte wie den Souk, den Bahai Palast und bei einer Kutschfahrt verschafften wir uns einen Eindruck von der Stadt.

In Marrakech

Am Abend „stürzten“ wir uns in die Menschenmenge auf dem Platz „Djemaa el-Fna“ (Platz der Gehängten) auch Platz der Gaukler genannt. Er ist Marrakech’s pulsierendes Zentrum und vermutlich einer der bekanntesten Plätze in ganz Afrika. Hier kocht und dampft es überall und wir genossen mittendrin das leckere Essen.

Auf dem Platz der Gaukler
Wir kaufen ein

Am nächsten Tag ging es weiter über den Hohen Atlas nach Süden über den Tizi n‘ Tichka -Pass (2260 m) nach Ait Benhaddou mit seinen Wohnburgen aus Lehm.

Die Route über den Hohen Atlas
Ait-Ben-Haddou

Ait -Ben-Haddou (oft auch Aït Benhaddou geschrieben) ist eine befestigte Stadt (Ksar) am Fuße des Hohen Atlas im Südosten Marokkos. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Der aus einem alten und einem neuen Teil bestehende Ort liegt fast 200 Kilometer südöstlich von Marrakech, beziehungsweise etwa 30 Kilometer in nordwestlicher Richtung von der einstigen französischen Legionärsstadt Ouarzazate entfernt an einem Berghang in etwa 1270 bis 1320 m Höhe am Ufer des nur im Winter und Frühjahr wasserführenden Asif Mellah.

Das Dorf Aït-Ben-Haddou besteht aus mehreren ineinander verschachtelten Kasbahs, die in traditioneller Lehmbauweise errichtet wurden. Bekannt wurde Aït-Ben-Haddou als Filmkulisse für über 20 Hollywood-Produktionen, u. a.:       

  • Sodom und Gomorrha (1962)
  • Lawrence von Arabien (1962)
  • Der Mann, der König sein wollte (1975)
  • Jesus von Nazareth (1977)
  • Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil (1985)
  • James Bond 007 – Der Hauch des Todes (1987)
  • Die letzte Versuchung Christi (1988)
  • Himmel über der Wüste (1990)
  • Kundun (1997)
  • Die Mumie (1999)
  • Gladiator (2000)
  • Alexander (2004)
  • Prince of Persia: Der Sand der Zeit (2010)
  • Game of Thrones (2012)

Hier verbrachten wir einen wunderbaren Abend bei einem gemeinsamem Essen und zum Geburtstag von Geli gab es noch ein echt afrikanisches Trommelkonzert. Am nächsten Morgen, dem 28.04., besichtigten wir die riesige Anlage und stiegen bis auf die höchsten Ebenen.

Mittags ging es dann in Richtung Taznakht, nach Agdz und weiter in das Draa-Tal mit dem Ziel, die Gegend um Zagora. Wir sind schon mehrfach diese Strecke gefahren. Uns beeindruckte dieses mal die Sauberkeit insgesamt in diesem Tal und natürlich die vielen Palmen, die entlang des Flusses sehr imposant sind. Der Fluß windet sich wie ein grünes Band durch das Land.

Unsere Norgy ist  immer mit dabei

In der schon beginnenden Dämmerung gab es bei einem Fahrzeug einen Reifenschaden hinten rechts. Gemeinsam wurde das Rad gewechselt. Da wir mehrere Nissan Navara im Konvoi hatten, war schnell ein Rad bereitgestellt. Zu dieser Zeit kam auch richtiges Wüstenfeeling auf, denn es zog ein Sandsturm auf.

Unser Ziel war ein Stellplatz am Rand der Sanddünen westlich von Zagora. Da es in einer Fahrzeugbesetzung Magenprobleme gab, steuerten 3 Fahrzeuge ein Hotel in Zagora an. So waren wir  nur noch 5 Fahrzeuge, die ihr Quartier in der Natur, weit abseits der Stadt unter dem Sternenhimmel aufschlugen.

Unser Wüstencamp

Zu unserer besonderen Freude stellten wir fest, dass Abdull, ein uns bekannter Guide von einer früheren Reise, diesen Platz betreibt. Wir hatten ihn 2004 bei einem Festival im Raum Zagora kennengelernt.

Am Abend saßen wir alle noch lange bis weit nach Mitternacht am Lagerfeuer zusammen. Nach einer schönen Wüstennacht weckte uns die Sonne und wir ließen uns in gemeinsamer Runde das Frühstück schmecken.

Mit dem undichten Reifen vom Vortag ging es nach Zagora, schnell war er repariert und für den nächsten Einsatz bereit.

Am Mittag starteten wir mit den Pick Up’s in den Sand , 4 mit und 1er ohne Kabine! Wir mussten schnell feststellen, dass die grossen und schweren Tischerkabinen für den Sand nicht geeignet waren. Nachdem wir ein Fahrzeug gemeinsam wieder in die Spur bekommen hatten, brachten wir es zurück zum Camp. Dann ging es weiter mit Abdull als Guide in das Sandmeer, um für alle Wüstenfeeling  spürbar werden zu lassen.

Die Kabine wurde abgesetzt
Die Wüste spüren

Nach 8 Kilometer Sandfahrt entschied sich der L200, die Bimobil-Kabine auf einer ebenen und festen Fläche abzusetzen, um sie auf dem Rückweg wieder mitzunehmen. Da die Kabine nur auf einer Riffelblechplatte montiert war, ging es sehr schnell mit dem Absetzten.

Nach 27 Kilometern entschieden wir, unsere Picknick einzunehmen und alle begannen bei der Zubereitung zu helfen. Es wurde gekocht und gebruzelt, eine Herausforderung für meine Mini-mini-Küche im „Ufo“.

Das Essen wird zubereitet
Mit Abdull sind wir unterwegs
Die Kabine wird wieder aufgesetzt

Als wir zurück im Camp waren, hatten alle eine ordentliche Portion Wüstenerfahrung mit dem eigenen Auto nach 6 Stunden und 54 km.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Abdull und es ging über Zagora, wo wir einkauften und tankten, zurück ins Draa-Tal Richtung Quarzazate. Bei dieser Stadt sahen wir einen grossen Stausee und konnten vor uns auf die Berge des Hohen Atlas (3500-4000 m üNN) blicken, einfach phantastisch!

Mühselig wird Holz gesammelt

Am Abend erreichten wir den Campingplatz „Amridil International“ bei Skoura. Wir waren ca. 7 Stunden unterwegs, hatten 300 km hinter uns gelassen und  in der Spitze eine Temperatur von 31 Grad. Am folgenden Tag ging es weiter in die Dades-Schlucht mit einem Stopp im Rosental, wo uns Kinder eine Rosenkette als Souvenir verkauften.

Wir waren von der Landschaft beeindruckt und es wurden viele Fotostopps eingelegt.

Das Dadestal liegt in der marokkanischen Provinz Tinghir im Atlasgebirge. Der Oued Dadès hat sich auf dem Weg vom Hauptkamm des Hohen Atlas nach Süden stellenweise tief in die Gebirgsketten der Südabdachung eingeschnitten.

Das Dadestal

Überall dort, wo sich der Talboden des Dades weitet, bietet er die Lebensgrundlage für eine Reihe von Dörfern, die sein Wasser für die Bewirtschaftung grüner Flussoasen nutzen, in einer ansonsten eher wüstenhaften Region, die in unmittelbarer Nähe zur Sahara liegt.

Berber legten in diesem Gebiet einst viele Burgen (Kasbahs) an, um sich gegen Feinde zu verteidigen. Besonders durch die davon übrig gebliebenen Ruinen ist das Gebiet für den Tourismus eine Attraktion.

Uns beeindruckten die Serpentinen und die weiten Blicke über das Land.

Am Hotel „Berbere de la Montegne“ richteten wir unser Camp ein.

Am nächsten Morgen ging es wieder zurück und wir konnten noch einmal das Dades-Tal geniessen, bevor wir bei Boumalne die N10 erreichten und bei Tinerhir in die Todra-Schlucht einbogen.

Ein Blick auf Tinerhir
Frauen beim Wäsche waschen

Die bis zu 300 Meter hohen Steilwände der Schlucht, deren Boden etwa auf 1400 Meter Meereshöhe liegt, sind sehr attraktiv für den Klettersport.

Auf dem Weg durch diese Schlucht nutzten wir eine Wasserdurchfahrt, um dann gemeinsam in einem Cafe die steilen Wände zu geniessen.

Wir sind in der Todra-Schlucht

Weiter ging es nach Tamtattouchte in die Auberge  „Amazigh“ zu einer sehr netten Familie, bei der wir schon 2004 mit einem Dachzelt auf dem Pajero waren.

Die Auberge in Tamtattouchte

Die Freude war sehr groß als sie uns erkannten, es wurden Bilder von damals ausgetauscht und bei einem kräftigen Abendbrot, marokkanischer Musik und mitgebrachten Getränken wurde der 59. Geburtstag eines Mitreisenden gefeiert.

Am Morgen gab es ein Traumfrühstück auf der Terrasse unter einem Nomadenzelt mit einem weiten Blick über den Ort und in die Ferne.

Frühstück

Um 10.00 Uhr starteten wir Richtung Aif Hani und wir folgten  rechts der Strasse weiter Richtung Goulmima. Vor Jahren war das noch eine anspruchsvolle Piste, die wir nun überwiegend asphaltiert, wenn auch sehr kurvenreich befahren konnten. Es ist eine sehr schöne und interessante Landschaft.

In Goulmima erreichen wir wieder die Haupstrasse N10.

Nach einer Kaffeepause in Melaab fuhren wir weiter die R702, durch Erfoud und bogen danach in Richtung Erg Chebi ab. Die letzten 8 Kilometer sind es nur noch Piste, aber das Wohnmobil in der Gruppe schafft es auch, wenngleich in einigen flachen Sandpassagen kräftig „Schwung“ genommen werden mußte. Unser Ziel, die Sanddünen in der Nähe des „Cafe de Sud“, erreichten wir um 18.30 Uhr nach einer Strecke von 276 Km.

Unser Stellplatz am Erg Chebi
Sandsturm
Wir umfahren den Erg Chebi

Alle waren begeistert und wir genossen gemeinsam den Sand und das Dünenmeer.

Genau nach 1 Stunde kam ein Sturm auf und es waruns nicht mehr möglich im Freien zu essen. Kein Regen, kein Gewitter, obwohl es über dem Atlas mächtig wetterleuchtete, nur Wind und Sand die ganze Nacht hindurch.

Am Morgen begrüßte uns die Sonne und wir konnten gemeinsam frühstücken, bevor es mit 6 Fahrzeugen zu einem Rundkurs um die Dünen des Erg Chebi ging. Obwohl dieses Gebiet von vielen Touristen besucht wird, ist es „hinter“ den Dünen einsamer und wir waren hier allein unterwegs.

Die Berberfamilie bewirtet uns
Das Französische Fort
Eine Bergbaumine

Bei Nomaden legten wir eine Teepause ein, besichtigten auf der Strecke ein französisches Fort und eine Bergbaumine, aus der unter einfachsten Bedingungen „Seltene Erden“ ausgegraben werden. Der Weg führte uns weiter nach Merzouga.

Als die Rally Dakar noch durch Marokko führte, ging die Streckenführung genau durch dieses Gebiet.

An einem See, der nicht jedes Jahr Wasser hat, sahen wir Flamingos. Später erreichten wir nach 90 km wieder unseren Stellplatz zwischen den Dünen.

Wir beobachten Flamingos

Am Abend wollten wir alle in unseren neu erworbenen Tontöpfen eine Tajin zubereiten. Gemeinsam ging es ans Gemüse putzen, Fleisch schneiden, alles in die Tajin-Gefäße schichten und das nötige Feuer entfachen.

Tajin-Füllung
Touristen im Erg Chebi

Ein leckeres Essen entstandt und im Anschluss saßen wir in dieser romantischen Kulisse noch bis weit in die Nacht am Lagerfeuer.

Am Morgen um 09.30 Uhr verließen wir unseren Dünenplatz und fuhren nördlich über Erfoud und Errachidia bis nach Midelt. Auf der langen Strecke waren wir umgeben von Bergen bis ca. 1900 m Höhe und sahen viele Zedernwälder. Aufforstung wird in Marokko groß geschrieben.                                         Der Flusses Ziz begleitete uns lange auf unserer Route und wird durch ein grünes Vegetationsband, meist Dattelpalmenoasen, gesäumt.

Blick auf den Hohen Atlas

Der ca. 282 km lange Ziz entspringt im östlichen Hohen Atlas und fließt südöstlich in die Sahara. Er durchfließt malerische Schluchten (Gorges du Ziz), und bewässert dann die weitgehend ebene Oasenlandschaft des Tafilalet. Unsere Tagesetappe betrug 274 km.

Der Fluß Ziz
Im Zedernwald

Unser nächstes Ziel war die alte Stadt Meknes. Zuvor machten wir einen Abstecher nach Ifrane, ein sehr europäisch anmutender Ort, er ist im Schweizer Stil erbaut. Hier gibt es sogar ein Wintersportzentrum und wir sahen Liftanlagen.

Nach 227 Tageskilometern erreichten wir den Campingplatz ca. 20 km von Meknes entfernt.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir die erste Autobesatzung unserer Gruppe, da ihr Zeitplan dies erforderte.

Danach fuhren wir gemeinsam mit einem Bus vom Campingplatz nach Meknes und schauten uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt an.

Am Abend genossen wir den herrlichen Blick vom Campingplatz über das Land.

Von Mittwoch bis Freitag hatten wir einige Besichtigungsziele in Moulay Idris, Volubilis und eine ausführliche Stadtbesichtigung in Fes geplant.

Volubilis

In der heiligen Stadt Moulay Idriss, unweit von Fes, wird ein für die Marokkaner ganz besonderer Heiliger verehrt. Hier befindet sich das Mausoleum des Namensgebers der Stadt, Moulay Idriss I., auch Idriss Ben Abdellah genannt . Zugleich war er es, der das Königreich Marokko gründete. Die Stadt ist den Marokkanern so wichtig, dass bis ins 20. Jahrhundert kein Nichtmuslime die Stadt betreten durfte. Auch heute noch sind das Mausoleum und die Moscheen, wie überall in Marokko für Nichtmuslime tabu. Die Altstadt ist zwar verglichen mit den Königsstädten relativ klein, doch die vielen engen Gassen am Hang des Berges Zahoune laden zum Umherschlendern ein.

Nur wenige Kilometer vom Ort entfernt befindet sich das UNESCO Weltkulturerbe Volubilis. Eine alte phönizische, später römische Stadt und heute eine der besterhaltenen und schönsten Ausgrabungsstätten ganz Marokkos.

Fès oder Fez ist mit rund einer Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Marokkos. Sie ist die älteste der vier Königsstädte des Landes (neben Marrakech , Meknes und Rabat) und galt als geistiges Zentrum des Landes. Fès ist der Sitz der Präfektur Fes-Meknes, eine der 12 Präfekturen Marokkos. Die Altstadt, Musterbeispiel einer orientalischen Stadt, steht seit 1981 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Dabei soll es sich in Hinblick auf die Fläche um die weltweit größte mittelalterliche Altstadt handeln. Das tiefe Blau der Keramik gilt als Wahrzeichen von Fès, neben den grünen Dächern der Sakralbauten, die das Bild der Stadt aus der Vogelperspektive prägen.

Blick auf Moulay Idriss

Fès besteht heute aus drei Stadtteilen, die jeweils einer Epoche der Stadtgeschichte zugeordnet werden können.

In der Färberei
Das Leben ist bunt

Am Freitag erreichten wir am Abend den Hafen von Nador, orientierten uns wo die Abfertigung stattfindet und fuhren dann ca. 30 km weiter an der Küste entlang, um einen Übernachtungssplatz zu finden.

Bei einem Bauern auf dem Grundstück konnten wir alle stehen und hatten einen herrlichen Blick über die Steilküste. Da wir uns in der Nähe zur Grenze nach Spanien befanden, kontrollierte uns das Militär, akzeptierte uns und diesen Übernachtungsplatz, sodass wir eine ruhige Nacht genießen konnten.

In der Ferne ist Europa
Unser Übernachtungsplatz

Am Samstag, dem 11. Mai 2013, wollten wir Marokko verlassen und waren pünktlich um 08.00 Uhr im Hafen von Nador. Wer schon einmal selbst die Ein-und Ausreise mit dem PKW nach Marokko gewagt hat weiß, dass dies ein ganz spezieller Ablauf ist. Im Vergleich zu unserer ersten Reise im Juli 1991 mit dem PKW nach Marokko hat sich grundsätzlich nichts geändert, nur wir sind gelassener geworden.

Neu ist, dass viele junge Menschen im Hafen darauf warten, eine Gelegenheit zum unbemerkten „einschlüpfen“ in oder unter ein fremdes Fahrzeug zu finden, um so nach Europa zu gelangen.

In der Abfertigungsschlange stellte unser Freund, der schon einen Reifenschaden hatte, einen weitern „Plattfuß“ fest. Also schnell noch in dem „Gewimmel“ den Reifen wechseln.

Um 11.00 Uhr waren wir endlich auf der Fähre und um 11.45 Uhr legten wir ab.

Auf der Fähre

Nach einiger Zeit bemerkten wir, dass die Fähre Kurs nach Westen nahm und nicht, wie wir erwartet hatten, nach Osten, denn unser Ziel war Sete in Frankreich! Die Besatzung beruhigte uns und sagte, wir fahren über Tanger, ein Schiff ist ausgefallen und wir müssten nun den Hafen dort anfahren.

Blick nach Gibraltar

Für uns hieß das, wir sind nicht wie geplant 30 Stunden, sondern 50 Stunden unterwegs.

Abschied von Marokko 

Ankunft in Sete/Frankreich sollte Sonntag um 16.00 Uhr sein, wir werden aber erst am Montag nach 13.00 Uhr in Sete anlegen.

In Sete verabschiedeten wir uns und jeder fuhr individuell nach Hause.

Wir trafen am Mittwoch, dem 15. Mai 2013, nach 1725 km von Sete in Hoyerswerda ein.

Damit schloss sich der Kreis nach insgesamt 6200 km.

Nun alles ausräumen, frisch machen und um 18.00 Uhr waren wir zum 75. Geburtstag bei einem Freund eingeladen.

Wer weitere Angaben zu dieser Reise wünscht, kann sich über den Blog gern an uns wenden, auch gibt es die Koordinaten zu den Übernachtungsplätzen.

 

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