Dietmar und Geli Unterwegs

22. Mai 2022 Von der Taraschlucht zum Kloster Ostrog

Nun haben es die Wolken doch noch geschafft und es beginnt am Morgen zu regnen. Nicht für lange.

Es wird alles verstaut

Wir verlassen mit herzlicher Verabschiedung unser Camp an der Taraschlucht. Auf der Brücke staut sich der Verkehr, da eine Hochzeitsgesellschaft mit ihren Autos anhält, Fotos macht und an die Leute im Gegenverkehr Schnaps austeilt.

Auf der Brücke

Als wir die Tarabrücke passiert haben, schrauben wir uns immer höher durch das Durmitormassiv. Wir überholen eine Gruppe grauhaariger Fahradenthusiasten, die sich die steilen Berge hinauf quälen. Sie haben unsere volle Bewunderung.

Am höchsten Punkt der Straße in 1250 m Höhe angekommen, öffnet sich der Blick auf neue Gebirgsketten und eine riesige Hochebene. Hier scheint im Winter Langlauf beliebt zu sein, denn es gibt ganz viele neue Hotels und Wochenendhäuser.

Weiter geht es auf unendlichen Serpentinen durch die Gebirge.

Am Fels wird das Kloster sichtbar

Endlich erreichen wir den Ort Bogetici, von dem aus die Straße zum Kloster Ostrog abbiegt. Es sollen noch acht Kilometer bergan sein. Vor uns ist eine steile Felswand.

Viele Serpentinen und Haarnadelkurven

Wo soll hier eine Straße sein? Wir finden sie und uns wird beim Blick in die Abgründe und bei jeder Haarnadelkurve ganz anders, besonders bei Gegenverkehr. Wir schaffen es bis zum oberen Parkplatz und steigen nun noch steile Stufen bergan bis zum Kloster, das wie ein Schwalbennest an den Felsen gebaut ist. Es leuchtet weithin sichtbar vom Berghang in 900m Höhe ins Tal.

Das Kloster Ostrog

Von hier aus kann man die spektakuläre Aussicht auf die Ebene Bjelopavlici geniessen.

Schon seit ewigen Zeiten waren die Höhlen des Berges die Heimat für Einsiedler, die sie für das Beten in der Abgeschiedenheit verwendet haben. Der Ort wurde aber erst im 17. Jahrhundert bekannt, nachdem der Metropolit Vasilije aus Herzegovina dort ein Kloster gegründet hatte. Er ist im Jahre 1671 gestorben und wurde danach aufgrund seines sündlosen Lebens, seiner Güte und Hilfe, die er Menschen entgegenbrachte, für Heilig erklärt: Der Heilige Vasilije von Ostrog. Sein Körper wird in dem Grabgewölbe der Höhlenkirche, die der Gottesmutter gewidmet ist, heute noch aufgebahrt.

Kloster Ostrog ist nicht nur ein Heiligtum der Ortodoxen, sondern aller Gläubigen der Welt, die hierher kommen um sich vor den Gebeinen des Heiligen zu verneigen und Heilung für Geist und Körper suchen. Das Kloster von Ostrog ist eines der meistbesuchten Heiligtümer in der christlichen Welt. Wir sind sehr beeindruckt.

Eigentlich wollten wir hier oben auf dem Parkplatz übernachten, aber morgen können ab 6 Uhr die Besucher zum Kloster kommen und bei der engen Straße haben wir keine Lust auf den Gegenverkehr.

Im Abendlicht das Kloster in der Felswand

Also fahren wir am späten Abend wieder bergab und übernachten auf einem hoteleigenen Parkplatz bei dem für 10,00€ Übernachtungsgebühr das Frühstück inbegriffen ist!

Frühstück am Morgen im Restaurant

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