Dietmar und Geli Unterwegs

7. Juni 2022 Von Strand zu Strand über den Llogarapass

Frei am Sandstrand stehen ohne Campingplatz in der Nähe scheint romantisch.

Die ganze Nacht rauscht das Meer. 

Das morgendliche Bad ok. Aber irgendwie konnte uns die Idylle nicht begeistert. Wir brachen nach dem Frühstück auf und mussten nicht mehr nach Frier hinein. Die Autobahn verläuft westlich der Stadt und so waren wir schneller auf der Autobahn Tirana -Vlorë als gedacht. In Vlorë endet die Autobahn und geht in die SH 8 über, die am Strand entlang führt.

Die Stadt macht den Eindruck eines sehr gepflegten Luxusbadeortes. Hotels, eines neben dem anderen in Viererreihe vom Strand weg. Was muss hier im Hochsommer los sein?

Der ganze Westen Albaniens ist flaches Küstenland. Hier ab Vlorë kommen die Ausläufer des Lungarësgebirges bis an die Küste. Die Strasse wird wieder steil und kurvig. Die weiteren Küstenorte sind klein und jeder der vielen Gastwirte hofft auf Gäste in der jetzigen Vorsaison. 

 

Ab Orikum geht die Strasse wieder steil und extrem kurvig durch die Berge. Das Anfahren nach einem ungewollten Halt wird zur Herausforderung. Die Berge hier scheinen ein Wanderparadies zu sein. In 1027 m Höhe erreichen wir den

Llogara-Pass. Er ist Teil der Nationalstraße SH 8 und eine Wasserscheide zwischen Adriatischem Meer im Norden und Ionischem Meer im Süden. Der Pass und die Umgebung gehören zum Nationalpark Llogara.

Oben laufen Pferde frei herum und freuen sich über eine Portion Brot. Der Blick vom Pass aufs Meer muss bei guter Sicht phantastisch sein. Heute ist alles eine diesiger Einheitsbrei. Die südliche Abfahrt scheint neu gebaut und verbreitert zu sein. An einer großen Aussichtsplattform eröffnet sich der Blick auf die nächsten Badeorte. Bevor wir weiter fahren kaufen wir noch tagfrische Erdbeeren, Kirschen und Aprikosen.

Dann wird die Straße noch einmal sehr steil und kurvig. Die Bremsen laufen heiß wenn man nicht aufpasst!

Bei Himare erreichen wir wieder den Strand und finden etwas Abseits der Hauptstraße einen kleinen Ferienort mit dem Camp „Moskato“.

Ein schöner Strand mit glasklarem Wasser

Wir stehen gerade in der Einfahrt, da kommt jemand auf uns zugestürmt und sagt: „Ihr kommt doch aus Hoyerswerda!“. Wir sind perplex. Er hat unser Auto erkannt, dass er täglich beim Weg zur Arbeit auf dem Parkplatz stehen sieht. Bald stellt sich heraus, dass wir die ganze Familie kennen. Die Welt ist ein Dorf.

Beim Abendessen gibt es viel zu erzählen und Fotos werden als Beweis in die Heimat geschickt.

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