Dietmar und Geli Unterwegs

9. Juni 2023 Von der Westernstadt über die Ölmühle nach Caracavas de la Cruz

Im wilden Westen kann man nicht bis Mittag schlafen.

Da ruft der Sherrif schon um 9.30 Uhr zum Frühstück.
Wir gehen in den Saloon und werden reichlich bewirtet. Während wir noch essen, beginnt schon das neue Tagestreiben, die Pferde werden gestriegelt, die Sattel geputzt und die Colts getestet, die nächste Show kann beginnen. Wir ziehen uns zurück und fahren nach Tabernas, das Örtchen, das der Wüste ihren Namen gibt.
Hier haben sicher viele Filmgrössen abends ihren Whisky oder Wein getrunken. Als Erinnerungen an ihre Zeit in Tabernas hat man Regiestühle mit ihren Namen am Straßenrand aufgestellt.

Am Ende der Stadt gibt es eine berühmte Ölmühle – Oro del desierto.
Hier gibt es Bio-Olivenöl vom Feinsten. In der Ölmühle Almanzara de Tabernas stellt die Familie Alonso das “Gold der Wüste” her, eins der besten kaltgepressten Olivenöle aus ökologischem Anbau weltweit.
Die Familie wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Eine späte Genugtuung, denn der Großvater wurde einst für seine Idee vom Dorf ausgelacht. Bio ist in der Gegend eben nicht wirklich in Mode und war es zu seiner Zeit sicher noch weniger.
Ich kann vier Sorten Öl mit Brot kosten und mich dann entscheiden. Die Wahl fällt mir gar nicht so leicht.

Das Geschäft ist wunderschön gestaltet, ein Museum schließt sich unmittelbar an. An den Fotos kann ich erkennen, wie die alten Geräte eingesetzt wurden. Eine romantische Gaststätte ist ebenfalls integriert. Wir werden eingeladen, bis zu einer späteren Führung zu bleiben. Doch wir wollen weiter fahren durch die Berge nach Baza.
Hier kommen wir an einigen riesigen Marmorsteinbrüchen vorbei. Beeindruckend diese enormen Steinblöcke.
Dietmar hat da noch romantische Erinnerungen an unsere Fahrten vor 30 Jahren durch diese Gegend, als es noch keine Autobahn hier gab und wir die ersten Höhlenhäuser sahen. 

Die ca. 845 m hoch gelegene Stadt Baza liegt nördlich des teilweise über 2000 m hohen Bergzugs bzw. des Naturparks Sierra de Baza. Wir kommen in Baza wieder zur Siestazeit an, brauchen deshalb keine Parkgebühr bezahlen und suchen in der menschenleeren Stadt ein offenes Eiscafe. Welch ein Wunder, wir finden eins. Um 17 Uhr werden wie bei Dornröschen nach 100 Jahren plötzlich alle wieder munter und das Leben geht weiter.
Wir fahren Richtung Norden über eine sehr enges, ausgewaschenes Strässchen aus alten Zeiten. Wird es hier ein Durchkommen geben oder stecken wir in einer Sackgasse, denn wir fahren direkt auf eine Bergwand zu?
In 1200 m Höhe gibt es einen Übergang zu einer Fernstrasse. Es geht weiter in 1000 m Höhe mit rundherum höheren Bergketten.
Auf dem weiteren Weg nach Norden kommen immer wieder Gehöfte und Dörfer mit in dieFelsen gebauten Häusern.
In Galera  wenden wir, weil wir so viele Höhlenhäuser am Hang sehen und drehen eine ganze Runde
um den Ort wieder über schauklige Kleinststrassen. Auf den Feldern stehen noch immer Wasserreste von den starken Regenfällen der letzten Wochen. Das ist ungewöhnlich für die Region und die ganze Landschaft ist nicht mehr so grau, sondern hat einen leichten Grünschimmer. Bis Puebla de Don Fadrique fahren wir noch nördlich, dann geht es Richtung Osten und in tiefere Regionen. Kurz vor Caravaca de la Cruz, wo wir übernachten wollen, gibt es noch eine für uns nicht erkennbare Umleitung. Die Schnellstraße ist gesperrt und wir fahren über kleinste Nebenstraßen in die Stadt. Aller guten Dinge sind heute drei Gebirgs- und Nebenstraßenfahrten und wir haben sie bestens gemeistert.
Der Stellplatz ist neu, sauber und geräumig und so lässt es sich hier gut schlafen.

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3 Kommentare

  1. Also,was euer Ufo so leistet ist schon fenomenal, aber die Höhenunterschiede, und engen Straßen so gut zu meistern, davor ziehen wir den Hut. Interessant ist das mit dem Olivenöl, was ja wirklich sehr gesund ist. Und so haben wir wieder etwas dazu gelernt. Euch einen guten Wochenstart Liebe Grüße

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