Dietmar und Geli Unterwegs

03.bis 05.06.2026 Vom Capo Vaticano nach Tropea

Wir trennen uns vom Villaggio Camping La Scogliera fahren hoch zum Capo Vaticano und müssen feststellen,  dass wir dort leider keinen   Parkplatz finden. Also haben wir nur die Drohnenaufnahmen vom Capo Vaticano.  

Der Name Capo Vaticano  hat absolut nichts mit dem Vatikan in Rom zu tun. 

Der Begriff stammt historisch vom lateinischen Wort „Vaticinium“ (Weissagung, Orakel) ab. Seefahrer aus der griechischen Antike besuchten diese markante Felsspitze, um die dortigen Seher um Rat zu fragen und sich die Zukunft prophezeien zu lassen. Daher lässt sich der ursprüngliche Name Capo dei Vaticinii am besten als „Kap der Prophezeiungen“ übersetzen

Dann sind wir zu einer wunderschöne Bucht hinabgefahren, zur Spiaggia di Riaci (Baia di Riaci). Das ist eine malerische Bucht an der kalabrischen Küste (Costa degli Dei) , nur wenige Kilometer südlich von Tropea.

Sie hat feinen weißen Sand und kristallklares Wasser. Besonders markant ist der  Riaci-Felsen der die Küste umschließt. Er besteht hauptsächlich aus einem kalkhaltigen Sandstein, der von fossilen Muschelresten durchzogen ist und er zeigt deutliche Schichtungen, die Rückschlüsse auf seine Entstehung als urzeitliche Düne und Küstenlinie zulassen. Im Laufe der Zeit haben Wind und Wellen charakteristische Höhlen, kleine Grotten und einen natürlichen Bogen in den Felsen gewaschen.

So einen großen Bogen haben wir noch nie gesehen. Er kann auf den Fotos gar nicht in seiner Größe eingefangen werden. 

Diese Felsenformationen ziehen sich vom Capo Vaticano bis Tropea. 

Hier in der Bucht ist nur ein Badestrand, kein Stellplatz. Deshalb fahren wir weiter nach Tropea. 

Die Zufahrt zu den Campingplätzen führt durch die Innenstadt und dann eine steile, S-Kurven-Straße bergab. Dann geht es am Ufer entlang und die Stadt thront am Steilhang über uns. 

Wir entscheiden uns für den letzten Campingplatz „Marina del Convento“ .

Der scheint uns der am schönsten angelegte zu sein mit direktem Zugang zum Meer und einladender Terrasse zur Beobachtung des  Sonnenuntergangs. 

Der Ort liegt auf einem ungefähr vierzig Meter hohen Felsen  über uns. Wir steigen die 112 Stufen hinauf in die Altstadt.

Von hier aus haben wir einen traumhaften Blick auf den  mit Felsen durchzogenen Strand und das Meer.

Das Wetter ist klar genug, so dass die Sicht bis zum Stromboli und den anderen Liparischen Inseln reicht. Getrennt vom  Zentrum befindet sich auf einem anderen  Felsen die Wallfahrtskirche Santa Maria dell’Isola. Sie ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. 

In den Gaststätten am Abgrund versammeln sich die Menschen zum Sonnenuntergang. Wir sind jedesmal von diesem Schauspiel fasziniert. 

Natürlich gibt es auch hier einen holzbefeuerten Pizzaofen in dem leckere Pizza gebacken wird!

Am Freitag haben wir uns doch entschieden, hier zu bleiben und nach einer Nachtfahrt um den Stromboli zu suchen. 

Wir machen uns auf die Suche nach dem Hafen und einem Ticketschalter. Beides zu finden, gestaltet sich nicht so einfach. Der Hafen ist nicht sehr gut ausgeschildert, wir finden ihn, es gibt aber keine Ticketschalter. Wir versuchen mit Hilfe eines jungen Mannes per Handy eine Fahrt zu buchen. Das scheint aber am Sonnabend nicht mehr möglich zu sein, alles ist ausgebucht für eine reinen Nachtfahrt, die gibt es ab  Montag wieder. Also steigen wir enttäuscht die 198 Stufen vom Hafen in die Stadt hinauf und sind wieder in den engen Gassen inmitten der alten Patrizierpaläste und unzähligen Cafés, Restaurants und Gelaterias. Wir können nicht widerstehen und gönnen uns leckeres Eis. 

So gestärkt will es der Zufall, dass wir vor einem Tourismusladen stehen, in dem Schiffstouren zum Stromboli angeboten werden. Wir fragen und es gibt für Samstag noch freie Plätze.  Es ist eine kombinierte Tag-Nacht-Fahrt und damit insgesamt 13 h unterwegs ! Also buchen wir und verlassen glücklich das Geschäft. 

Nach einem Aperol Spritz steigen wir die 112 Stufen hinab zum Camp und freuen uns bei

Sonnenuntergang und Blick zum Stromboli auf den kommenden Tag und unsere Schifffahrt zu den Liparischen Inseln.