10.bis 12.06.2026 Am Golf von Taranto
Es ist heute ein heißer, wolkenloser Tag hier in der Basilikata in Nova Siri am Golf von Taranto.

Wir bauen erstmals in diesem Urlaub unser Vordach mit Sonnensegel auf. Ohne dies wäre es nicht auszuhalten. Für die Füße wird eine Schüssel mit kaltem Wasser gefüllt.
Eine Waschmaschine gibt es auch, also wird wieder ein Waschtag eingelegt.


Wir beschließen, die nächsten zwei Tage hier zu bleiben und dann direkt nach Bari zu fahren.
Neben unserem Camp muss zwischen den hohen Bäumen ein Feuchtbiotop sein.




In den Bäumen lebt eine Kolonie kleiner weißer Reiher. Die machen einen sagenhaften Lärm. Mit Einsetzen der Dunkelheit werden sie leiser, dafür fangen die Frösche an zu quaken. Dazu zirpen die Zikaden. Alles durcheinander ein gewaltiges Konzert, wie wir es noch nie gehört haben. Wir denken, so muss es im Urwald klingen.

Mit den Rollern fahren wir in die Stadt.
Am Freitag ist es stürmisch. Wir packen zusammen und verlassen unser Camp in Nova Siri.


An der Küste fahren wir zum letzten Mal auf der ss 106, diesmal Richtung Tarent. Die Strasse war wiederholt unsere Weg hier im Süden in Kalabrien, der Basilikata und Apulien. Nun biegen wir auf die ss 100 Richtung Bari ab.
Mitten in der Stadt auf einem Stellplatz einer Autowaschanlage mit allem Notwendigen verbringen wir den letzen Tag in Italien.


Wir machen uns bei sehr kräftigem Wind auf zum Meer. Es schäumt und spritzt. Hoffentlich hat sich bis morgen der Meeresgott wieder beruhigt.
Die Promenade am Meer ist von riesigen Palazzi gesäumt.

Die Stadt macht einen prächtigen Eindruck.

Am Theater vorbei über einen großen Platz gelangen wir in die Altstadt, die
Bari Vecchia. Sie liegt auf einer Halbinsel an der Adria und ist von engen, verwinkelten Gassen geprägt.

Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Bronzezeit zurück, und im Mittelalter war sie ein wichtiges Hafen- und Pilgerzentrum.

Die Altstadt wird abends sehr lebendig und wir können das echte italienische Leben spüren.

In einem kleinen Strassenrestaurant probieren wir die berühmten Orecchiette („Öhrchennudeln“). Sie sind eine traditionelle Pastasorte aus der süditalienischen Region Apulien. Sie werden aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt und ähneln durch ihre gewölbte, schüsselförmige Form kleinen Ohren. Die Mitte ist dünner als der Rand, wodurch sie Soßen optimal aufnehmen.Als absolutes Klassikergericht in der apulischen Küche werden Orecchiette traditionell mit Gemüse zubereitet. Die Soße besteht meist aus Olivenöl, Knoblauch, Chili. Die Nudeln werden dabei oft zusammen mit dem Gemüse im gleichen Wasser gekocht.
Ich fand die Öhrchen lecker.

Dietmar blieb traditionell bei seiner Pizza.





So beenden wir unseren Aufenthalt in Italien ganz traditionell und laufen noch einige Zeit durch die unzähligen Gassen der Altstadt.


Bari hat uns wirklich beeindruckt. Nach 11700 Schritten durch die Stadt sind wir geschafft und froh, unsere Hütte zu erreichen. Die letzte Nacht in Italien, etwas stürmisch aber wir sind zufrieden über die 46 Tage in dem abwechslungsreichen Land mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen mit anderen Campern und Einheimischen.