13.und 14.06.2026 Über die Adria nach Kroatien und weiter nach Bosnien Herzegowina
Um 8.15 Uhr starten wir von unseren Auto-Wasch-Stellplatz in Bari zum Hafen.

Die Anfahrt zum Hafen und Doc 12 ist ein wenig verwirrend, aber dank Navi und offenen Augen finden wir die richtige Stelle, das Terminal, wo wir die Tickets bekommen.

Dann müssen wir noch 30 Minuten warten bevor sich das Tor zum Schiff öffnet. Wir werden so platziert, dass wir als 2. das Schiff in Dubrovnik verlassen werden.

Jetzt suchen wir erst einmal einen Platz. Es dauert ein bisschen bis wir eine Stelle gefunden haben, wo wir es bequem 8 Stunden aushalten werden.





Von unserem Platz aus haben wir den Blick auf Bari und die Italienische Küste, die wir beides verlassen. Wir sind 2590km durch Italien gefahren.


Nun landen wir pünktlich 19 Uhrauf der anderen Seite der Adria in Dubrovnik.

Da wir diese wunderschöne Stadt schon zweimal besucht haben, fahren wir auf der Uferstraße 15 km nach Norden mit herrlichen Blicken über die Adriaküste zu einem Camp.

Hier ist die Natur ganz anders als in Italien, viel dichter, üppiger, grüner.

Was es hier auch gibt sind Katzen, die uns besuchen.



Am nächsten Mittag verlassen wir den Platz, fahren noch einige Kilometer nördlich,

tanken Diesel für 1,61 € und biegen dann in die Berge ab nach Bosnien-Herzegowina.

Der Name Herzegowina hat eine sehr interessante Herkunft –
„Im 15. Jahrhundert herrschte über diese Region ein mächtiger lokaler Adliger. Im Jahr 1448 verlieh er sich selbst den Titel „Herzog von Sanct Sava” (auf Serbokroatisch: herceg) – wobei herceg die südslawische Übernahme des deutschen/österreichischen Titels „Herzog” ist.
Die Region, über die er herrschte, wurde dann nach seinem Titel benannt:
• Herceg = Herzog
• -ovina = slawische Endung für „Land von” oder „Gebiet des”
Also bedeutet Herzegowina wörtlich: „Land des Herzogs”.
Das ist ein Beispiel dafür, wie tief der deutsche und österreichische Einfluss auf dem Balkan historisch verankert war – selbst ein Adelstitel aus dem deutschsprachigen Raum hat sich dauerhaft in einem Ländernamen erhalten.“
Also Bosnien und Land des Herzogs, wieder etwas gelernt.
Der offizielle und vollständige Name des Landes lautet jedoch Bosnien und Herzegowina.
„Bosnien“ und „Herzegowina“ sind zwei historische und geografische Regionen, die heute zusammen einen gemeinsamen Staat bilden:
Bosnien: Der größere, nördliche und zentrale Teil des Landes.
Herzegowina: Die kleinere, südliche Region.

Unterwegs kommen wir an sehr vielen Gemüseständen vorbei, wo wir auch einen Halt machen.

Bei unserer Fahrt queren wir die Republika Srpska, kurz RS bzw. serbisch-kyrillisch PC. Das ist neben der Föderation Bosnien und Herzegowina eine Entitate von Bosnien und Herzegowina. Eine Entitate ist eine rechtliche oder wirtschaftliche Einheit, eine „abgegrenzte Einheit“ ohne völkerrechtlichen Status.
Wir fahren lange durch die Berge und kleine Dörfer bis es bergab zur Neretva geht. Sie zählt zu den letzten Wildflüssen Europas. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, die nirgendwo sonst vorkommen, haben hier ihren Lebensraum. Doch das wertvolle Naturparadies ist bedroht. Der Bau von Wasserkraftwerken gefährdet den Fluss und seine Umgebung massiv. Die 225 Kilometer lange Neretva, die in der kroatischen Stadt Ploče in die Adria mündet, gilt als einer der kältesten Flüsse der Welt. Ihre extreme Kälte im Oberlauf (oft nur 7 °C bis 8 °C) wird durch mehrere Faktoren verursacht:
Sie hat eine hohe Quelle: Sie entspringt in den Bergen auf etwa 1100 bis 1227 Meter Höhe.
Als typischer Karstfluss wird sie stark durch unterirdische Quellen aus dem alpinen und schneereichen Dinarischen Gebirge gespeist. Der hohe Anteil an eiskaltem Schmelzwasser hält die Temperaturen das ganze Jahr über extrem niedrig.
Ihr Verlauf in tiefen Schluchten schützt das Wasser weitgehend vor direkter Sonneneinstrahlung.
Also ist nichts mit baden, obwohl das Wasser ganz klar ist.

In Zitomislici gibt es direkt an der Neretva einen im Grünen versteckten Campingplatz „Greenpark“. Der Platz macht seinem Namen wirklich alle Ehre.


Dazwischen eingebettet ist eine Grillbar mit Wasserrädern und Spielplatz.


Wir lassen uns anlocken und entdecken in einem kleinen Bach junge Kaulquappe. Die erinnern uns gleich an eine lustige Familiengeschichte.


Im Restaurant bestellen wir endlich mal ein richtiges Fleischgericht nach wochenlangem Pizza- und Pastaessen, lecker !

