Dietmar und Geli Unterwegs
Reisetagebuch unserer Wohnmobil-Reise an den Küsten Spaniens und Portugals

12. Mai 2019 Kap Ortegal, an der Nordküste Galiciens

Am späten Vormittag verlassen wir unseren Campingplatz in Santiago de Compostela nach Norden und fahren bis Cariño, einem kleinen Städtchen unweit des Cabo Ortegal. In Meernähe an der Rückseite einer Turnhalle finden wir einen kleinen kostenfreien Stellplatz ohne Strom aber mit Entsorgungsstelle.

Direkt vorbei führt ein Radweg, den eine hübsche Parkanlage säumt, in der Jahrhunderte alte, abgestorbene Olivenbaumstämme ehrenvoll platziert sind. die ganze Strecke. Dietmar kann nun endlich sein Laufrad testen und ist begeistert. An den steilen Hängen muss es schieben, da bockt der kleine Esel.

Zum Leuchtturm am Kap geht es dann steil bergab und der Wind wird so heftig, dass ich lieber vom Rad steige.

Wir haben einen Rundumblick und können bis zum 12 Kilometer südwestlich liegenden Estação de Bares schauen, dem nördlichsten Punkt des spanischen Festlandes zu dem wir morgen wollen.

Auf dem Cabo Ortegal wurde von 1982 bis 1984 auf dem Geländevorsprung in 124 Metern Höhe über dem Meeresspiegel der 12,7 m hohe Leuchtturm errichtet.

Er wurde elektrisch oder mit Gas betrieben, beides hat sich bei dem rauen Wetter als zu störanfällig erwiesen und wurde ersetzt. Das Licht wird jetzt von einem LED-Scheinwerfer geliefert, dessen Leistungsaufnahme so gering ist, dass seine Batterien mittels Sonnenlicht geladen werden können. Der Turm hat eine Reichweite von 18 Seemeilen (33 km) und wird von der Hafenbehörde fernüberwacht.

2013 wurde etwas abseits von der Terrasse, auf der sich der Turm befindet, ein Parkplatz für Besucher errichtet, so dass die Fahrzeuge nicht mehr das Erscheinungsbild des Turms stören.

In der Verlängerung der Landspitze erstrecken sich hintereinander drei Felsgipfel, die Aguillóns. Ptolemäus nannte sie im ersten Jahrhundert Trileuco, die drei Weißen. Der Name könnte von der weißen Gischt herrühren, die diese Felsen umschäumt. Eine andere Erklärung besagt, dass die Felsen vom Guano der dort nistenden Vögel weiß gefärbt waren.

Bloß gut, dass die Mauer um die Plattform so dick ist, ich hätte sonst Angst, vom Winde verweht zu werden.

Nach heftigem Anstieg vom Leuchtturm, geht es dann bis in den Ort nur noch bergab. Am Strand holen wir glitzernden Biskayasand.

In der Abendsonne gibts an der Turnhallenwand im Windschatten Radler und Bier für die Strampler.

Ein Friedhof am Ende des Ortes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: