Dietmar und Geli Unterwegs

16.07. bis 24. 07.2019 Schlössertour durchs Riesengebirgsvorland

Wenn wir allein unterwegs sind geht es erst mittags oder am frühen Nachmittag los, diesmal nach Polen ins nördliche Riesengebirgsvorland.

Dort rund um Jelenia Góra soll es aus dem Dornröschenschlaf erwachte preußische Schlösser geben, denen nach ihrer Enteignung im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges ein tristes Dasein bestimmt war. Bestenfalls dienten sie als Schulen, wie heute noch das Schloss in Erdmannsdorf/Myslakowice.

Doch zuerst hieß es den Campingplatz in Sciegny, zwischen Karpacz und Kowary gelegen, zu finden.

Da tat sich unser Navi bei den vielen kleinen Gassen etwas schwer. Doch wir fanden den ziemlich neu angelegten Platz in einer Wiesensenke mit Traumblick auf die Schneekoppe.

Am nächsten Tag sattelten wir unsere Miniräder und machten uns bergauf und-ab immer am Rand der schmalen Landstraße auf nach Kowary.

Hier gibt es einen Miniaturpark mit Modellen 1:25 der schönsten Schlösser Schlesiens. So bekamen wir einen Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart der Region und uns wurde die Routenplanung für die Schlössertour erleichtert.

Bevor es zu den Schlössern ging, radelten wir noch bergan nach Karpacz, einem sehr beleben Ferienort unterhalb der Schneekoppe.

Am Freitag besuchten wir zuerst Schloss Arnsdorf in Milkow, jetzt ein schönes Hotel, danach Schloss Erdmannsdorf, seit Jahrzehnten eine Schule, die Tiroler Häuser und die Dorfkirche mit den Säulen aus Pompeji.

Die Zillertaler Häuser entstanden an diesem Ort, weil 1837 der Preußische König Zillertaler Protestanten hier Asyl gewährte und ihnen Land übereignete.

Wenige Kilometer weiter ist Schloss Lomnitz im alten Glanz wiedererwacht und beherbergt jetzt ein Museum über seine Geschichte.

Das Witwenhaus im Park dient jetzt als Hotel. Der Schlosspark grenzt an den Park von Schloss Schildau, dass nur wenige Meter entfernt im Nachbardorf Wojanow steht und ebenfalls als Hotel genutzt wird.

Die Gastronomie scheint in allen Häusern sehr gut zu sein, sicher auch der Hotelkomfort.

Wir gönnen uns nur einen Eisbecher im Schlosspark.

Wir wollen noch auf den Stellplatz von Schloss Fürstenstein bei Waldenburg.

Dass diese Fahrt eine Odyssee über Umleitungen wird, wahr nicht voraus zu sehen. So kommen wir erst nach 19 Uhr auf dem Stellplatz an.

Am nächsten Morgen füllt sich der Parkplatz rasch und Völkerscharen pilgern zu Polens drittgrößten Schloss. Es ist eine beeindruckende 700 Jahre alte Anlage mit wechselvoller Geschichte.

Die Besichtigung ist besonders beeindruckend, da ein fotovernarrter Koch Anfang des 20. Jh. alles in Bildern festgehalten hat, was sich auf dem Schloss ereignete.

Seine Sammlung ist zum Glück erhalten geblieben und über verschlungene Umwege bis Kanada am Ende wieder in Schloss Fürstenstein gelandet.

Die Restaurierung der Anlage in den 90er Jahren war eine gewaltige Leistung.

Am Sonntag verließen wir Polen und fuhren an die südlichen Hänge des Riesengebirges, zuerst nach Janske Laznĕ.

Hier wurde vor 3 Jahren ein Baumwipfelpfad mit leicht begehbarem Aussichtsturm gebaut.

Vom Parkplatz führte ein Wanderweg zum Turm. Ein beeindruckendes Bauwerk mit schönen Ausblicken über das Land.

Weiter führt uns der Weg über Vrchlabi nach Harrachov.

In Vrchlabi suchten wir noch das als Rathaus dienende Schloss, ebenfalls sehr schön restauriert, aber nicht zu besichtigen.

In Harrachov genossen wir beim Bierfest in der Brauerei den hauseigenen Gerstensaft und Dietmar probierte sich als Glasbläser aus.

So fand auf altvertrautem Gelände, auf dem Campingplatz in Harrachov,unsere Rundreise im Riesengebirge einen wohlbekannten Abschluss.

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