Dietmar und Geli Unterwegs

08. November 2019 Von Bagmati nach Gandaki

Kein Morgenblick auf die Berge, dafür steht ein leckeres Frühstück 🥞 für uns bereit. Zum Besuch des schönen Hotelgarten bleibt leider keine Zeit. Der Busfahrer wartet schon. Wir bewundern ihn, er ist ein Meisterjongleur beim Überholen und Ausweichen von Hindernissen.

Doch nach der Hotelausfahrt hat gerade ein Bagger das Loch von gestern vergrößert und da kann auch er nicht verhindern, dass der Bus wieder absackt. Wir alle raus aus dem Bus und die einheimischen Umstehenden helfen alle sofort. In Minutenschnelle ist ohne Hektik das Problem behoben. Wir bewundern die Nepalesen, immer ruhig, freundlich, zielorientiert, ausdauernd.

Dann hat uns der Wahnsinnsverkehr der Strasse wieder. In einem Dorf halten wir. Direkt an der Straße trocknen die Frauen den geernteten Reis auf Plastematten und wenden ihn mit den Füßen. Ein Stück weiter sehen wir Frauen bei der Reisernte. Danach wird er über Steinen oder runden Trommeln mit Metallschlaufen ausgedroschen. Dann folgt das Trocknen und danach das Schälen.

Gagan erzählt uns viel über die dörfliche Lebensweise und den Zusammenhalt der Familie. Daraus resultiert u.a. auch die mehrstöckige Bauweise der Häuser immer für mehrere Generationen. Sicher auch wegen des Platzmangels in diesem Bergland. Gefährlich ist das aber in dieser Erdbebenregion. Wir freuen uns, dass schon so viel wieder aufgebaut ist. An diesen neuen Häusern kommen die kunstvollen Schnitzereien an Fenstern und Türen besonders zur Geltung. Und wir können hier den Kunsthandwerkern in ihren winzigen Werkstätten beim Schnitzen zusehen.

Gagan führt uns dann in eine winzige Rapsölmühle, in der noch wie vor 100 Jahren gewonnen wird. Alles hoch interessant und man kann hier die Arbeitsschritte nachvollziehen.

Dieses dörfliche Leben ist hier eine völlig andere Welt als in Deutschland.

Uns wird wieder bewusst, wer nach Nepal reisen will, sollte sich vorher sehr gründlich über das Land und seine Besonderheiten informieren, dann kann man sich hier vor Ort mit dem Leben arrangieren und alles interessant finden.

Unsere beiden Reisebegleiter sind sehr um unser Wohl bemüht und kaufen uns am Straßenrand ein Staude frischer Bananen 🍌 bevor wir über eine schwankende Hängebrücke schaukeln dürfen. Über diesen Fluss gab es noch vor wenigen Jahren halsbrecherische „ Zugseilverbindungen“ die wir mal im Fernsehen gesehen haben.

Abends erreichten wir das Hotel in Gandaki, der Himmel tauchte die Berge rundum in rotes Abendlicht und unsere „Jungs“ boten uns nach dem Abendessen noch nepalesische Folklore. Sie sind beide so herzerfrischend liebenswert um unser Wohl und unsere gute Laune bemüht.

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