Dietmar und Geli Unterwegs

13. Juni 2022 Von Ksamil am „Blauen Auge“ bis nach Griechenland

Der Abschied von Rosa und Alex und den superfreundlichen Platzbetreibern fällt wirklich schwer, doch wir wollen endlich Griechenland kennenlernen. Am letzten Abend hatten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang beim gemeinsamen Pizzaessen

Es geht zurück nach Sarandë und von da Richtung Osten in die Berge zum „Blauen Auge“ (Syri i Kalter). Als wir durch Sarandë fahren, sehen wir noch einmal, wie dicht an die Felsen die Stadt gebaut ist und wieviel Bauruinen es gibt. Da sind wir ganz sicher, dass wir unser Zuhause niemals gegen so ein Urlaubersilo tauschen würden, selbst bei traumhaftem Meerblick. Wir schauen so bewusst hin, weil uns ein Paar auf dem Campingplatz erzählt hat, dass sie gleich nach Sarandë fahren, um den Baufortschritt ihrer zukünftigen Wohnung zu begutachtet.

Wir biegen in der Stadt nach Osten Richtung Kleines Gjerësgebirge ab. Nach wenigen Kilometern kommt links die Abzweigung zum „Syri i Kalter“, dem „Blauen Auge“, eine Quelle, die mit enormen Druck aus dem Karstgebirge hervorquillt und eine unbekannte Tiefe hat.

Es wird an der Zufahrt und an einem großen Parkplatz gebaut. Noch stehen die Fahrzeuge kreuz und quer im Gelände.

Ab einer Staumauer ist der Weg neu gepflastert bis fast zur Quelle. Die Quelle versteckt sich im Dickicht, ist aber jetzt umbaut und für Mutige im Wasser zugänglich.

Das Wasser, dass mit großer Kraft unterirdisch aus dem Karstgestein nach oben drückt, ist glasklar, sieht aber himmelblau aus.

Ganz Kühne springen von der oberen Plattform in den Schlund.

Der gepflasterte Weg führt noch ein kleines Stück weiter zu einer romantischen Gaststätte, die direkt über den Fluss gebaut ist. 

Dann geht unser Weg weiter über die Berge bis ins Tal des Drinos, durch das die SH 4 bis an die griechische Grenze führt. Über den Bergen braut sich schon wieder ein Gewitter zusammen und wir überlegen, welche Richtung wir in Griechenland einschlagen, nach Norden zur Vikos-Schlucht oder gleich zu den Meteora Klöstern. Doch zunächst dauert die Grenzpassage eine reichliche Stunde. Wir sind jetzt 3040 km von zu Hause entfernt. 

Die Gebirge des Balkans begleiten uns auch in Griechenland weiter. An der Kreuzung in Kalpakion entscheiden wir uns doch für den Norden und fahren in das Pindosgebirge mit seinen gewaltigen Schluchten. Ein möglicher Stellplatz ist in Papingon an einer „Alten Brücke“.

Die Brücke aus Flusssteinen gebaut, wurde 1853 errichtet und überspannt den Viodomatis, nachdem er aus der Schlucht heraustritt.

Das Wasser ist so kalt, dass sich Nebel bildet. Die ganze Region gehört zum Nationalpark Vitos Aoos. Es ist alles ein bisschen mystisch hier und feucht.

Wir blicken aus der Ferne auf Konitsa, unseren Zielort

Deshalb fahren wir weiter bis Konitsa. Die Stadt ist schon von Weitem in der Abendsonne zu sehen, da sie in das Ende der Aoosschlucht direkt an den Hang von oben nach unten gebaut ist. Nachdem der Aoos aus der engen Schlucht kommt, wird er sehr breit und fliesst in eine große Ebene.

Von dieser Ebene führen die engen, steilen Straßen nach oben in das eigentliche Stadtzentrum.

Es gibt einen großen Parkplatz, auf dem wir übernachten können.

Doch zunächst erkunden wir die Stadt, genießen jetzt von oben den Blick auf das breite Flussbett des Aoos, den Sonnenuntergang über der sehr wechselvollen Bergwelt des Pindosgebirges und bestellen das erste Mal griechisches Essen im Original.

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