Dietmar und Geli Unterwegs

12.-14. Juli 2022 Verlassen Apulien und fahren weiter entlang der Adria

Abschied vom Villaggio Ripa, nach 3 Tagen schon sehr herzliche. Es war sehr angenehm hier und die Anlage ist gut gepflegt. 

Wir wollen an der Adriaküste bleiben, aber nicht die Autobahn benutzen. Da führt uns das Navi etwas kreuz und quer durch den Gargano. Wieder haben wir unter uns die Olivenhainteppiche. Was wird das im Herbst für eine Arbeit, die vielen Oliven zu verwerten.

Der Stellplatz ist direkt am Meer

Etwas außerhalb von Termoli finden wir direkt am Meer einen baumlosen Stellplatz. Die fliegenden Obsthändler haben die Campingplätze als gute Absatzmärkte erkannt. So haben wir wieder einen vollen Beutel mit frischem Obst und Gemüse.

Abends starten wir mit den E-Scootern Richtung Altstadt. Gleich in der ersten Gasse finde ich ein Friseurgeschäft. Abends 19.30 Uhr kein Problem, dass ich drankommen. Die Chefin schwingt sofort selbst die Schere und zaubert in kürzester Zeit einen ordentlichen Kopf. Dietmar hat bei einem Bier gewartet und ist von meiner Verwandlung begeistert.

Wir schlendern weiter durch die Gassen bis zur Hafenmauer. Über dem Meer brauen sich einige Regenfronten auf. Ob uns eine davon erwischt?

Im Stadtinneren sehen wir die Wolken nicht und lassen uns erst einmal in einem Restaurant nieder. Ein sehr netter Halbitaliener empfiehlt uns, hier Olivenöl zu kaufen. Das sei aus dieser Region besonders gut.

Als wir nach dem Essen unsere Roller erreichen, beginnt es zu regnen und das die ganzen 4,5 km bis zum UFO. 

Am morgen haben wir wieder einen blankgeputzten, strahlenden Himmel. Nichts kann unsere Stimmung trüben, denken wir. Da kommt unser italienischer Nachbar und zeigt so eigenartig auf unseren Reifen. Nein, ein Rad verliert Luft, vorn rechts. Was nun?

Einen starken Kompressor haben wir dabei, von 0,5 sind wir schnell auf 3 bar und dann hören wir es „ zischen“

Noch mal aufpumpen und schon haben wir den Übeltäter entdeckt, einen Nagel. Der Nachbar setzt sich auf sein Moped und fährt vor uns bis zu einer Werkstatt. Wir sind sehr dankbar.

Der „ Übeltäter“

Dort wird uns sofort geholfen und 30 Minuten später können wir unsere Fahrt fortsetzen. Beim Warten in der Werkstatt kommt ein Opa mit seinem Enkel.

Der Opa schwatzt mit Dietmar und der Enkel knüpft mit mir Kontakt.

Der Schaden ist behoben, wir können weiter fahren Richtung Norden nur 25 km.

Der Campingplatz streckt sich sehr lang bis an den Strand
Unser Stellplatz auf dem Camp
Wir sind an einem langen Sandstrand

Wir finden ein neues Camp in San Salvo Marina mit flachem Sandstrand und extra flachem Einlauf ins Meer. Wir bekommen einen Platz unter Tamarisken und zwischen blühendem Oleander.

Die Nacht wird kühl, wir sind anderes gewöhnt. Am Morgen habe ich sogar kalte Füße, das geht ja gar nicht hier in Italien. 

Beim Aufwasch komme ich mit einer jungen Frau ins Gespräch, deren Lebensgeschichte ganz ähnlich verlaufen ist wie die der Sara aus „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ Sie lacht und meint, in ihrer Familie sei das alles genau so gewesen und sie fahren morgen zu den Verwandten in die Berge.

Abends wollen uns junge Leute zum Karaokesingen animieren. Da lehnen wir lachend ab. Aber wir spielen ihnen auf dem Handy den aktuellen Sommerstrandhit hier in Italien „ Compania“ vor und alle tanzen gleich mit.

Heute ist es wieder heiß und so gehen wir noch einmal im warmen Mittelmeer baden. Das wird‘s dann wohl für längere Zeit gewesen sein mit dem Badewannenvergnügen, denn morgen wollen wir in die Berge, die Abrubzzen.

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